Am 8. Juni wurde ein Einheimischer in Belfast von einem sudanesischen Migranten mit einem Messer schwer verletzt. Zueilende Passanten zerrten den Täter vom Opfer weg, filmten dabei die ganze Szene und stellten sie dann später ins Netz.
Tommy Robinson und Elon Musk teilten dieses Video und brachten dabei ihre üblichen Hasstiraden gegen Migranten. Erst dann eskalierte es. Rechtsextreme aus dem ganzen Land reisten nach Belfast, und jagten auf den Straßen Migranten und Briten, deren Wurzeln, nach dem Aussehen zu urteilen, im südlichen Ausland stammten. Häuser, in denen Migranten oder ausländisch aussehende Einheimische wohnten, wurden angezündet, und teilweise wurden die Bewohner daran gehindert, die Wohnung zu verlassen.
Und was macht das soziale Netzwerk in Deutschland? Man verurteilte die Tat des Migranten (was ja wohl selbstverständlich ist) und bejubelte die Randalierer, die Häuser anzündeten und Ausländer oder ausländisch Aussehende jagten.
Eine im Netz drückte es so aus: „Man kann die Leute verstehen, dass sie immer diese Angst haben.“
Dieses rassistische Arschloch versteht gar nichts.
Es ist in Belfast passiert. Belfast. Dort lag die Mordrate vor 20 Jahren höher als heutzutage, und davor war sie sogar noch höher. Wenn man jetzt mehr Angst hat, jetzt, wo die Stadt sicherer als vor 20 Jahren ist, klingt das für mich so, als ob es viel schlimmer ist, von einem Migranten schwer verletzt zu werden, als von einem Weißen.
Das klingt ja fast wie in einer Zeile eines Liedes von Hannes Wader, in dem der Anführer eines Putsches, als seine Freunde die Seiten wechselten, zu dem Angreifer, der ihn direkt attackierte, total erleichtert, sagte: „Ach, du bist es, und ich dachte schon, es wären die Kommunisten.“
Es geht den Randalierern nicht um die Messerattacke, sondern darum, dass ein Ausländer diese Tat begangen hat.
Nila McAllister, Abgeordnete der Alliance Party, sagt dazu, dass es schon 2025 in Ballymena rassistische Krawalle gegeben hat, und 2024 auch in Belfast. Er sagte auch: „Erst letzte Woche fand in Nordirland eine Verurteilung gegen einen Mörder statt, der eine junge Frau auf absolut brutale Weise ermordet hat. Er stach Dutzende Male auf sie ein.“ Trotzdem gab es keinen Aufruf zu Protesten. Der Täter war ein weißer Brite gewesen. „Es besteht also kein Zweifel daran, dass dieses Thema von Leuten missbraucht wird, die ihre eigenen Ziele vorantreiben wollen.“
Und noch einen Aspekt sollte man nicht übersehen: Hat der Migrant wirklich aus eigenem Antrieb und aus religiösen Motiven gehandelt?
Niemand kann sagen, das ist doch egal. Mord oder ein Mordversuch ist ein Mord oder Mordversuch, egal aus welchen Gründen das geschieht.
Das stimmt grundsätzlich, aber was ist, wenn der Mord oder Mordversuch einen Auftraggeber hat? Dieser ist dann genauso schuldig. Wie oft bei einem Mord in Kreisen der organisierten Verbrecherorganisationen (z. B. Mafia).
Der Täter in Belfast scheint bei dem Anschlag nicht einmal seinen Gott angerufen zu haben.
Auch bei uns passieren Anschläge von Migranten. Es ist dabei aufgefallen, dass diese sich vor Wahlen, egal ob im Bund oder in einem Bundesland, häufen. Woher kommt das? Die Migranten können doch kein Interesse daran haben, dass die AfD hier an die Macht gelangt.
Wer aber hat ein Interesse daran, dass die AfD an die Macht gelangt?
Eindeutig Elon Musk, aber dem würde ich solche Aufträge doch nicht zutrauen.
Aber wie ist es mit demjenigen, der schon Auftragsmorde im In- und Ausland beauftragt hat? Diese schon seit vielen Jahren beauftragt – und der die AfD in Deutschland und in anderen europäischen Staaten rechtsextreme Parteien an der Macht sehen will.
Was ist mit Putin?
Eine Analyse der Google-KI zu diesem Thema stelle ich unten hinein.
Es gibt berechtigten Verdacht, dass der russische Geheimdienst über Plattformen wie Telegram gezielt Menschen sucht, die finanzielle Probleme haben, und es wird gezielt nach Migranten gesucht, da man weiß, wie sensibel die westeuropäische Bevölkerung auf Anschläge von denen reagiert.
Einen Kommentator auf einer Netzseite einer Zeitschrift, die über Belfast berichtete, hetzte auch gegen den Täter. Als ich ihm meine Ansicht mitteilte (ich nannte ihm sogar den Text, mit dem er bei einer KI nachfragen könne), nannte er das den größten Schwachsinn, den er je gelesen hat, und ich wäre wohl mit Sicherheit 5 × gegen Corona geimpft worden. Auf meine Frage, ob er denn die KI gefragt hat oder sich anders informiert hat (die KI nennt auch Quellen), hat er sich ausgeschwiegen.
Und da fängt das tatsächliche Problem an: Die wollen sich gar nicht damit beschäftigen. Die, die sich immer beschweren, dass man AfD-Hooligans pauschal als rechtsradikal bezeichnet, wollen jeden Migranten unterstellen, aus Europa einen islamischen Staat zu machen, und jeder Mord wird wegen einer gewaltverherrlichenden Religion ausgeführt.
Dass bei sicher nicht wenigen Anschlägen ihr Freund, den sie verehren, nämlich Putin, dahinterstecken könnte, wird beiseitegeschoben.
Es ist wie bei der Mafia. Sicher hat der, der den Mord ausgeübt hat, einen Mord begangen, aber denjenigen, von dem man zumindest sich ziemlich sicher ist, dass er einige dieser Morde in Auftrag gegeben hat und dafür bezahlte, den will man dabei nicht als Mittäter sehen.
Auch die AfD will das nicht. Dabei weiß sie, dass Putin Morde, im In- und Ausland, beauftragt hat.
Einfach mal ein kleines Zahlenspiel. Nehmen wir an, so eine Messerattacke in Auftrag zu geben, kostet 10.000 €.
Wenn man in Großbritannien hundert solcher Anschläge beauftragt, sind das 1 Mio. €. Die EU hat ungefähr 448 Mio. Einwohner, das sind also ungefähr 6,5 × so viel, sollte Russland in der EU genau solche Anschläge durchführen und, auf die Einwohnerzahl gerechnet, genauso viele Anschläge wie in Großbritannien.
Das wären 7,5 Mio. € im Jahr mit einem großen Destabilisierungseffekt in Europa. Man könnte die Summe sicher auch noch verzehnfachen. Das wäre sicher kein Problem für Russland.
Egal, ob Russland nun diesen Anschlag in Belfast beauftragt hat oder nicht, er macht so etwas. Putin führt Krieg gegen uns, und das schon seit längerem. Und das bereits vor dem 24.02.2022.
Am 31.05.2026 schrieb ich hier einen Beitrag, ob die Forderung vieler Bürger des Landes, dass die Beamten auch in die Rentenkasse einzahlen sollten, sinnig ist.
Ich bekam mehrere Kommentare darüber zugeschickt, die über das Beamtentum selbst herzogen, Beamte als Regierungsbüddel bezeichneten, oder von zu extremer Verbeamtung schrieben. Bei Lehrern z.B. oder in anderen Bereichen, in denen eine Arbeit getätigt wird, die zwar der Staat, das jeweilige Land oder die Kommune beauftragt, aber eine besondere, nennen wir es mal „Staatstreue“, wie sie das Beamtengesetz dem Beamten vorschreibt, nun wirklich nicht notwendig ist.
Das sind durchaus berechtigte Ansätze, die aber mit der Frage, ob Beamte auch in die Rentenkasse einzahlen sollen oder nicht, nichts zu tun haben. Ob zu viel verbeamtet wird oder wurde, ist ein anderes Thema.
Eine Person warf vor, dass, als die Post privatisiert wurde, angeblich bis zum Schluss verbeamtet wurde. Davon abgesehen, dass die Post nur ein sehr kleiner Teil des Problems ist, stimmt dieser Vorwurf nicht. Es ist schlichtweg ein Mythos, der schon damals, 1994, in die Welt gesetzt wurde.
Fakt ist: Die Privatisierung wurde im Bundestag am 29. Juni 1994 beschlossen. Der Stichtag für die Privatisierung war dann 6 Monate (und 2 Tage) später, der 31.12.1994.
Verbeamtet wurden bei der Post und den dazugehörigen Unternehmen in der Zeit im Wesentlichen nur bei der planmäßigen Übernahme von Auszubildenden (z.B. in den einfachen und mittleren Postdienst), die ihre Ausbildung beendeten und deren Übernahme und Verbeamtung bereits vor dem Bundestagsbeschluss rechtlich bereits vorgesehen war.
Eine massenhafte Verbeamtung unter den Angestellten der Post fand nicht statt. Im Gegenteil, in dem Zeitraum liefen bereits weitreichender Personalabbau und Restauktionsprogramme.
Es scheint, wenn ein Problem auftaucht (hier: Wie geht man mit der Pensionszahlung für Beamte um?), immer mehr Bürger des Landes mehr Interesse daran haben, mit irgendwelchen Schuldzuweisungen, Schuldige in der Vergangenheit zu suchen, als über die Frage, wie man mit einem Problem umgeht und wie man es lösen kann, nachzugrübeln.
Einer meiner treuesten Leser (bzw. eine Leserin), der (die) sich allerdings fast jedes Mal mit einem anderen Namen meldet, bei dem Namen dann auch noch gerne gendert, als ob er (sie) nicht weiß, zu welchem Geschlecht er (sie) gehört, beschäftigt sich nie mit dem Thema, sondern versucht nur persönliche Angriffe. Einer seiner (ihrer) Kommentare, das war besonders witzig, lautete, dass ich nur nerve und hier nur langweilige Beiträge bringe.
Man muss schon wirklich sehr starke psychologische Probleme haben, wenn man über Jahre einen Blog verfolgt, der einen langweilt.
Das ist einer der Gründe, warum ich zwar Kommentare zulasse, sie aber schon seit mehreren Jahren nicht öffentlich zeige.
Wenn jemand so geistig gestört ist, dass er (sie) Texte nur liest, um dann den Autor persönlich anzugreifen – und die Texte sogar liest, obwohl er (sie) sich dabei langweilt –, sollte er (sie) sich dann auch seinen persönlichen Frust von der Seele schreiben können. Ansonsten fällt er noch in Depression oder Schlimmeres.
Aber das ist hier kein öffentliches Netzwerk, wo er das dann in die weite Welt hinausposaunen kann.
Und, um sich nicht zurückgesetzt zu fühlen, wer weiß, wozu so etwas dann noch führen kann, werden gar keine Kommentare veröffentlicht. Wobei das manchmal richtig schade ist. Denn, auch das gibt es noch: Einige scheinen wirklich noch ihren Verstand benutzen zu wollen und zu können.
Und wieder einmal hat der übliche Verdächtige es nur geschafft, dumme Sprüche loszulassen.
Zuerst wird zu dem Thema Post (das er/sie ins Spiel gebracht hat und das hier eigentlich nicht das Thema war) sehr nebulös behauptet, die Privatisierung lag schon 1992 in der Luft. Dabei hat der Bundestag sich im September 1993, im Zusammenhang mit der Beratung zum Haushaltsgesetz für 1994, mit dem Thema das erste Mal in einer Plenarsitzung beschäftigt.
Und die Einbringung der Gesetzesentwürfe fanden erst Anfang Februar 1994 statt.
Dann, in einem weiteren Kommentar wurde ich gefragt, welche Problemlösung ich denn hätte?
Etwa die AfD verbieten und die Regierung kritiklos feiern?
Tja, beide Fragen passen zwar nicht in die Frage zur Beamtenpension, aber sie passen hier zu dem hiesigen Thema:
„Teile der Bevölkerung suchen keine Problemlösungen, sondern versuchen
nur, Schuldzuweisungen von sich zu geben.“
Oder eben: „Sie wollen und/oder können nur geistlos auskotzen.“
Man hätte ja zumindest auf meinen Lösungsvorschlag vom 31. Mai eingehen können, der nur langfristig greift, aber ich sehe schlichtweg keine kurzfristige Lösung, denn, wie ich am 31. Mai verdeutlicht habe, bringt es nach meiner Ansicht nichts, die Beamten auch in die Rentenkasse einzahlen zu lassen. Warum, steht in meinem Blogbeitrag vom 31. Mai.
Und nun kommt das Tolle: Meine Ansicht mag ja vielleicht falsch sein, aber jemand mit Verstand und einer zivilisatorischen Entwicklungsstufe, die für einen zivilisierten Menschen Voraussetzung wäre, könnte ja, so wie einige andere, dann einen anderen sachlichen Vorschlag bringen.
Aber es reicht bei Primaten, die geistig noch im Pleistozän stecken, eben nicht dazu.
Dann musste man sich auf einer anderen Webseite über meine Person auslassen. Was auch wieder aufzeigt, wie unzivilisiert man selbst ist.
Man will sich gar nicht wie ein zivilisierter Mensch verhalten. Die AfD erzieht ja regelrecht ihre Fans zu AfD-Hooligans, die nur wie besoffen von der Tribüne, fahnenschwenkend, aufs Spielfeld grölen und ihre eigene Mannschaft anfeuern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Mannschaft gut spielt oder schlecht, ob sie fair spielt oder foult. Und schmeißt der Schiedsrichter jemanden ihrer Mannschaft vom Platz, weil er schwer gefoult hat, buht man den Schiedsrichter aus. Sie sind nur auf Krawal aus, und bei der AfD darf man so sein.
Wie sagte doch Alice Weidel auf dem Bundesparteitag im Jahr 2017:
„Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.“
Es darf gebolzt werden.
Es ist schon interessant, wie man sich so den Umgang miteinander in der Gesellschaft vorstellt. Als ob eine Gesellschaft so funktionieren könnte.
Und da man die AfD angesprochen hatte, dürfte es sehr wahrscheinlich sein, wen diese Person wählt.
Und wieder mal hat der übliche Verdächtige sich nur versucht rauszureden. Der, der meinte, schon 1992 lag die Privatisdierung deutlich in der Luft, kommt jetzt damit, dass man schon in den 1970 über die Privatisierung der Post geredet hat.
Man redet über vieles, wenn der Tag lang ist. Irgendjemand redet immer.
Fakt ist: Der Gesetzesgeber hat sich erst im September 1993 das erste Mal damit beschäftigt. Dann zu kritisieren, man hätte bis zuletzt verbeamtet, und nicht schon wohl im Jahr 1992 - oder vielleicht sogar in den 1970 Jahren begonnen, damit aufzuhören, zeigt seine Borniertheit. Und wenn zwei Politiker es nicht geschafft haben, dass ihre Parteien sich dem Thema anschließen, dann waren das, mit vielleicht noch einigen anderne Kollegen, Einzelstimmen. Daher ist jetz sein Hinweis auf die 1970er Jahre auch Schwachsinn. Nur weil zwei Politiker etwas bei der Post ändern wollen, hört man nicht mit der Verbeamtung auf.
Und noch eine persönliche Erwiderung zu seiner persönlichen Bemerkung.
1. Es ist mir egal, wie ich ihm gefalle,
2. Wenn er auch nur ansatzweise meint, mir würde ein Mensch gefallen, der, wenn man seine Aussagen widerlegt, einfach nur neue Behauptungen bringt, irrt er sich. Ich würde ja hier mitteilen, was ich von ihm halte, aber das würde heftiger ausfallan als seine Behauptung zu meiner Person. "Er gefällt mir überhaupt nicht", als Gegenantwort zu seiner persönlichen Ansicht, wäre da noch zu milde.
Wir leben immer noch in einem freien Land. Niemand ist verpflichtet, eine bestimmte Zeitung zu lesen, ein bestimmtes Fernsehprogramm zu sehen oder eine bestimmte Webseite, wie der Spacken es anscheinend schon seit Jahren, regelmäßig macht. Wenn seine Abneigung so weit geht, dass er nicht mal zu einem Beitrag sachlich äußern kann, sondern, und er die Person selbst nicht mag, die hier schreibt, da ihm scheinbar so gut wie jeder Beitrag stört, er aber nicht in der Lage ist, sachlich auf den Inhalt eingeht, sondern persönliche Angriffe startet, kann er, das ist in diesem Land erlaubt, diese Seite ignorieren und sich anderen Webseiten zuwenden.
Leute, die sich wie Primaten aufführen, die geistig noch im Pleistozän stecken (zumindest ist ihre Rhetorik so), finden sicher etwas, was besser zu ihrem primitiven Niveau passt. Wie gesagt, niemanden zwingt einen.
Und ich glaube nicht, dass er die Partei wählt, die er behauptet zu wählen. Seine angebliche Wahl ist zwar auch nicht gerade die beste Partei im Bundestag, und es laufen auch in ihr einige verbohrte Köpfe herum, aber solche dummen Sprüche, wie er sie bringt, passen doch eher zur AfD – oder zum BSW. Die sind ja eher für ihre persönlichen Angriffe bekannt.
Das wird ja von den primitiven Primaten, die sich wirklich alle Mühe geben, geistig noch im Pleistozän zu stecken, immer erbärmlicher.
Mich Fotomaus zu benennen, zeigt einfach keine zivilisierte Persönlichkeit, sondern eben eher einen Primaten, der noch in der Steinzeit steckt. Und, er/sie war ja hier nie anders.
Und mir zu unterstellen, meine Ausführungen würden ergeben, ich würde angeblich die CDU wählen, ist auch absurd. Dazu hat er viel zu oft meine Blogbeiträge gelesen, um das ernsthaft glauben zu können.
Und ich habe nie behauptet, dass der Bürger keine Kritik bringen darf. Nur, solange dieser Bürger Aussagen bringt, die man widerlegen kann, und das mit Leichtigkeit, sollte man sich nicht beschweren.
Und sein Einwand, die Pension beinhaltet die Rente und die Betriebsrente, ist auch lächerlich.
Denn:
Nur jeder dritte männliche Rentner bekommt eine Betriebsrente, und bei den Frauen ist es nicht mal jede fünfte.
Die durchschnittliche Betriebsrente bei Männern beträgt dann ungefähr 700 €, bei Frauen ungefähr 380 €.
Die Differenz zwischen den Möglichkeiten eines Rentners und eines Pensionärs ist also immer noch gewaltig.
1. Habe auch ich das Recht, seine Aussage (ich sage bewusst „Aussage“, denn für eine Meinung sollte man erst vorher nachdenken, ob sie denn stimmen könnte).
2. Wenn ich einer Aussage widerspreche, und der Angesprochene kann dann nur – sachfremd – herum pöbeln, gibt er mir im Grunde recht.
Es wäre für mich auch nur ein guter Rat, ihm oder ihr zu empfehlen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die er/sie verarbeiten kann. Wie wäre es, sich von seinen Eltern ein Malbuch schenken zu lassen, dessen Felder er/sie dann auffüllen kann? Vielleicht langweilt er/sie sich dann auch nicht so extrem.
Sicher, ich gebe zu, jeder hat das Recht, sich auch bewusst langweilen zu wollen. Aber mal ehrlich, es gibt doch schöneres, als sich absichtlich (angeblich) zu langweilen.
Und wie er/sie schon selbst erwähnt hat. Es ist ein freies Land. Man muss sich nicht mit einem Blog beschäftigen, den man durch die ganze Länge und Breite langweilig findet und bei dem man schon viele Male den Autor direkt angegriffen hat, ohne dabei auch nur ein Wort über den Inhalt des jeweiligen Beitrages abzugeben.
Ach, noch eine kleine Nachhilfe für den, der Langeweile hat.
Zivilisierte Menschen pöbeln nicht herum, wenn ihnen eine Aussage nicht passt, wie hier bei dem Thema der Pension für Beamte im Vergleich zur Rente, sondern sie machen sachliche Gegenvorschläge. Man könnte z.B. auch versuchen, meine Aussage, dass es nichts bringt, die Beamten in die Rentenkasse einzahlen zu lassen, zu widerlegen, also kundzutun, was nach seiner/ihrer Meinung denn falsch an meiner Aussage ist.
Dazu würde na klar auch gehören, anzugeben, was nach seiner/ihrer Ansicht falsch an meinen weiteren Aussagen, die ich auf seine doch sehr pöbelnden Erwiderungen gegeben habe, ist. Um Grunde müsste er/sie hier erst einmal einiges Aufarbeiten, bis wir zu neuen Meinungen durchstarten könnten.
So würde sich zumindest ein Mensch einbringen, der einen gewissen zivilisierten Standard erreicht hat.
Wow, ich lach’ mich kringelig.
Der einzige Satz , der sich auf meinen Kommentar beruft, lautet: „Was redet der Kogge?“
Das ist nicht gerade viel an einer Erwiderung von dem, was geschrieben wurde.
Ich habe z.B., und das nicht zum ersten Mal, Zahlen genannt.
Der Typ, der bereits behauptet hat, dass der Staat, aus welchen Gründen auch immer, angeblich seit den 1970er Jahren … bringt nun einen Link, in dem der, doch angeblich so unseriöse und inkompetente Staat sich rechtfertigt, warum das eigentlich alles völlig normal ist, und die Pension der Beamten letztendlich nicht höher ist, als die Rente.
Und wieso sollte ich beim Beamtenbund nachfragen, wenn er/sie ständig irgendwelche Behauptungen bringt, aus den 1970ern, von 1992, dann von den Betriebsrenten, ohne auf meine Zahlen einzugehen?
DAS, was der/die hier bringt, ist keine Widerlegung, sondern nur der nächste Versuch, sich selbst nicht festlegen zu müssen, sondern nur zu behaupten, ich liege wieder mal falsch. Diesmal bringt er nicht einmal etwas, das nicht mal groß zu widerlegen ist, weil es nur eine Behauptung des doch angeblich seit mehreren Jahrzehnten versagenden Staates ist, und die Aufforderung, mich bei diesem angeblich so sehr inkompetenten Staat oder beim Beamtenbund, der mit Sicherheit überhaupt kein Interesse hat, das sich irgendwas ändert, zu informieren.
Er/Sie behauptet was, ich zeige die Zahlen auf, dass seine/ihre Behauptungen danebenliegen, und er bringt die nächste Behauptung.
Macht er/sie das in der Kneipe auch so, wenn er am Tresen mit jemandem diskutiert, oder es zumindest versucht, zu diskutieren? Wenn dort jemand seine Aussagen widerlegt, bringt er dann auch immer neue Behauptungen, die man wiederum mit Zahlen widerlegt, und zum Schluss kommt dann: Erkundige dich doch gefälligst dort oder dort?
Eigentlich die große Kunst von AfDlern, anscheinend aber auch von SPDlern, nicht auf das Geschriebene des anderen eingehen, stattdessen immer neue Behauptungen bringen. Und zum Schluss: Erkundige dich doch selbst.
Die AfD-Hooligans machen das auch sehr gerne. Ganz besonders wenn es um die Ursachen des Ukrainekrieges geht: „Erkundige dich einfach mal, wie es angefangen hat.“
Mit solchen Antworten hat man sich dann wunderbar nicht festgelegt.
Und noch eine Randbemerkung:
Es ist mir absolut schnurzpiepegal, ob Sie meine Heimatstadt mögen oder nicht. Und auch wenn ich mich wiederhole: Das hier ist ein freies Land. Da Sie meinen Blog langweilig finden und vor dieser Runde hier nur persönliche Angriffe gestartet haben, und auch jetzt nicht viel besser sind (Fotomaus + angeblich CDU-hörig), warum quälen Sie sich hier, wenn es doch langweilig ist? Müssten Sie sich ansonsten die Zeit mit noch langweiligeren Dingen totschlagen, sodass Sie lieber hier regelmäßig reinschauen, sich langweilen und dumme Sprüche loslassen?
Es ist hier ein freies Land, Sie werden weder von mir noch von niemandem anderem gezwungen, sich diesen angeblich langweiligen Blog durchzulesen, was Sie ja mit sehr großer Ausdauer seit einer gefühlten Ewigkeit machen. Erstaunlich aber, dass anscheinend dieser langweilige Blog für Sie interessanter ist, als das, was Sie ansonsten mit Ihrer Zeit machen könnten.
Ach, wieder nur die weiteren dummen Beschuldigungen..
Jetzt wird behauptet, dass sich bei den Beamten so gut wie nichts ändert, aber wieder wird auf die von mir genannten Zahlen nicht eingegangen.
Der, der für die SPD (Stalking-Partei für Deutschland) denn das macht er ja hier seit Jahren, hat keine Argumente.
Er lernt es eben nicht. Nur Pöbeleien sind kein Argument.
Zuerst bringt er bei den Postbeamten falsche Zahlen. Behauptet, man hätte schon viel früher bei der Post aufhören sollen, mit der Verbeamtung anzufangen, dann hätten wir das ganze Problem der Kostenexplosion bei den Beamten, zumindest bei der Post, nicht gehabt, zumindest nicht so extrem. Wobei es bei dem Problem im Wesentlichen um die Pensionen geht.
Und nun behauptet er, es ist doch völlig egal. Angeblich wären die Pensionen, wenn man alles zusammenrechnet, so gut wie nicht teurer als bei denen, die nur Rente kriegen.
Dann wäre die Frage: Warum der Aufstand.
Es geht hier nicht um die Frage, ob es kostensteigernd ist, dass Beamte einen Kündigungsschutz haben, sie sich also ihres Jobs sicher sind und daher nicht so effizient arbeiten.
Also wirklich: Keine Fakten, nur Behauptungen, die sich sogar widersprechen.
Der Typ oder die Typin scheinen echt froh zu sein, endlich mal von mir bemerkt und angesprochen worden zu sein, damit er/sie meine angeblich langweiligen Ausführungen noch öfters lesen kann.
Und falls er bei dem Buch das Buch über das BGE meint, zeigt er nur, dass er es nicht gelesen hat. Ansonsten hätte er ja auf die Argumente eingehen können und sie widerlegen, was er nicht können wird
Aber, das ist hier nicht das Thema. Aber was interessiert schon ein vorgegebenes Thema, wenn man doch nur in der Lage ist, pöbelnd Rundumschläge zu verteilen?!
Und wen ich angeblich alles hassen soll, echt irre.
Er ist nichts anderes als ein kleiner, dummer kleiner Stänkerer (oder eine kleine Stänkerin), der/die sich bei mir zwar langweilt, aber dabei scheint noch weniger gelangweilt als sonst im Leben. Ansonsten würde er sich ja nicht mit mir Langweiler schon seit vielen Jahren beschäftigen, indem er seit Jahren persönliche Angriffe führt, ohne überhaupt auf Inhalte einzugehen.
Kaufen Sie sich einen Hund, wenn Sie sich nicht anders beschäftigen können.
Wie oft hat er sich alleine nur darüber aufgeregt, dass dieser Blog unter einem Pseudonym geschrieben wird, der immerhin auch beim Finanzamt bekannt ist? Jemand, der dabei schon selbst x verschiedene Namen benutzt hat, und den sogar dabei gendert.
Vielleicht sollte ich mir mal bei Gelegenheit die Pöbeleien, die gegen meine Person gingen, während das Thema selbst selten, wirklich sehr selten, zumindest angedeutet, die ich in den letzten Jahren bekommen habe, in einem Extrabeitrag hier hineinstellen. Mit dem Datum, für welchen meiner Beiträge die Pöbelei gedacht ist. Zumindest seit rund fünf Jahren habe ich sie abgespeichert, die über hundert Pöbeleien, die fast alle sich nur um meine Person drehten, nicht um den Blogeintrag, den ich jeweils gebracht habe. Leider würde das einige Zeit in Anspruch nehmen, die mir eigentlich dieser dumme Dummschwätzer, oder diese dumme Dummschwätzerin nicht wert ist. Aber interessant wäre es schon mal für andere, zu lesen, was für Irre, die anscheinend dringend sich bei einem Psychiater mal auf ein Sofa legen sollten, hier so auftauchen.
Sollen Beamte für ihre Pension in die Rentenkasse mit einzahlen?
Die Antwort lautet: Nein
Kommen wir zu den Arbeitnehmern.
Seit es die Rentenversicherung gibt, zahlen Arbeitnehmer einen Teil des Beitrages ein. 50 % kommen von den Arbeitgebern, 50 % muss der Arbeitnehmer zahlen.
Das hat Tradition und auch die Gewerkschaften haben immer bei ihren Tarifverhandlungen im Blick, was netto bei den Arbeitnehmern hängen bleibt. In guten Jahren versuchten die Gewerkschaften, dafür zu sorgen, dass die Gehaltserhöhungen, inflationsbereinigt, etwas mehr waren, in schlechten Jahren versuchten sie zumindest, dafür zu sorgen, fast einen Inflationsausgleich durchzusetzen.
Bei den Beamten zahlt der Arbeitgeber, also der Staat, damit letztendlich der Steuerzahler 100 % der Pension. Das klingt ungerecht, aber auch das hat Tradition, und selbst wenn es dabei Unterschiede zu privaten Arbeitnehmern gibt, hat man auch dabei immer das im Blick, was bei dem entsprechenden Gehalt (bei Beamten korrekt bezeichnet, der Besoldung,) auch netto im Geldbeutel des Beamten bleibt.
Sollte in Zukunft der Beamte also für seine Pension mit 50 % der Kosten selbst aufkommen und entsprechend in die Rentenkasse (Pensionskasse) einzahlen, müsste sein Bruttogehalt erst einmal entsprechend steigen. Und wer zahlt das Bruttogehalt und wer würde somit die Mehrkosten für die Erhöhung zahlen?
Richtig: Der Steuerzahler.
Da nun die Forderung zu stellen, der Beamte soll auch in die Rentenkasse oder in eine Pensionskasse einzahlen, wäre also ein Nullsummenspiel. Im Gegenteil, es würde sogar noch mehr kosten, da noch ein paar Beamte zusätzlich eingestellt werden müssten, um das zu verwalten.
Die eigentliche Ungerechtigkeit liegt also woanders, und sie liegt in der Pension selbst, die ein Beamter nach seiner Tätigkeitszeit erhält.
Die durchschnittliche Rente betrug 2025 in Deutschland bei Männern 1.405 €, bei Frauen lag sie bei 955 €.
Die durchschnittliche Pension lag 2025 bei 3.416 €.
Da liegt das Problem. Ein Beamter bekommt mehr als doppelt so viel Ruhegeld wie ein Arbeitnehmer.
Das ist, fragt man die KI von Google, zwar nicht ganz 1:1 zu vergleichen, da es einige strukturelle Unterschiede gibt, aber eine wesentliche Differenz zwischen Pension und Rente bleibt auch vorhanden, wenn man sich die Differenzen genauer ansieht.
Dort ist anzusetzen.
Und sollte das Renteneintrittsalter für Arbeitnehmer steigen, was ich für notwendig halte, gilt dies selbstverständlich auch für die Beamten.
Die Diskussionen, die zurzeit im Netz viral gehen, dass Beamte selbst in ihre Renten/Pensionskasse einzahlen sollen, sind, wie leider inzwischen bei politischen Themen meistens, fast nur von Emotionen geleitet, ohne sachliche Grundlage.
Rente/Pension in Deutschland 2025, laut Google-KI:
Wie soll man bei solchen Populisten wirkliche Reformen in Angriff nehmen, wenn die jede Möglichkeit regelrecht sucht, die Gesellschaft spalten zu können, und das dank ihrer hetzerischen Rhetorik und Reichweite auch schafft? Wut ist leichter zu verbreiten als Vernunft.
Wie soll man bei solchen Populisten wirkliche Reformen in Angriff nehmen, wenn die jede Möglichkeit regelrecht suchen, die Gesellschaft spalten zu können, und das dank ihrer hetzerischen Rhetorik und Reichweite auch schafft? Wut ist leichter zu verbreiten als Vernunft.
Alice Weidel hat sich als Retterin der Rente aufgespielt. Sie meint, man könne allen Rentnern 70 % ihres früheren Gehaltes als Rente geben, wenn man nur an den richtigen Schrauben zieht. Ihr Plan erhöht aber das Minus, und damit den Bundeszuschuss um einen weiteren dreistelligen Milliardenbereich. Nochmal um rund die Summe, die der Bund jetzt bereits zusteuert.
Alles Weidel hat die Behauptung aufgestellt, dass es in den Niederlanden auch so funktioniert. Hat dabei aber zwei wesentliche Punkte verschwiegen.
1. In den Niederlanden gibt es 2 % Rentenanspruch pro Arbeitsjahr. Den vollen Rentenanspruch hat man erst nach 50 Jahren Arbeitszeit.
2. Die 100 % sind dann 70 % vom niederländischen Mindestlohn, nicht 70 % von dem jeweiligen Lohn des Arbeitnehmers, der in Rente gehen will.
Ein Grund, warum man in Deutschland Angst hat, wirkliche Reformen durchzuführen, ist der, dass die AfD sehr erfolgreich Populismus anwendet. Gerade Alice Weidel kann das eben besonders gut, aber in der AfD eben nicht nur sie, sondern auch viele andere.
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Und neben Weidels Rentenlüge kann sie auch in anderen Bereichen wunderbar lügen, wie sie letztens bei einer Bürgerfragerunde in Sachen Energieerzeugung gezeigt hat. Da hat sie glatt behauptet, dass Windenergie zu 17 Cent/kW (die Summe hat sie explizit genannt) teurer ist als Atomenergie zu 30 Cent/kW (auch die Summe hatte sie explizit genannt). Als das Publikum sie auslachte, meinte sie noch genervt: „Ja, das ist so.“ (Das Video ist bei YouTube einsehbar)
Wie will man bei solchem Populismus noch vernünftige Reformen anstoßen? Die würden doch mit Lügen und der Reichweite der AfD selbst, und den echtspopulistischen Medien, wie Tichys, NIUS, Epoch Times, mit Lügen in den Dreck gezogen werden.
Merz ist wahrlich kein mutiger und guter Kanzler, aber es ist Fakt: Es ist egal, was die Regierung macht, man würde deren Reformen mit einer Reichweite im Netz zerreißen, dass es nur der AfD, die die populistische Hetze anführen würde, helfen würde.
Wer will da in Sachen Rente und Gesundheitsreform denn dann wirklich wagen, die notwendigen Reformen durchzuführen?
Bei der Rente reichen bereits simple Grundkenntnisse in der Mathematik, um zu wissen, dass man nur zwischen vier Mitteln wählen kann.
1. Wir sterben früher.
Oder
2. Wir arbeiten länger.
Oder
3. Wir verbieten Verhütungsmittel. Der starke Geburtenrückgang kam mit dem Pillenknick.
Oder
4. Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt erhöht sich, womit aber notwendige Gelder für die Zukunft dieses Landes (Ausgaben für Infrastruktur, gezielte Wirtschaftsförderung) fehlen würden. 1970 betrug der Zuschuss aus dem Bund für die Rente rund 12 % des Bundeshaushalts. Heutzutage sind es rund 24 %. Das ist schlichtweg für die Zukunft des Landes und für die zukünftige Bevölkerung ungesund.
Das Verhältnis Beitragszahlern und Rentenempfängern hat sich seit den 1960er Jahren drastisch verschlechtert.
Und die Leute leben einfach länger, womit sich die Zeit, die jemand Rente bekommt, mehr als verdoppelt hat.
Außerdem haben in den 1960er Jahren viel weniger Schüler ein Abitur gemacht und sind dann noch studieren gegangen. Damals sind viele junge Menschen viel früher in die Lehre und damit in einen Beruf eingetreten.
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Zum Gesundheitswesen bleiben eigentlich auch nur wenige Möglichkeiten.
1. Benötigen wir wirklich 93 gesetzliche Krankenkassen, mit Vorständen und jeweiliger Administration?
2. Wie wäre es damit, private Krankenkassen zu verbieten? Das Gesundheitswesen ist eine solidarische Angelegenheit, in die jeder in eine gesetzliche Krankenkasse einzahlen sollte. Dann wäre auch ausreichend Geld für die jetzigen Standardleistungen vorhanden.
Will jemand Zusatzleistungen, egal ob beim Zahnarzt, einem anderen Arzt, oder im Krankenhaus (von einer OP durch den Chefarzt bis zur goldenen Bettpfanne), kann man ja Zusatzversicherungen bei Versicherungsgesellschaften abschließen. Je nach Bedarf und Geldbeutel, wie es heutzutage auch bereits möglich ist.
Wie soll man bei solchen Populisten wirkliche Reformen in Angriff nehmen, wenn die jede Möglichkeit regelrecht sucht, die Gesellschaft spalten zu können, und das dank ihrer hetzerischen Rhetorik und Reichweite auch schafft? Wut ist leichter zu verbreiten als Vernunft.
Die neue Behauptung der AfD: Sie verspricht den Rentnern 70 % Rente, von ihrem Nettogehalt aus gerechnet. Alice Weidel hat letzten Monat darauf laut in einer Rede mit dem Hinweis gepocht, dass es in den Niederlanden üblich ist, und was die können, kann Deutschland ja wohl auch.
Außerdem behauptet sie, die Durchschnittsrente in Europa beträgt 70%.
Sie vergisst aber die wesentlichen Unterschiede, die Alice Weidel einfach unterschlägt.
Kommen wir zu dem Beispiel, das Alice Weidel explizit angesprochen hat: zu den Niederlanden.
Die staatliche Rentenversicherung sichert nach 50 Jahren Einzahlung die volle Rente zu, die 70 % des Netto-Mindestlohnes in den Niederlanden beträgt. Bei Ehepartnern würde jeder 50% des Netto-Mindestlohnes geben.
Was in den Niederlanden darüber hinausgeht, sind Tarifvereinbarungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die meisten Unternehmen sind solchen tariflichen Verpflichtungen eingegangen und die Beschäftigten sind dann auch verpflichtet, sich entsprechend daran zu beteiligen. Das eingezahlte Geld wird dann am Kapitalmarkt angelegt.
DAS erzählt Alice Weidel dabei nicht. Wenn die AfD die Tarifhoheit abschaffen will und eine Einheitsgewerkschaft unter Aufsicht des Staates errichten will, klingt das sehr nach DDR oder 3. Reich. Was Alice Weidel aber auch nicht sagt. Das die betriebliche Altersversorgung in Deutschland nur sehr schwach ausgeprägt ist, liegt an den Tarifpartnern.
Die Frage stellt sich nicht nur bei den Benzin- und Dieselpreisen, sondern grundsätzlich. Sind die Deutschen noch bereit, sich einzuschränken, und flexibel zu sein, wenn das Land in Not gerät, und die Regierung die Probleme selbst nicht beheben kann, da die Probleme nicht die Regierung verschuldet hat?
Es fehlen Benzin und Diesel, und überhaupt Erdöl, um Benzin und Diesel herzustellen, was den Preis dafür explodieren lässt. Im Jahr 1973 war es der Nahostkonflikt, da die arabischen Erdölförderstaaten ein Lieferembargo gegen alle Länder, die Israel unterstützten, beschlossen. Jetzt ist es der Krieg USA und Israel gegen den Iran, der die Lieferung von Erdöl ausfallen lässt, bzw. stark einschränkt.
Was beschloss die damalige Regierung der BRD, um der Krise zu begegnen?
1. Es gab ein Sonntagsfahrverbot
2. Es gab ein Tempolimit für sechs Monate (bis März 1974) auf Autobahnen (100km/h) und Landstraßen (80 km/h).
3. Es gab finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Haushalte als Heizkostenzuschuss, da damals rund 50 % der Haushalte mit Öl heizten.
4. Der Staat rief die Bevölkerung zu freiwilligem Energiesparen auf, durch Senken der Raumtemperatur und durch das Vermeiden von unnötigen Fahrten. Damals gab es sicher auch Leute, die meckerten, aber es war eine kleine Minderheit. Heutzutage würde das soziale Netz vor Wut auf die Regierung, wegen solcher Einschnitte, brodeln wie ein Hexenkessel.
Heutzutage scheint so etwas unzumutbar zu sein, wie man schon 2022/23 sah, als der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck ähnliche Vorschläge machte. Die Seele des Wutbürgers kochte 2022/23 über. Die Deutschen scheinen keine Krise mehr ertragen zu können. Der Staat hat alles zu regeln, ohne dass der Bürger Einschnitte erleben muss. Einige AfD-Abgeordnete sprachen sich in den sozialen Medien sogar dafür aus, nun erst recht viel zu duschen. Aus Protest, und viele teilten das und schlossen sich dem an. Drei Duschköpfe als Symbol bei dem Accountnamen anzugeben, grassierte in den sozialen Netzwerken.
Als jetzt das Thema Tempolimit mal kurz angeschnitten wurde, kochte in den sozialen Medien das teutonische Blut vor Wut schon über. Hätte man noch das Thema Raumtemperatur gebracht, wäre es wohl zu großen Demonstrationen gekommen.
Die nächste Frage wäre: Warum ist man nicht bereit, seine Fahrgewohnheiten umzustellen? 1973 ging es. Viele gründeten Fahrgemeinschaften, um zur Arbeit zu fahren. Man kann auf das Deutschland-Ticket wechseln. Sicher, die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel sind auf dem Land begrenzt, aber vielleicht können ja dort eben Fahrgemeinschaften gegründet werden. Damals ging es auch, und ja, auch damals gab es einige, die keine der Möglichkeiten hatten. Aber bei vielen ging es.
Heutzutage reicht es nur für eine Reduzierung der Benzinsteuer, damit das Fahren nicht ganz so teuer ist. Aber von Einschränkungen, Flexibilität, redet keiner. Für mehr ist die Bevölkerung scheinbar nicht bereit. Die Wohlfühlblase darf keine Schrammen bekommen.
Kann man dem Teutonen nichts mehr zumuten? Sind wir zu verweichlicht, oder wollen wir einfach nicht mehr vernünftig sein? Wir wollen uns nichts vorschreiben lassen, und freiwillig können sich ja die anderen einschränken: „Ich nicht, eher dusche ich sogar noch länger, um der Gemeinschaft zu zeigen, dass ich mir nichts sagen lasse.“
Und die AfD würde wieder der Regierung die Schuld geben. Einfach nur, weil sie genau weiß, ihre Fans klatschen Beifall. Auch wenn die Regierung nichts dafür kann. Es würde der AfD nur um Stimmungsmache gehen, und viele AfD-Fans zeigen im Netz, dass sie Spaß daran haben, sich wie pubertäre Jugendliche auszulassen.
Dieses Land ist echt kaputt. Daran hat aber im Wesentlichen die AfD die Schuld, die jede Krise nur dazu nutzt, um Stimmung gegen die Regierung zu machen. Jörg Urban hat sich mal auf X regelrecht sehr stolz darüber gezeigt, dass die AfD es geschafft hat, die Gesellschaft zu spalten, sie von der Mitte weg zu den beiden Polen getrieben zu haben.
Er war stolz darauf, dass die AfD es geschafft hat, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schwächen. Und die AfD-Hooligans schwingen dann noch, als wären sie besoffen, große Deutschlandfahnen auf Autobahnüberführungen. Auch wenn solche Maßnahmen die Autofahrer ablenken und die Unfallgefahr daher erhöht wird.
So pubertär, wie sich ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung verhält, ist es kaum noch möglich, vernünftige Politik zu betreiben, was der AfD wiederum Auftrieb gibt. Und die AfD-Hooligans berauschen sich geradezu daran, dass die Gesellschaft, durch die AfD immer weiter zerfällt, sie von der Mitte weg zu den beiden Polen getrieben wird.
Seit Wochen treibt sich ein Wal in der Ostsee herum, der bereits mehrmals im besonders flachen Wasser gestrandet ist. Eindeutig ist er krank, auch sein Navigationssystem scheint gestört zu sein. Schon mehrmals haben die Menschen versucht, ihn wieder ins tiefere Wasser zu befördern, aber immer wieder strandet er im flachen Wasser, anstatt den Weg zurück in die Nordsee zu finden.
Es schwappt eine regelrechte Welle der Empathie durch die sozialen Netzwerke, die manchmal allerdings sehr skurril ist und irritierende Vergleiche bringt, die, wenn man sie wörtlich nimmt und entsprechend antwortet, wiederum bei einigen Menschen zu irritierenden Antworten führen. Aus dem Text und an anderen Beiträgen in dem Netz erkennt man eindeutig, dass es AfD-Hooligans sind, die den moralischen Kompass total verloren haben.
Ich bringe hier ein Beispiel, das mir passierte, als Timmy das zweite Mal gestrandet war, und man bereits mit schwerem Gerät versucht hatte, ihn wieder ins tiefere Wasser zu befördern.
Teilnehmer der Runde:
Person A. Eindeutig vom Namen her im Netz, weiblich.
Person B: Eindeutig von Namen her im Netz, weiblich.
Meine Wenigkeit.
Es ist nicht wortwörtlich hier verewigt, da ich nicht mehr in der Lage bin, dieses schriftliche Gespräch lesen zu können. Näheres darüber später.
Person A:
„Ach, das arme Tier. Man versucht es ja zu retten, allerdings eben nur mit behelfsmäßigen Mitteln, da kein ausreichendes Geld für so eine Rettungsaktion vorhanden ist. (Man hatte zu dem Zeitpunkt schon versucht, mit einer Art Schwimmbagger eine Fahrrinne zu einer tieferen Stelle zu graben.) Für die Ukraine und für Migranten werden Milliarden ausgegeben. Aber für die Rettung eines so armen Tieres scheint nicht ausreichend Geld vorhanden zu sein.“
Ich:
„Es ist schon verrückt, sich zu beschweren, dass man angeblich einen Wal nicht mit ausreichenden Mitteln versucht zu retten, aber die Hilfe für Menschen, deren Land angegriffen wurde, und für Menschen, die geflohen sind, da ihr Land (bei Syrien eindeutig auch mit Putins Hilfe) zerstört wurde, für unangemessen zu sehen. Bei notleidenden Tieren in Tränen ausbrechen, bei notleidenden Menschen gleichgültig die Schultern zucken.“
A. antwortete darauf nicht, aber B., die bis jetzt nicht dort aufgetreten war, meinte, mich ansprechen zu müssen.
Person B:
„Menschen sind für die Scheiße, die ihnen passiert, selbst schuld.“ Tiere müssen in der Umwelt zurechtkommen, die wir Menschen durch unsere Gleichgültigkeit zerstört haben. Daher hat man den Tieren zu helfen, die Menschen dagegen haben selbst Schuld.“
Ich:
„Das klingt so, als ob Sie meinen, dass, sollte ich bei uns durch den Stadtpark gehen und sehen, wie eine kleine Katze in eine kleine Konservendose getreten ist, und ihr Bein nicht mehr dort herausbekommt, weil der Deckel der Dose nach innen gedrückt ist, und daher in das Bein schneidet, wenn die Katze versucht, das Bein aus der Dose zu ziehen, und gleichzeitig ich mitbekomme, dass ein paar Männer Sie ins Gebüsch zerren, ich der Katze helfen sollte, statt Ihnen?“
Person B:
„Was ist das denn für eine bescheuerte Ansicht?“
Ich:
„Ich folge nur Ihrer Logik und Argumentation: Tieren helfen zu müssen, da sie durch unsere Gleichgültigkeit (hier eine leere, kleine, weggeworfene Konservendose) leiden, während Menschen für die Scheiße, die ihnen passiert, selbst verantwortlich sind, und somit selbst damit klarkommen müssen.
Und da ihnen scheinbar die Not von Menschen egal ist, sie aber voller Empathie gegen Tiere in Not sind: Wie ist es eigentlich bei Ihnen, wenn Sie im Supermarkt einkaufen? Brechen Sie dann auch jedes Mal in Tränen aus, wenn Sie aus der Kühltruhe ein eingeschweißtes Stück Fleisch herausholen, das mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Tier stammt, das sein Leben lang in Massentierhaltung gehalten wurde und sein Leben lang leiden musste? Auch Sie dürften die Bilder kennen, wie oft Tiere, egal ob Rinder, Schweine, Hühner, Puten usw. gehalten werden.“
Person B:
„Was fällt ihnen überhaupt ein, sich in meine Timeline zu mischen und mich vollzuquatschen?“
Ich:
„Darf ich Sie, selbstverständlich in aller Höflichkeit, daran erinnern, dass Sie mich angequatscht haben, nicht ich Sie? Ich habe A., dessen Timeline das ist, geantwortet, Sie haben dann mich vollgequatscht.“
Person B:
„Ach, heul doch.“
Ich:
„Wow. Sie labern mich voll, beschweren sich dann, als hätte ich sie angesprochen. Sie bringen eine Logik und Argumentation, und wenn ich diese in reale Szenarien stecke, halten Sie das auf einmal für absoluten Quatsch. Und dann kommt noch der Spruch: Heul doch. Merken Sie selbst nicht einmal, wie bescheuert Ihre Ansicht ist, selbst wenn ich das mit einem konkreten Beispiel verdeutliche? Merken Sie selbst nicht einmal, dass Ihr Verhalten hier eher einem Primaten ähnelt, der geistig noch im Pleistozän steckt?“
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Tja, darauf hat sie scheinbar ihren ersten Beitrag gelöscht, und somit, wie es aussieht, das ganze folgende Gespräch, das an ihrem ersten Beitrag angehängt gewesen war. Auch eine von diesen Personen, die einfach nur pöbeln können, und sich dabei wohl auch noch toll finden.
Es ist wirklich irre. Immer mehr Menschen scheinen nur noch in der Lage zu sein, auf primitive Art und Weise sich in den sozialen Netzen zu äußern. Und sie seinen sogar stolz darauf zu sein. Ansonsten würden Sie sich ja wohl nicht so verhalten.
Fremde Menschen, Migranten, die Ukrainer, ja, Menschen überhaupt, haben gefälligst für sich selbst zu sorgen. Es sind Menschen, und Menschen sind für ihre Scheiße, in der sie stecken, selbst schuld. Aber wenn sie (die Person B) in Not gerät, soll ich ihr wohl helfen. Davon gehe ich mal fest aus. Dabei ist sie für mich auch nur ein fremder Mensch.
Bei dem Wal Timmy heult sie sich die Augen aus. Aber sollte man die Tierhaltung in Deutschland per Gesetz verbessern wollen, um das Leiden in der Massentierhaltung zu verringern, würde Person B wohl auf die Barrikaden gehen.
Donald Trump droht, damit, mit den USA aus der NATO auszutreten. Die Begründung dafür lautet nun, die europäischen Verbündeten würden sich weigern, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen.
Dazu sind folgende Punkte zu klarzustellen:
1. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Es wurde kein NATO-Land angegriffen, sondern ein NATO-Land (die USA) hat selbst ein anderes Land angegriffen. Und das entgegen dem Rat der eigenen Generäle und ohne die Verbündeten vorher zu konsultieren, ob diese sich an dem Krieg beteiligen werden, selbst wenn es kein Verteidigungsfall ist.
2. Die USA sind der Angreifer, den man, laut Trump, unterstützen soll.
Wären die westeuropäischen Staaten im März 2022 (oder danach) der Ukraine, die selbst angegriffen wurde und sich daher gegen Russland verteidigen muss, mit direkter Unterstützung durch Einsatz eigener Truppen zu Hilfe geeilt, hätte der zu dem Zeitpunkt amtierende US-Präsident, und dabei wäre es unerheblich, ob es Joe Biden gewesen wäre oder bereits Donald Trump, keine Truppen geschickt, um uns zu helfen. Sie hätten uns, wie es jetzt auch Trump uns gegenüber behauptet, im Stich gelassen.
3. Auch Trumps Behauptung, wir würden eine freie Meerenge Hormus benötigen, also sollten wir diese selbst freikämpfen, da die USA diese nicht benötigt, ist eine Frechheit. Die USA haben das Porzellan zerschlagen, das zu der Sperre der Meerenge geführt hat, und Trump verlangt, wir sollen dann die Scheiße beseitigen, die er verursacht hat.
Trump benimmt sich nicht wie ein Verbündeter, sondern er behandelt Westeuropa so, wie die Sowjetunion den Warschauer Pakt behandelt hat. Als wäre er der Befehlsgeber und der Rest nur Vasallen, die zu gehorchen haben.
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So bitter es klingt: Europa steht so ziemlich alleine da. Daher muss Europa noch enger zusammenrücken. Nationale Einzelinteressen der einzelnen Länder müssen zurückgeschraubt werden. Wir benötigen eine wahre Union, die „Vereinigten Staaten von Europa“.
Ansonsten werden wir von den großen Staaten dieser Welt ausgezählt, und man wird uns gegenseitig ausspielen.
Alice Weidel behauptet, wir werden von Trotteln regiert. Und Sie meinte es:
1. wegen der Migrationspolitik. Das Standardthema der AfD,
2. Weil wir uns energietechnisch und sicherheitstechnisch angeblich in einer Sackgasse manövriert haben.
Zu Punkt 1.
Das altbekannte Thema der AfD. Es ist halt das Thema, bei dem man am besten Hass streuen kann. Man schafft ein „Ichgefühl“ bei der Bevölkerung, und der Feind sind die anderen, die, die nicht zu uns gehören. Das schweißt zusammen. So schart man die Bevölkerung hinter sich. Das wussten schon der argentinische Präsident Leopoldo Galtier, Margaret Thatcher, und sogar schon Oktavian, der, als er Krieg gegen Markus Antonius führen wollte, bewusst nicht diesem „Römer“ den Krieg erklärte, sondern der ägyptischen Pharaonin Kleopatra und ihrem Land.
Dabei hat Alices Weidels Lieblingspräsident (Putin) in den letzten zehn Jahren für die größten Flüchtlingsströme nach Deutschland gesorgt. Die meisten Flüchtlinge kamen aus Syrien und aus der Ukraine
Zu Punkt 2.
Geht sie auf die hohen Spritpreise ein und auf die neue, unsichere Lage, dadurch, dass Israel und die USA den Iran angegriffen haben, und dieser sich auch dadurch wehrt, dass er die Straße von Hormus blockiert? Weidels Credo dabei: Hätten wir nicht die Energiezufuhr mit Russland gekappt, hätten wir die Probleme jetzt nicht. Wobei bei der Erdgaslieferung Putin die Lieferungen eingestellt hat. Nicht wir.
Aber kommen wir zum Öl.
a) Selbst russisches Öl, wenn wir es noch aus Russland kaufen würden, hätte den Preissprung gemacht. Dass Russland schon immer etwas preiswerter war als das meiste andere Öl, lag daran, dass es eine schlechtere Qualität hat.
b) Vergisst Alice Weidel bei der ganzen Sache, dass ihr Zweitlieblingspräsident (nach Putin) den Krieg vom Zaun gebrochen hat? Ohne die „Verbündeten“ (auf einmal nennt Trump uns wieder so) zu informieren und zu konsultieren, was wir davon halten.
c) Alice Weidel weiß, warum wir die Öllieferung aus Russland so gut es geht eingestellt haben. Ihr Mantra: Es ist nicht unser Krieg, wenn mitten in Europa ein brutaler Eroberungskrieg abläuft, der nicht nur gegen die UN-Charta verstößt, sondern auch das Helsinki-Abkommen mit der KSZE-Akte bricht, ist schlichtweg falsch.
Es ist unsere Sache, wenn mitten in Europa ein brutaler Eroberungskrieg geführt wird. Und er ist es nicht nur wegen der Ukraine unser Krieg, da Putin deutlich gemacht hat (mit Trump muss er sogar explizit darüber gesprochen haben), dass er die alte UdSSR, wenn auch unter einem anderen Namen, wiederherstellen will. Dieses sagte nämlich Trump in einem Interview. Genau sagte er, hätte er Verständnis dafür, dass Putin dieses gerne möchte.
Niemand hat damit gerechnet, dass Donald Trump, mit Israel zusammen, so einen Angriff startet. Einen Angriff, den auch die Militärexperten in den USA für idiotisch halten. Trump soll sogar von den entsprechenden Geheimdiensten und Militärangehörigen davor gewarnt worden sein.
Im Sommer hatte Trump noch großmäulig erklärt, dass die Anlagen für das Atomprogramm völlig zerstört worden sein sollen, und nun bricht er einen völlig undurchdachten Krieg vom Zaun, dessen Risiken er nicht abgewägt hat und die Warnungen der Fachleute wegwedelte. Trump meint nun einmal, er ist das Genie, er weiß alles besser.
Donald Trump, dem in der AfD nicht nur, aber im Besonderen Alice Weidel hinterhergesabbert hat. Und nun soll die Bundesregierung aus Idioten bestehen, weil sie sich angeblich in eine Sackgasse manövriert hat? Alice Weidel ist die Verlogenheit in Person.
Alice Weidel erwartet, dass die Bundesregierung, und eine AfD-Regierung würde es machen, nur die eigenen Interessen konsequent im Auge hat. Nur die Interessen Deutschlands. Trotzdem hat Alice Weidel nicht aufgehört, hinter Trump hinterherzusabbern. Selbst als Trump Zölle gegen uns erhoben hat. Es ist sicher nicht in deutschem Interesse, was ihr Zweitlieblingspräsident da beschlossen hat. Es scheint ihr das eigene Credo, „jeder kämpft nur für den eigenen Vorteil“, so wichtig zu sein, dass sie ihn sogar bejubelt, wenn jemand damit, wie es Trump macht, Deutschland schadet.
Es geht Alice Weidel, wie immer, darum, der deutschen Regierung die Schuld für Dinge zu geben, für die die Regierung nichts kann. Es geht ihr nur darum, gegen die Regierung zu hetzen, sie schlechtzureden, und genauso wie Trump, immer die Schuld den anderen zuzuschieben, damit sich das, nach dem Lehrsatz von Gustave Le Bon (schon Joseph Goebbels soll sein Buch „Psychologie der Massen“ ausgiebig studiert und seine Propaganda entsprechend ausgerichtet haben), dem Volk regelrecht eintrichtern kann.
Es geht ihr um das, was Jörg Urban ja lobend den Erfolg der AfD nennt, die Gesellschaft zu spalten. Und auch Beatrix von Storch hat deutlich gesagt, dass das das Ziel ist: „Den Keil in die Mitte der Gesellschaft einschlagen.“
Sie machen das, was Trump im Wahlkampf und auch ansonsten ständig gemacht hat und macht. Die anderen in den Dreck ziehen und sich selbst in den Himmel loben.
Und wohin hat das die USA unter Trump geführt? Die „Verbündeten“ wissen nicht, ob sie sich mehr um Russland Sorgen machen müssen, sondern eher über Trump, der immerhin schon mal Grönland und Kanada in die USA einverleiben wollte, und diese Ideen noch nicht aufgegeben hat.
Aber was mit Kanada und Grönland passiert, ist sicher auch der Alice Weidel egal, sie gehören ja nicht zu Deutschland. Ihr sollte aber zumindest nicht egal sein, wie man auf ein Land reagiert, dessen Präsident eindeutig verkündet: „Wir interessieren uns nur für uns selbst, und Ihr seid im Zweifel nur dazu da, um uns zu gefallen und, wenn wir es wünschen, uns zu gehören.
Jedem sollte klar sein, wie die Welt aussehen würde, wenn alle Staaten so denken würden.
Ich will gar nicht leugnen, dass auch mir der Gedanke nicht gefallen würde, die Iraner würden Atomraketen haben. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass es Trump in erster Linie nicht darum geht. Ich befürchte eher, seine Gründe sind folgende, in der Reihenfolge der Wichtigkeit.
1. Von den Epstein-Files ablenken.
2. Ein amerikafreundliches Regime installieren, um am Ölgeschäft und an der Modernisierung der Ölindustrieanlagen viel Geld, sehr viel Geld zu verdienen.
3. Atomprogramm der Iraner ausschalten.
4. Demokratie und Frauenrechte, wie Trump behauptet? Die nur, wenn sie für Punkt 2 und 3 nötig sind.
Ach, einen Punkt habe ich vergessen. Kann es sein, dass der "weise🤢" Friedensrat entschieden hat? Saudi-Arabien und die VAE sind Mitglieder. Wie viel kostet es, nicht an die USA, sondern an Trump (über Scheinfirmen oder durch riesige Geschäftsversprechen an Trump und seine Freunde) Geld zu zahlen, damit eine wirtschaftliche, militärische und religiöse Konkurrenz ausgeschaltet wird?
Ist nicht der Friedensrat, dessen Vorsitzender, der einzige, der ein Veto bei einer Entscheidung einlegen kann, Trump ist, zumindest solange Trump Präsident der USA ist, ein Club von Herrschern, die dort sind, da sie Eigeninteressen, am Völkerrecht, vorbei haben?
Und welche Interessen hat Trump, außer Macht zu haben und den Wunsch, noch viel reicher zu werden, sonst noch? O. K., vielleicht noch einen großen Big Mac jeden Tag, aber sonst?
Was war mit Venezuela?
Da hat Trump groß getönt, es gehe um die Drogenkartelle, die die Drogen nach Amerika bringen würden. Etwas, was nur sehr begrenzt stimmte, da die venezolanischen Drogenkartelle im Wesentlichen nach Europa liefern. Die Hauptdrogenlieferanten von Drogen in die USA sitzen in Kolumbien.
Aber egal. Nach dem Maduro gefangen genommen worden war und in die USA entführt wurde, ging es Trump in Venezuela auf jeden Fall nur noch um Öl. Öl und noch mal Öl. An denen die USA, und insbesondere Trump, seine Familie und seine Freunde, mitverdienen wollen.
Für mich fühlt sich der sogenannte Friedensrat, gerade auch wenn man bedenkt, wer bestimmt und wer in dem erweiterten Vorstand, durch Trump eingesetzt, sitzt, wie eine internationale Mafiaorganisation an. Und der Pate dieses Ladens ist Trump.
Fehlt nur noch, dass XI eine ähnliche Organisation gründet. Vielleicht mit den kleinen Staaten westlich von China, die früher zur UdSSR gehörten, und mit einigen afrikanischen Staaten, und vielleicht wollen auch einige aus Südamerika gerne mitmachen, um sich vor dem Adler aus dem Norden unter die schützende Decke der chinesischen Mafia-Struktur zu legen.
Und dann kommt noch Putin und gründet so eine Organisation. Mit Nordkorea als Mitglied, Kasachstan, und vielleicht auch mit einigen afrikanischen Staaten.
Der UNO-Sicherheitsrat funktioniert nicht mehr, da immer öfters mindestens eine Vetomacht ihre Interessen über das Völkerrecht stellt. Da kommt denen, die meinen, stark genug zu sein, doch die Idee, einen ganz persönlichen „Friedensrat“ zu gründen, der nur die eigenen Interessen vertritt, sehr gelegen – und es schwächt gleichzeitig die UNO gesamt gesehen.
Man ist bereits dabei, die Einflussgebiete abzustecken. Und bald sind wir dann vielleicht bei George Orwells „1984“, bei dem drei Staaten die Welt beherrschen, aber auch damit nicht genug haben und sich daher gegenseitig bekriegen.
Da könnte man sich fast schon wieder nach Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ sehnen. Dabei hat diese sterile Gesellschaft mich früher noch mehr abgeschreckt als Orwells „1984“.
Und wenn man so sieht, wie viele Menschen Trump, Putin und Xi verehren, könnte man glatt das Gefühl bekommen, nicht wenige sehnen sich geradezu danach, die Welt brennen zu sehen.
Zurück zum Iran:
Ich würde den Iranern ja eine demokratische Regierung wünschen, und eine Gesellschaft, in der die Frauen wieder die Freiheit haben, wie vor der iranischen Revolution. Aber ich glaube nicht an deren Verwirklichung. Zumindest nicht in nächster Zeit. Ich hoffe, dass ich mit meinem Glauben zu pessimistisch bin und dass ich mich mit meinem Pessimismus täusche. Aber Trump ist sicher nicht derjenige, der der iranischen Bevölkerung helfen möchte. Wenn er jetzt wieder zum Widerstand aufruft, dann nur, weil er, aus Eigennutz, die iranische Regierung schwächen möchte und sie, wenn es ganz gut für Trump läuft, gegen eine Regierung ausgetauscht sehen will, die eine amerikafreundliche Politik betreibt.
Die AfD schürt Angst. Es geht ihr nur um Emotionen, nicht um Sachlichkeit. Auch in Baden-Württemberg.
Ungefähr 30 % der Beschäftigten und der Produktion der deutschen Autoindustrie liegen in Baden-Württemberg. Die Autoindustrie in Deutschland hat Probleme, die internationale Konkurrenz, besonders aus China, wird immer größer.
Der Exportanteil der deutschen Autoindustrie liegt bei 78 %. Das heißt, von fünf produzierten Autos gehen vier in den Export.
Fragen wir die Google-KI, wie der Anteil von E-Autos im Bestand und in der Zulassung auf in wichtigen nationalen Automärkten.
Der Trend geht eindeutig zu E-Autos.
Der größte Automarkt ist China. China hat einen hohen E-Autoanteil bei Neuzulassungen. Deutschland verliert an Marktanteilen.
China produziert rund 70 % der weltweiten E-Autos. 10–15 % der in China produzierten E-Autos werden exportiert. 85–90 % bleiben somit im Land. Deutschland verliert China als Automarkt. Fast jeder zweite Wagen in China, der zugelassen wird, ist ein E-Auto.
Das belastet zwar an erster Linie nicht unsere Exporte, aber die deutschen Firmen in China verlieren massiv an Marktanteilen, da die Chinesen immer öfters chinesische Marken kaufen, was die deutschen Konzerne trifft. Treffen tun uns auch die Exportsteigerungen, die China bei PKWs hat. Wir verlieren Marktanteile in anderen Ländern.
Die gesamte EU produziert gerade einmal rund 14 % der weltweiten E-Autos. Insgesamt. Das ist gerade einmal doppelt so viel, wie China alleine an E-Autos exportiert.
Und die AfD schürt die Angst vor einem Verbrenner-aus, das in 9 Jahren greifen soll. Die AfD redet den Angestellten in der Autoindustrie ein, dass Deutschland weiter auf den Verbrenner setzen soll.
Wir haben Probleme, aber statt zukunftsorientierte Lösungen zu bringen, zeigt die AfD zurück, in die gute alte Zeit, in der alles (angeblich) besser gewesen war. Deutschland, war, hinter den USA, das große Land der Autoproduktion, und so soll es bleiben, mit alten Mitteln (Verbrennungsmotoren). Unsere Autoindustrie hat einen Trend verschlafen. Dadurch sind wir ins Hintertreffen geraten, und nun brüllt die AfD: Vergesst den Trend, bleibt bei dem Altbewährten. Dabei ging es uns doch gut.
Wir waren eine Autoproduktionsweltmacht (in einer Zeit, als China noch ein Land der Bauern war). Aber diese Zeit ist vorbei – und wird nicht mehr wiederkommen. Wir können uns nicht an alte Ideen festhalten, wie es die AfD versucht.
Die AfD ist somit sicher nicht die Lösung. Wollen wir mehr exportieren, müssen wir andere Mittel finden. Die Quote vom Export zum eigenen BIP liegt z.B. bei Luxemburg bei über 200 %.
Das geht nicht, oder es klingt wie eine Trump-Rechnung? Nein, es ist wahr. Die AfD schürt Angst vor der Endindustrialisierung in Deutschland. Aber Luxemburg exportiert mehr Werte, als es selbst herstellt.
Japan und China haben einen größeren Anteil des verarbeitenden Gewerbes beim BIP als Deutschland, die anderen liegen alle hinter uns. Frankreich und die USA liegen bei fast der Hälfte.
Wir müssen umdenken, nicht an alten Zöpfen (früher war alles besser) festhalten, wie es die AfD immer wieder propagiert. Das deutsche System der exportorientierten Industrie war erfolgreich, aber nun müssen wir umdenken.
Die AfD ist nicht nur in der Gesellschaftsfrage zu sehr auf die Vergangenheit fokussiert, sondern auch bei ihren Wirtschaftsvorstellungen.
Die AfD nutzt die Angst der Menschen vor Veränderungen aus, und weist auf die gute alte Zeit zurück. Wie gut ging es uns mit Verbrentnerautos. Vor 150 Jahren hätte sie beim gleichen Thema wohl propagiert: „Wie gut ging es uns mit Pferdedroschken.
Während die Regierngsparteien zwar nicht auch nach hinten schauen, aber ihr der Mut fehlt, wirklich Reformen anzustoßen. Vieles wird zerredet, bis ein viel zu kleiner gemeinsamer Nenner herauskommt. Dabei zeigt eine Studie, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich durchaus bewusst ist, dass Reformen, auch im Sozialstaat, notwendig sind.
Mit ihrer Mutlosigkeit verspielt die Regierung Vertrauen, wodruch das unsachliche Emotionsgedudel der AfD sich verfängt. Leider.
Alice Weidel hat im Januar 2026 in einer Rede im Deutschen Bundestag verkündet, dass, sollte die AfD an die Regierung kommen, Deutschland in den Friedensrat, den Donald Trump gegründet hat, Mitglied werden wird.
Mitglied eines Friedensrates, dessen Aufnahmegebühr eine Milliarde Dollar betragt.
Mitglied eines Friedensrates, in dem Donald Trump auf Lebenszeit der Vorsitzende ist.
– Donald Trump bestimmt, wer sein Nachfolger wird.
– Donald Trump alleine ein Veto bei Abstimmungen hat.
Und wer ist es, der im Grunde dort bestimmt? Wer ist Donald Trump? Es ist derjenige, der:
– Kanada zu zwingen versucht, der 51. Bundesstaat der USA zu werden. Der dabei sogar schon mal militärische Mittel als Option gesehen hat, diese aber schnell wieder zurücknahm, sondern deutlich machte, wirtschaftlichen Druck ausüben zu wollen.
– Grönland längere Zeit damit gedroht hat, es zu annektieren, sollte die USA diese Insel nicht auf andere Art, z.B. durch Kauf, erhalten.
– Boote, die aus Venezuela kamen, im Golf von Mexiko, in internationalen Gewässern, einfach versenkten ließ und deren Besatzung töten, nur auf den Verdacht hin, sie würden Drogen in die USA schmuggeln.
– den Präsidenten von Venezuela, da dieser angeblich den Drogenschmuggel von Venezuela in die USA unterstützt, entführte und in den USA in Haft setzte.
– aber den Ex-Präsidenten von Honduras begnadigte, der in den USA, während Bidens Präsidentschaft, verurteilt wurde und im Gefängnis saß, da er Bestechungsgelder für Kokainlieferungen in die USA angenommen haben soll. Begründung für die Begnadigung: Der ehemalige Präsident von Honduras sei von der Biden-Regierung unfair behandelt worden.
– seitdem der Präsident von Venezuela, angeblich wegen Drogenhandels, in die USA entführt wurde, sich in Venezuela nur noch um dessen Ölgeschäfte und Vorräte interessiert. Von einem Vorgehen gegen die Drogenkartelle in Venezuela hört man nichts.
– sich bei dem Russland-Ukraine-Krieg eindeutig auf die Seite von Russland geschlagen hat. Die USA verhandeln mit Russland intensiv um Geschäfte in Russland und in den Gebieten in der Arktis, die Russland für sich beansprucht. Trump hat deutlich gesagt, dass das Völkerrecht ihn nicht interessiert, somit ihm auch der Artikel 2 der UN-Charta völlig egal ist. Für die Geschäfte mit Russland ist Trump auch bereit, die Ukraine über die Klinge springen zu lassen.
Und die AfD, zumindest Alice Weidel von der AfD, möchte, dass Deutschland Mitglied des trumpschen Friedensrates wird. Dem Friedensrat eines US-Präsidenten, der seine Politik nur danach ausrichtet, wie US-Milliardäre Geschäfte machen können und er selbst Vorteile dadurch erhält. Im Inland, wie im Ausland. Dabei nimmt Trump keine Rücksicht auf Verbündete, sei es in Westeuropa oder in Nordamerika (Kanada), und er nimmt keine Rücksicht darauf, wer einen Eroberungskrieg begonnen hat. Trump nimmt auch keine Rücksicht darauf, dass der Präsident von Russland, nicht nur einen völkerrechtswidrigen Eroberungskrieg führt, sondern Putin auch, im In- und Ausland, Menschen, die er als Gegner ansieht, ermorden lässt, oder es zumindest versucht.
Man sollte schon sehr genau hinschauen und hinhören, wem die AfD sich, neben Russland, annähern will. Die AfD, die, als noch Joe Biden Präsident der USA war und uns als Verbündeten und Partner behandelte, immer rief: „Ami go home, wir wollen endlich souverän werden“, will in einem Friedensrat Mitglied werden, in dem Donald Trump, der sich Europa, und dabei explizit auch Deutschland gegenüber verhält, als wären wir Vasallen, das Sagen hat.
Alice Weidel will sich jemandem unterordnen, der wirklich nur an seinen eigenen Vorteil denkt, und an den Vorteil der US‑Konzerne und Milliardäre, die ihn, mit ihren Spenden, ins Weiße Haus gebracht haben. Ohne Rücksicht auf irgendwelche (ehemaligen?) Verbündeten und Partner der USA.
Donald Trump hält, wie Putin, das Lügen für sein legitimes Recht, um seine Interessen durchzusetzen. Kein Mensch ist immer ehrlich, aber es ist ein Unterschied, ob man mal lügt, um sich irgendwie aus einer Situation herauszuwinden, oder ob Lüge regelrecht eine Doktrin ist. Für Donald Trump ist sie eine Doktrin.
Alle haben mitbekommen, was am 06.01.2021 in Washington D.C. passiert ist. Nun schreibt Donald auf seiner Plattform „Truth Social“, dass die Demonstrationen damals friedlich waren, und auch die Demonstranten, die sich dem Capitol zuwandten, friedlich waren. Niemand hat das Capitol gestürmt. Sicherheitskräfte hätten auf friedliche Demonstranten geschossen.
Und auch bei dem tragischen Tod der Frau in Minneapolis, am 07.01.2026, lügt Trump. Die Videoaufnahmen beweisen das. Es war keine Notwehr, und der Beamte, der schoss, wurde auch nicht von der Frau, als sie anfuhr, schwer verletzt und musste auch nicht ins Krankenhaus, wie Trump auf seiner Plattform behauptet. Der Beamte ging nach der Tat forsch, ohne auch nur etwas zu humpeln, einfach weg. Selbst wenn man von so einem Wagen nur leicht angefahren wurde, geht man nicht so locker.
Es wird behauptet, sie fuhr an, als sich die Beamten dem Wagen näherten. Auch das stimmt nicht. Die Beamten eilten schnell, in drohender Art, zu dem Wagen, und einer der Beamten schrie die Frau durch das Wagenfenster an und riss am Türgriff. Darauf setzte sie kurz nach hinten, schlug hart nach rechts ein und wollte vor einem Wagen, der rechts von ihr stand, vorbeifahren. Ihre Aufmerksamkeit war dabei wohl noch auf den Beamten gerichtet, der an der Tür zerrte. Der Beamte, der schoss, trat erst direkt in dem Moment vor den Wagen, wurde aber vom Auto, gar nicht getroffen, da sie nicht auf ihn losfuhr, sondern eindeutig nach rechts abbog. Der Beamte schoss sofort, und er schoss noch ein oder zwei Mal, als er seitlich zur Fahrertür stand. Spätestens die Schüsse durch das Türfenster waren Mord. Die Absicht, jemanden zu töten, von dem keine Gefahr ausging.
Das Gewaltpotenzial ging von Anfang an von den Beamten aus, wobei die Beamten von ICE gar nicht das Recht hatten, zu versuchen, die Frau aus dem Wagen zu zerren. Nicht sofort als ersten Schritt der „Kommunikation“ und überhaupt. ICE ist keine Polizei. Ihre Kompetenzen sind sehr beschränkt. Sie scheren sich nur nicht darum. Und Trump verleumdet die Frau und nennt sie eine Terroristin.
Trump und ICE schüren absichtlich eine Situation der Angst, und wenn die Menschen entsprechend handeln, … ....
Trump scherzte in den letzten Tagen schon vor der Kamera, man sollte die Zwischenwahlen vielleicht ausfallen lassen. Die bösen Demokraten würden ihn ansonsten wohl, sollten sie gewinnen, des Amtes entheben, vielleicht sogar ins Gefängnis stecken. Wer weiß, vielleicht sucht Trump ja auch nur einen Grund, um die Wahlen, wegen eines nationalen Notstandes, ausfallen zu lassen. Sie vielleicht zu verschrieben, auf den St. Nimmerleinstag.
Dass Trump sich um Regeln und Gesetze nicht schert, zumindest, wenn es um sein Verhalten und Handeln geht, ist nun mal eindeutig. Man sieht es auch an seinem Verhalten und seinen Äußerungen in den Fällen Venezuela und Grönland.
Donald Trump sät Hass. Er sät mit Absicht Hass. Seine Hardcore-Fans lieben ihn, weil er Hass sät. Und man kann wohl davon ausgehen, dass die, die sich während Trumps Präsidentschaft zu ICE melden, seine Fans sind und viele von denen sich regelrecht in dem Hass, den Trump sät, suhlen.
Und es ist erschreckend, wie sich die AfD und ihre Fangemeinde in Deutschland dazu äußern.
Das Jahr 2026 begann schlimmer, als das Jahr 20025 sich verabschiedete. Zuerst brach Donald Trump nicht nur das Völkerrecht, sondern auch US-Recht. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar schlägt das US-Militär in Venezuela zu und entführt den Präsidenten Maduro. Am Vormittag des 3. Januar erklärt Trump noch, es sei im Grunde eine Polizeiaktion, vom US-Militär ausgeführt, um einen drogendealenden Terroristen (Maduro) zu verhaften, wohl um sein Vorgehen gegenüber den USA zu rechtfertigen, aber schnell ändert sich die Rhetorik von Trump und er redet offen darüber, dass es ihm um das Öl von Venezuela geht, das in Zukunft im Wesentlichen von US-Ölkonzernen kontrolliert werden soll. Somit war es eindeutig keine Polizei- oder Geheimdienstoperation, sondern es war eine offensive kriegerische Handlung, die nur mit Zustimmung des Kongresses hätte stattfinden dürfen. Aber da hat Trump von Putin gelernt. Man führt keine Kriege mehr, sondern höchstens noch Spezialoperationen durch.
Trump zeigt offen, dass er sich weder um US-Recht noch um internationales Recht schert.
Und Trump hat am 5. Januar rhetorisch noch mal nachgelegt. Er drohte Kolumbien, Mexiko, und durch Rubio auch Kuba, und machte noch einmal deutlich, dass er Grönland haben wolle. Es ist ihm wichtig. Die USA benötigt Grönland. Trump hat für seine internationale Politik auch schon einen Namen. Angelehnt an die Monroe-Doktrin nennt er sie Donroe-Doktrin.
Vor einem Jahr, als Trump in Florida auf seine Vereidigung zum US-Präsidenten wartete, drohte er den europäischen NATO-Staaten bereits, sie nur zu beschützen, wenn sie ihre Militärausgaben erhöhen würden. Heutzutage ist die USA nicht einmal mehr ein Verbündeter unter Bedingungen, sondern Trump zeigt offen, dass er nicht nur gegenüber der EU, sondern gegenüber ganz Europa schon regelrecht eine Art Hass entwickelt hat.
Und was sagt die AfD zu Trumps Überfall auf Venezuela?
Gab es am Anfang noch aus den Reihen der AfD durchaus Kritik für den Überfall, wird dieser jetzt ganz offen für gut geheißen, teilweise regelrecht bejubelt.
„Das Recht des Stärkeren.“
Das zeigt: Auch die AfD schert sich nicht um nationales und internationales Recht. Wer stark genug ist, darf sich nehmen, was er will.
Nur, wo ist ihr Patriotismus, bzw. zumindest ihr angeblicher Patriotismus für Deutschland? Die AfD würde Deutschland am liebsten aus der EU führen, bzw. die EU zu einer EWG zurückstufen, in der man nur innereuropäische Zölle und Ähnliches weiterhin abgeschafft lässt, aber internationale Politik jedes Land für sich selbst durchführt, auch, von Zollfragen innerhalb der dann vorhandenen EWG mal abgesehen, auch innerhalb von Europa.
Nur ein geeintes Europa, das mit einer Stimme spricht, mit einer Armee, mit einer europäischen Rüstungsindustrie ausgestattet ist (zurzeit streiten sich Frankreich und Deutschland, wer die Führung bei dem Projekt FCAS hat, und wie weit untereinander „Firmengeheimnisse“ zwischen den involvierten französischen und deutschen Konzernen ausgetauscht werden dürfen), wird sich in der Welt behaupten können. Der französische Konzern Dassault, beansprucht die Führung für sich und will auch für bestimmte Komponenten ein Betriebsgeheimnis wahren, obwohl die Grundidee eigentlich gewesen ist, dass alle drei beteiligten und zahlenden Staaten (Spanien gehört auch noch dazu) gleichberechtigt sein sollten. So kann Europa sich nicht behaupten.
Trotz aller Notwendigkeit, zusammenzuarbeiten, überwiegen nationale Interessen. Und wenn ein Land mehr vom Kuchen abhaben will, kann das andere Land, damit es keinen Nachteil hat, nicht zurückstecken. Erst ein wirklich vereinigtes Europa könnte dieses Problem lösen. Ein vereinigtes Europa, wogegen sich die USA, Russland, China und die jeweiligen nationalistischen Parteien (in Deutschland die AfD) stemmen.
Was will das im Grunde zerstrittene Europa eigentlich machen, wenn Trump wirklich für die USA Grönland einsackt? Nach der letzten Anspruchserhebung von Trump haben fast alle Länder der EU Dänemark Unterstützung zugesagt. Aber was, außer leeren Lippenbekenntnissen, kann die EU eigentlich geben, wenn sie im Grunde doch nur aus 27 Zwergen besteht, die nicht zu einem Riesen zusammenwachsen wollen?
Trump, Putin und Xi zeigen offen, dass für sie der Satz von Carl Clausewitz: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ vollumfänglich wieder Gültigkeit hat. Die AfD (und sie ist in Europa nicht die einzige Partei) klatscht sogar dabei Beifall, auch wenn sie, sollte sie wirklich in Deutschland regieren, was hoffentlich nie sein wird, in der Regierungsverantwortung nur die Wahl hätte (wenn man ihr überhaupt die Wahl ließe), einem der Starken in der Welt den Hintern zu küssen.
Solange die USA uns als Verbündeten und Partner betrachteten, brüllte die AfD: „Ami go home, wir wollen souverän sein.“ Nun, da die USA uns eher wie einen Vasallen ansieht, wird die USA von der AfD bejubelt.
Letztendlich muss man wohl sagen, es wäre der AfD egal, wem sie, im Bundestag auf der Regierungsbank sitzend, in den Arsch kriecht. Egal, ob es die USA sein würden, China oder Russland. Solange die AfD in Deutschland wie ein Lukaschenko in Belarus herrschen kann, dürfte es ihr wirklich egal sein.
Trump beabsichtigt, sich dieses Jahr mit Xi zu treffen. Egal wie groß Trump seine Schnauze aufreißt, er ist ein Feigling und legt sich nur mit Schwächeren an. Es ist durchaus möglich, dass er sich bei dem Treffen mit Xi eher freundschaftlich gibt. Man sich mit ihren Interessen annähert und beginnt, zusammen mit Russland, die jeweiligen Einflussgebiete in der Welt unter sich aufzuteilen.
Vielleicht so:
Die USA erhalten den amerikanischen Kontinent, inklusive Grönland (und Island) als Einflussgebiet.
Russland erhält als Einflussgebiet den Rest von Europa.
China den pazifischen Raum.
Indien, das keine imperialen Gelüste hat und groß genug ist, sich zu verteidigen, bleibt souverän.
Wer in welchen einzelnen Staaten Afrikas Einfluss nimmt, wird in einem Zusatzprotokoll festgelegt.
Es wird vielleicht gerade ein neues Buch, inspiriert von den Gedanken von George Orwell, geschrieben. Der Titel: „1974“.
Die Vorgeschichte von „1984“.
Und die AfD klatscht Beifall.
Das trumpsche Justizministerium hat erst vor Kurzem die deutsche Regierung gerügt, weil das Leugnen des Holocaust in Deutschland strafbar ist. Es hieß:
"Wir wissen, dass es den Holocaust gegeben hat. Wir wissen es, denn wir haben die Beweise in unseren Archiven. Aber jeder Mensch muss das Recht haben, eine andere Meinung zu haben und diese äußern zu dürfen."
Wenn ein Justizministerium sagt, die Lüge habe das gleiche legitime Recht, verbreitet zu werden, wie die Wahrheit, ist die Gesellschaft nicht mehr zu retten.
Und wir wissen ja, dank Alice Weidel, zu welchen Mafiapaten die AfD die Gesprächskanäle hoffen hält. Sie hat es ja stolz im Bundestag verkündet, dass die AfD die einzige Partei, die einzige Fraktion im Bundestag ist, die das macht.
JD Vance hat bereits bei der Münchner Sicherheitskonferenz scharf kritisiert, dass in Europa populistische Aussagen diskreditiert werden. Populismus, dem Volk das sagen, was es hören will. Wobei es egal ist, ob es die Wahrheit ist oder nicht.
JD Vance hat es mehrmals während des US-Präsidentschaftswahlkampfes letztes Jahr in den USA vorgemacht, als er z.B. behauptet hat, dass in einer US-Stadt die dortigen Haitianer angeblich die Hunde und Katzen gegessen haben.
Als man ihn der Lüge bezichtigte – denn es war eine Lüge –, antwortete er nur abfällig: Es ist eine Geschichte, mehr nicht.
Aber wie sieht es in Amerika aus:
Donald Trump, der gerade letztens öffentlich gefordert hat, man sollte mehrere Politiker der demokratischen Partei hängen, da sie die Soldaten der US-Armee aufgefordert hatten, Befehle, die gegen die Verfassung verstoßen, zu verweigern. Eigentlich eine Forderung, die doch so selbstverständlich ist, dass sie zwar völlig legitim ist, aber gerade daher eigentlich nicht notwendig sein sollte, dass man besonders darauf hinweist.
Trump, der laut von Lügen spricht, wenn man eine andere Ansicht hat, als er. Er beleidigt Reporter, Journalisten, Richter und andere, wenn diese öffentlich eine andere Meinung kundtun, als er. Er unterstellt ihnen eine antiamerikanische Einstellung, wenn man ihn, den Präsidenten, kritisiert, wenn man ihm unterstellt, er würde lügen.
Trump hat nicht nur das Lügen zu einer Doktrin erhoben, sondern er besteht auch darauf, jeden zu verunglimpfen, der seine Lügen als Lüge bezeichnet.
Den Präsidenten zu kritisieren, ist also antiamerikanisch. Dann war Trump allerdings sehr antiamerikanisch, als er gegen den Präsidenten Joe Biden hetzte.
Die US-Regierung zerstört gerade im eigenen Land demokratische Grundprinzipien, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Meinungsfreiheit, kritisiert aber Europa, direkt ausgesprochen: dass es nicht erlaubt ist, Lügen zu verbreiten. Wobei er damit die Lügen der Populisten meint. Das Lügen einer Regierung, zumindest, wenn es eine Regierung ist, die nach seiner Ansicht patriotisch ist, ist nicht nur erlaubt, sondern befürwortet er direkt.
Dass Trump die EU zerstören will, ist logisch. Er hat dabei die gleichen Interessen, wie Putin und Xi.
Trump, Putin und XI würden, wenn sie mit Europa verhandeln, einfach viel lieber mit 27 (+ GB + N = 29) Zwergen verhandeln, die man auch noch wunderbar gegenseitig ausspielen kann, als mit einem Riesen. Außerdem hat die EU Ansichten, die Trump zuwider sind. Umweltschutz, Klimaschutz. Alles Dinge, die das freie, unbändige Geldverdienen einschränken.
Peter Thiel hat mal gesagt: „Ich glaube nicht mehr länger, dass Demokratie und Freiheit vereinbar sind.“
Damit meinte er die Freiheit des Unternehmertums. Frei, ohne Einschränkungen, ohne große Umwelt- und Klimaschutzauflagen, ohne große Arbeitnehmerrechte, da die Mehrheit eben andere Interessen hat, als ein Unternehmer, der ohne Rücksicht auf alle anderen agieren möchte.
Auch in Deutschland brüllen viele bei solchen Vorschriften „Sozialismus“. Dabei sind es nur Gesetze zum Wohle der Mehrheit, um die Schwachen vor den Starken zu schützen.
Peter Thiel dagegen sagt im Grunde nur: Der Schwache muss es erdulden, was der Starke möchte, und damit klarkommen.
Die Familie Trump lebt es zurzeit regelrecht vor. Sie nutzt die Macht, die Ausstrahlung des Präsidentenamtes dazu, sich zu bereichern. Mehr als es wohl jemals ein US-Präsident und seine Familie es vor ihm getan haben. Und Joe Biden wollten sie aus seinem Amt jagen, weil dessen Sohn angeblich/vielleicht seine Position als „Sohn des Präsidenten“ in der Ukraine benutzt haben soll, um an Geschäftspartner zu gelangen. Selbst wenn das stimmen sollte, wäre es ein Krümel im Vergleich zu dem Kuchen, den die Trumps in sich hineinstopfen.
Auch bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine geht es nicht um die dortigen Menschen, auch wenn Trump ständig, Empathie vortäuschend, das behauptet.
Putin, der genau weiß, wie er Trump einwickeln kann, hatte eine geniale Idee. Das war, wenn ich mich richtig erinnere, kurz vor dem angeblichen Friedensgipfel über die Ukraine, zwischen den USA und Russland in Alaska. Kurz davor, oder kurz danach. Putin schickte Kirill Dmitriev als Chefunterhändler wegen des Krieges in der Ukraine nach Washington. Dmitriev ist kein Politiker. Er ist gelernter Investmentbanker und Leiter des russischen Staatsfonds. Seine Aufgabe: die US-Regierung, die im Wesentlichen immer an Geschäften, an Deals, die „big money“ versprechen, interessiert ist, zu ködern: Lasst die Ukraine fallen und wir können große Geschäfte zusammen durchziehen. Im Bereich Öl, Gas und andere Rohstoffe. Auch in der Arktis. Insbesondere wurde Dmitriev auf Witkoff angesetzt. Zu dieser diplomatischen Beziehung sagt der ehemalige russische Diplomat Boris Bondarew:
„Dmitrijew ist das Bindeglied zu Witz (Witkoff). Witz ist ein verwundbares, ja sogar sehr schwaches Glied in der Trump-Administration. Sie sind alle relativ schwach, aber er ist das Schwächste. Deshalb wurde Dmitrijew beauftragt, mit ihm zusammenzuarbeiten und zu versuchen, den russischen Ansatz an dieser besonderen Schwachstelle vorbei voranzutreiben.“
Eine US-Regierung, die mit einem imperialen Eroberungskrieger, der in der Ukraine dabei grauenhafte Kriegsverbrechen begehen lässt, Geschäfte machen will, und dafür auch bereit ist, die Ukraine, die Putin letztendlich ganz für Russland einsacken will, zu opfern.
Die Schweiz wird oft angeprangert, da sie während des 2. Weltkrieges mit dem 3. Deutschen Reich Geschäfte gemacht hat. Man stelle sich vor, Franklin Delano Roosevelt hätte, bevor er den Briten die Hilfe anbot, die diese ab 1940 so dringend benötigten, erst einmal überlegt, welche Partei ihm, seiner Familie und seinen Freunden den größten finanziellen Gewinn verschaffen könnte.
Wohin soll so eine Politik führen? Wenn jedes Land, bzw. jede Regierung, nur um den eigenen Vorteil kämpft. Dann muss es, neben den Gewinnern, auch Verlierer geben. So schürt man, in einer Zeit, in der in Sachen Klima- und Umweltschutz globale Kooptation notwendig ist, nur Konflikte.
Unsere Erde ist zu klein, als dass jedes Land sich damit beschäftigen kann, das größte Stück vom Kuchen abzubekommen. Ein Siegespodest hat nur eine oberste Stufe, auf der der Sieger steht. Wir können es uns nicht leisten, uns um diesen Platz zu prügeln.
Und wo soll es hinführen, wenn ein Land (in diesem Fall Russland) sogar dazu bereit ist, mit Atomraketen zu drohen, sollte man ihm die Beute, die es in einem Raubzug einsacken konnte, nicht behalten darf.
Früher war die Abschreckung mit Atomraketen ein Mittel der letzten Verteidigung, sollte man angegriffen werden. Heute benutzt man sie als Drohkulisse bei einem Angriff. Und ein Donald Trump, so wie seine Regierung, will mit Leuten, die solche Methoden verwenden, Geschäfte machen. Zwei Mafiapaten wollen, auf Kosten der Ukraine und Europas große Gewinne einsacken. Der eine will Land, der andere Geld.
Und Europa wagt es, dieses zu kritisieren. Und die AfD kritisiert, dass Europa das kritisiert.
Fährt der Zug weiter in diese Richtung, geht das voll in die Hose – für alle.
Leider wollen viele nicht vernünftig sein. Man merkt es immer wieder im Internet. Sie scheinen regelrecht stolz darauf zu sein, sich nur wie hochgezüchtete Primaten äußern zu können, die zivilisationstechnisch noch im Pleistozän stecken. Manchmal wünscht man sich regelrecht, die würden noch schmerzlich erfahren, wie blöd sie sich verhalten haben. Aber selbst dann werden sie sicher anderen die Schuld geben und gegen sie hetzen.
Wir haben ein Problem, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern, z. B. in Frankreich, weswegen dort vielleicht bald Neuwahlen anstehen werden. Der französische Präsident Macron wollte das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre erhöhen. Das Parlament setzte sich für die Aussetzung des Vorhabens ein.
In Deutschland will die Regierung die Sicherheit der Rente durch höhere Bundeszuschüsse erreichen. Durch mehr Schulden. Aber für die Rente wurde die Schuldenbremse nicht ausgesetzt. Die wurde für mehr Wehrfähigkeit und mehr Infrastrukturmaßnahmen ausgesetzt. Ich halte das Aussetzen der Schuldenbremse immer noch im Grundsatz für richtig, aber die Regierung nutzt nicht das Geld, wofür es, wie es auch bei der Aussetzung festgeschrieben wurde, genutzt werden sollte. Merz nimmt zwar für die Infrastruktur entsprechend Gelder aus dem Sondervermögen, er streicht aber runde 10 Mrd. aus dem normalen Haushalt bei der Infrastruktur heraus, um das Geld dann anderweitig zu nutzen, womit der Effekt, der durch das Aussetzen der Schuldenbremse erreicht werden sollte, in dem Bereich verpufft.
Wir werden älter. Wir werden aber nicht nur älter, wir altern auch langsamer. Heutzutage haben die meisten im Alter von 65 eine körperliche Verfassung, wie sie zwei Generationen vorher ungefähr mit dem Alter von 55/58 erreicht wurde. Wir sind heutzutage mit 65 fitter als vor 50 Jahren.
Und auch Schwerstarbeit ist heutzutage nicht mehr schwer wie vor 50 Jahren. Vor 50 Jahren haben z. B. die Dachdecker, über das Gerüst am Haus (oder innen über die Treppe) die Dachziegel noch oft bis zum Dach hinauftragen müssen. Heutzutage macht es ein Lastenaufzug, der an der Hauswand gelehnt ist.
Niemand möchte länger arbeiten, sondern den Altersruhestand genießen. Aber letztendlich ist es schlichtweg simple Mathematik. Durch den Pillenknick in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Geburtenrate schlagartig zusammengebrochen. Die Behauptung der AfD, es kämen zu wenig Kinder, weil man sich heutzutage nicht mehr Kinder leisten kann, ist schlichtweg eine Lüge. Der Knick kam in den 60er Jahren abrupt, nicht schleichend in den letzten 20 Jahren, wie man gerne behauptet.
Und mit der Zeit verschob sich dadurch das Verhältnis: Beitragszahler zu Rentner.
In Frankreich geht die Bevölkerung auf die Straße, gegen den Präsidenten Macron, da der den Eintritt in das Rentenalter hochsetzen möchte.
In Deutschland gehen zumindest schon mal junge Politiker auf die politische Bühne, da man ihnen, wenn sie in Rente gehen, nur Schulden hinterlassen wird.
Die Politik muss handeln, die Bevölkerung will, dass die Regierung nicht handelt, sondern zaubern kann. Die AfD brüllt: Schmeißt die Migranten raus, dann haben wir mehr Geld. Das ist aber Populismus, was eben auch nicht hilft.
Zurzeit Bismarcks lag das durchschnittlich erreichbare Lebensalter bei 35–40 Jahren, was aber daran lag, dass die Kindersterblichkeit mit hineingerechnet wurde, was den Schnitt des zu erwartenden Lebensalters senkte. Verluste durch das Soldatenleben (1864, 1866, 1870–1871) verkürzten das durchschnittliche Lebensalter selbstverständlich auch.
Erreichte ein Mann um 1900 das 40. Lebensalter, konnte er im Durchschnitt noch mit 26 Lebensjahren rechnen. Er wurde also im Durchschnitt 66 Jahre alt. Eine Frau schaffte es im Durchschnitt, wenn sie 1900 40 Jahre alt war, noch weiter 29 Jahre zu leben und starb, im Schnitt, mit 69 Jahren.
Andererseits fing man oft mit 16 Jahren oder sogar früher im Arbeitsleben an. Die Schulpflicht im Deutschen Kaiserreich betrug 8 Jahre, vom 6. bis zum 14. Lebensjahr. Dann war auch für die meisten Menschen Schluss mit der Schule. Wann fängt heutzutage für viele das Arbeitsleben an? Zumindest erheblich später.
Das Gesetz von 1889 sah zuerst ein Eintrittsalter, um zum Bezug der Rente berechtigt zu sein, von 70 Jahren vor. Später wurde es dann auf 65 Jahre reduziert.
Bei einer zu erwartenden Lebenserwartung damals von 66 Jahren bei den Männern, erreichten viele gar nicht mal das Alter, eine Rente zu erhalten.
Ich will nicht zu der „guten alten Zeit“ zurück, denn so toll war die nicht. Aber wir dürfen die Gesetze der Mathematik auch nicht einfach ignorieren.
Zumindest aus Thüringen und Brandenburg kommen Vorwürfe, dass Landtagsabgeordnete der AfD kleine Anfragen an das jeweilige Landesparlament stellten, die den Verdacht nahelegen, dass sie Informationen über sensible Daten erhalten wollten, die weit über das hinausgehen, was Landesabgeordnete zu interessieren hat und sie von der Landesregierung Rechenschaft verlangen dürfen.
Interessen der Sicherheit für die Bevölkerung, wo z. B. in Brandenburg sogenannte Leuchttürme (damit sind zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung bei Katastrophen gemeint) vorhanden oder geplant sind, kann man sicher als legales Interesse ansehen. Allerdings wissen zu wollen, wo seit 2022 Militärtransporte, die in die Ukraine gingen, durch das Bundesland stattfanden, wo dabei ein Halt eingelegt wurde, welche Maßnahmen bei diesen Transporten zur Abwehr von eventueller Sabotage und Drohnenangriffen geleistet wurden, und wo dabei Schwächen der Abwehr zu finden waren, geht sicher weit darüber hinaus. Auch, weil dieses nicht in die Zuständigkeit der Landesregierung und damit der Abgeordneten fällt, sondern in den Bereich der Bundeswehr.
Und wieso sollten überhaupt Abgeordnete der Partei, die immer betont, dass von Russland keine Gefahr ausgeht, gerade wissen wollen, wie man Militärtransporte in die Ukraine schützt und welche Schwachstellen es dabei gibt?
Wer für die AfD der Feind ist, und wer eben nicht, gibt sie doch öffentlich deutlich genug kund, wie z. B. in Sachsen-Anhalt.
Dass gerade Björn Höcke, dessen Nähe zu Russland er selbst nie bestritten hat, jetzt sogar eine Anzeige gegen den thüringischen Innenminister Maier stellt, der eben den Verdacht gegenüber der AfD ausgesprochen hat, zeigt daher eher den üblichen Aktionismus der AfD, sich als Opfer darzustellen – und, auch das darf man nicht übersehen: Es ist wohl der Versuch einer Einschüchterung.
Es bleibt dabei: Das, was bis jetzt bekannt ist, geht weit über die Information, die ein normaler Landtagsabgeordneter benötigt, hinaus. Es sei denn, er hat anderes vor, als sich nur um die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.
Hier die Anfrage aus Thüringen:
Hier die Vorwürfe aus Brandenburg:
Das EU-Parlament hat Namen wie Veggie-Burger, Veggie-Wurst und Ähnliches verboten. Dort, wo kein Fleisch enthalten ist, dürfen Begriffe, die bis jetzt mit dem Begriff Fleisch in Verbindung stehen, nicht mehr benutzt werden.
Angeblich, um den Verbraucher zu schützen, da dieser verwirrt werden könnte, wenn er Begriffe, wie Wurst, Burger oder Fleisch liest, aber dann enttäuscht feststellen muss, dass gar keine fleischlichen Produkte verwendet wurden.
Interessantheit sind dabei zwei Dinge.
1. Besonders stark für dieses Verbot haben sich im EU-Parlament die Parteien aus der eher rechten Ecke eingesetzt. Also die Parteien, die immer eher die Grünen als Verbotspartei beschimpfen.
2. Verwundert es, dass die angebliche Verwirrung der Verbraucher für das Verbot herhalten muss. Für wesentlich mehr Verwirrung sorgen doch eher die Inhaltsangaben bei Lebensmitteln, z. B. auf der Verpackung einer Tiefkühlpizza, deren Bezeichnung man wohl nur verstehen kann, wenn man einen Doktortitel in Chemie hat. Seit Jahrzehnten kämpft die Lebensmittelindustrielobby erfolgreich dagegen an, dort mehr Transparenz bringen zu müssen.
Da hat wohl beim EU-Parlament eher die Fleischindustrielobby ganze Arbeit geleistet, als das angebliche Bedürfnis, Verwirrung zu vermeiden.
Lügen ist gesellschaftsfähig geworden. Nicht nur, dass, ohne jegliche Skrupel, freiweg von der Leber gelogen wird, es wird auch von vielen „Zuhörern“ akzeptiert. Man muss schon „akzeptieren“ statt „nicht erkannt“ schreiben, denn die Lügen sind eindeutig.
Die russische Regierung
Schon bei dem Abschuss des Flugzeuges MH17 hat Russland sich, ohne Skrupel aufs Lügen verlegt. Lügen, die sich selbst widersprachen, und somit war es für alle erkennbar, dass es Lügen sind. Es hat aber viele nicht interessiert.
Das Gleiche gilt beim Krieg in der Ukraine. Einmal ist es die Osterweiterung der NATO, dann führt der Westen angeblich seit 2014 gegen Russland bereits Krieg, nachdem Russland gesetzeswidrig Soldaten auf die Krim und in den Donbas geschickt hatte.
Jetzt heißt es, es wäre angeblich völkerrechtswidriger Diebstahl an Russland, sollte man die eingefrorenen russischen Gelder der Ukraine geben, damit sie ihre Verteidigung finanzieren kann. Der Auslöser dieser ganzen Sache, dass Russland in der Ukraine einen brutalen Eroberungskrieg führt, wird mit keiner Silbe erwähnt. Auch die Anschuldigungen gegen den Westen, die Putin während des Schanghai-Treffens von sich gab, waren heftig, während Russland doch nur eine multipolare, friedliche Weltordnung anstrebt. Das Land, das in der Ukraine einen brutalen Eroberungskrieg führt, wie es in Europa seit 1939/1945 nicht gegeben hat, will eine multipolare, friedliche Weltordnung. Das ist blanker Hohn.
Worum es Putin in Wirklichkeit geht, hat er auch mehrmals gesagt. Er meint, die Ukraine, und nicht nur die, gehören Russland.
Die USA
Die US-Regierung unter Trump lügt. Sie predigt freies Sprechen, also Meinungsfreiheit, aber wer Trump kritisiert, wird von ihm kaltgestellt – oder es zumindest versucht. Sei es Zeitungen, Reporter oder Fernsehstars.
Trump hat im Wahlkampf versprochen, den Staatshaushalt zu sanieren. Jetzt hat er einen Haushalt mit Rekordschulden vorgelegt. Und das, obwohl er dabei sogar spart. Mehr als 10 Millionen US-Bürger werden ihre Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können, wenn die Kürzungen im Haushalt dafür durchkommen. Andererseits gibt es aber riesige Steuergeschenke für die Reichen. Und bei dem jetzigen Shutdown haben na klar die Demokraten Schuld, meint zumindest Trump und Vance, weil die diesen Haushalt, der eine riesige Weiterverschuldung, Geschenke für Reiche und Einschnitte für Arme beinhaltet, aufgestellt haben. Und Trump hat bei einem Treffen, zu dem man alle hochrangigen Generäle hin beordert hat, das Militär auf Krieg eingestimmt. Auf einen Krieg im Inneren. Er will Truppen, zur Übung, schon mal in demokratisch regierte US-Städte entsenden, sagte er. Und was bringt die AfD-Fangemeinde in Deutschland über solche Äußerungen im Netz?
Toll, das brauchen wir auch
Trump räumt endlich auf.
Die AfD
Und auch die AfD hat mit den Lügen Erfolg. Populismus in Reinform. Man bringt das, womit man glaubt, Stimmen gewinnen zu können. Verspricht dem Bürger das Paradies, ohne dass er Einschränkungen hinnehmen muss (ähnlich wie Trump es im Wahlkampf getan hat).
Sie leugnet das aggressive Verhalten von Russland, den politischen Verrat von Trump, und beschwert sich über den hohen Haushalt, ja auch mit hohen neuen Schulden. Man kann über die Schuldenerhöhung bestürzt sein, aber die Gründe dazu einfach zu verschweigen (ohne, außer, alle Flüchtlinge raus, das spart Geld) zeigt eben auch, dass man nur populistisch Stimmung machen will. Was wirkt. Leider.
Friedrich Merz agiert wirklich nicht gut, aber es ist schwierig, richtig zu agieren.
Es ist wie bei Corona. Als Merkel damals um Vernunft bat, forderten hochrangige AfD-Politiker klare Maßnahmen, da es angeblich schon viele Tote gegeben hatte (zu dem Zeitpunkt war die Zahl sogar noch relativ gering). Von Shutdown war die Rede, und, was z. B. Polen gemacht hatte, von der Schließung der Grenzen. „Die Regierung spielt mit dem Leben der Bürger.“
Diese Hetze verfing sich aber nicht. Kaum ein Bürger wollte einen Shutdown. Daher drehte die AfD ihre Forderungen sofort um, als Merkel verpflichtende Maßnahmen anordnete. Auf einmal war die Regierung eine Diktatur, die Grundrechte mit Füßen trat. Dass man noch wenige Tage vorher selbst einen Shutdown gefordert hatte, war dabei egal. Und viele jubelten der AfD zu. Die einzige Partei, die angeblich für Freiheit ist.
Weidel wirft Merz vor, gelogen zu haben, da er vor der Wahl keine Grundgesetzänderung wollte, um mehr Schulden aufzunehmen, und eine Änderung des GG nach der Wahl dann durchsetzte.
Selbst NIUS, die Hetzseite, auf der sich Julian Reichelt auskotzt, hatte zugegeben, dass Merz (angeblich) neun Tage vor der Wahl Zweifel kamen, ob es ohne mehr Schulden alles zu stemmen ist. Laut NIUS kamen die Zweifel bei Merz durch Trumps Verhalten und durch dessen Äußerungen. Zweifel bekommen heißt nicht, zu wissen, dass es ohne neue Schulden nicht geht. Und dass Trump sich zu einem Verräter des westlichen Bündnisses (wirtschaftlich wie militärisch) entwickelte, hat niemand ahnen können. Wobei gerade für die AfD, seit Trump im Weißen Haus sitzt, die USA wieder gern gesehene Freunde sind.
Merz könnte viel Geld sparen, wenn er Subventionen abbaut. Er muss Subventionen abbauen. Aber als die Ampelregierung dabei etwas versuchte (Diesel-Subventionen für die Landwirtschaft), gingen nicht nur die Bauern auf die Straße, sondern auch die AfD.
Die AfD will das, was Trump in den USA erreicht hat. Durch Lügen an die Macht kommen. Vance nannte es, als man ihm das mit den Haitianern, die angeblich Hunde und Katzen gegessen hatten, vorwarf, einfach Geschichten. Geschichten, keine Lügen. Lügen und diskreditieren. Und zur Not, man sieht es bei Corona, wechselt man auch die eigene Meinung um 180°, nach dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.
Was die AfD will, sieht man gerade in den USA, was dort Trump durchzieht.
Wer so etwas möchte, sollte nicht behaupten, er würde unsere Verfassung ehren und verteidigen.
Das ist kein Scherz, das ist der Inhalt des Strategiepapiers.
Die AfD-Fraktion hat ein Strategiepapier entwickelt, wie man es schaffen kann, die Macht zu ergreifen.
Dazu hat sie diverse Strategiepunkte angesetzt. (Folgendes ist kein Scherz, das steht so in dem Strategiepapier.)
Dazu gehört (Originaltext), die Brandmauer von oben zu stürzen.
- Schwarz-Rot zu spalten
- Hürden (für die CDU) abbauen
und:
Die Brandmauer von unten zu stürzen
- Akzeptanz der AfD (vergrößern)
- Ablehnung der AfD senken
Es geht also nicht darum, wie man meint, Deutschland besser zu machen, sondern darum, wie man glaubt, die jetzige Regierung zerbrechen zu können und wie man die Zustimmung der AfD vergrößern kann.
Wie muss sich die AfD verhalten, um für die CDU als Partner akzeptabel zu sein, und wie muss die AfD sich in der Öffentlichkeit präsentieren, um von der Bevölkerung angenommen zu werden?
Wie muss die AfD auftreten, welche Themen muss die AfD ansprechen, damit Peter und Paula mich wählen? Die AfD will nicht die Themen ansprechen, die sie meint, damit Deutschland zu verbessern, sondern die Themen, mit denen sie glaubt, Stimmen zu bekommen.
Diese Strategie ist nicht neu. Schon zu Zeiten von Corona ging es darum, die Regierung schlechtzureden.
Am Anfang der Coronapandemie, als die Regierung noch keine Maßnahmen ergriffen hatte, Nachbarstaaten aber schon, kritisierte die AfD die Regierung dafür, dass sie nichts tat und die Bevölkerung daher der Gefahr der Pandemie auslieferte.
Als die Regierung dann Maßnahmen ergriff, drehte die AfD den Spieß um, brüllte nach Freiheit und unterstellte der Regierung diktatorische Maßnahmen und Einschränkungen der Freiheit.
Die Strategie, die Regierung zu verunglimpfen, egal ob diese eben bestimmte Maßnahmen nicht ergriff oder im selben Fall ergriff, war: auf jeden Fall dagegen sein. Selbst wenn man damit den eigenen vorherigen Aussagen widerspricht. Das Kalkül, das leider aufgegangen ist: Niemand erinnert sich noch daran, dass die AfD noch einen Monat davor genau das Gegenteil behauptet hat. Die AfD ging nur der eigenen Konstante nach: „Gegen die Regierung zu sein“, um bei der Bevölkerung eine Wut gegen die Regierung aufzubauen.
Nun gibt es dafür ein regelrechtes Strategiepapier, das zum Leidwesen der AfD, aus der AfD-Fraktion, an die Öffentlichkeit gelangte.
Wie können wir politisch Druck machen, wie können wir polarisieren?
Polarisieren war schon vor Jahren für Jörg Urban (Vorsitzender der AfD-Sachsen) das Zauberwort.
Mit Polarisieren (die Gesellschaft also zu spalten, sie an die gegenseitigen Pole zu treiben) schwächt man den Zusammenhalt einer Gesellschaft, womit diese dann zwei unvereinbare Blöcke bildet. Und wer am lautesten brüllt, hat dann den größeren Block hinter sich. Gerade darin sieht Jörg Urban (siehe Link) auch den Erfolg der AfD.
Man versucht also nicht, damit zu punkten, ein machbares Programm für Deutschland aufzustellen, sondern man sucht Punkte, womit man die deutsche Seele zum Kochen bringen kann. Wut lässt sich viel leichter erzeugen als Empathie.
Das Strategiepapier spielt nicht darauf an, welche Themen für das Land am besten sind, sondern darauf, mit welchen Argumenten man am besten eine Wahl gewinnen kann.
Und man lügt dabei.
Man leugnet den weitestgehend von Menschen verursachten Klimawandel, um der Bevölkerung einzureden, man müsse sich nicht einschränken, könne so weiterleben wie bisher. Man bezeichnet Lehrer sogar als links-grün-versifft, wenn diese in Physik den Einfluss von CO₂-Emissionen auf den Klimawandel lehren.
Man sucht die Themen aus, die nach Ansicht der AfD wahlentscheidend sind, und schreibt es auch so. Nicht die, die für Deutschland besser sind.
Die AfD sucht Themen, um Wähler zu heischen, während sich z. B. die Grünen beim Klimawandel auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen und versuchen, diese den Wählern zu verdeutlichen, damit die Grünen gewählt werden.
Die AfD behauptet: Russland ist nicht unser Feind.
Die CCCP (UdSSR) ist im Jahr 1991, also vor 34 Jahren, zerbrochen.
Der russische Außenminister ist seit 1981 Diplomat, zuerst als sowjetischer Vertreter bei der UNO. 1992 wurde er stellvertretender Außenminister von Russland.
1994 wurde er ständiger Repräsentant Russlands bei der UNO und russischer Vertreter im UN-Sicherheitsrat.
Ab 2004, also seit 21 Jahren, ist Lawrow Außenminister von Russland.
Wenn jemand, der seit 44 Jahren Diplomat ist, seit 21 Jahren russischer Außenminister, zu den bilateralen Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine in einem Pullover mit dem großen Aufdruck CCCP (UdSSR), einem Staat, den es seit 34 Jahren nicht mehr gibt, anreist, ist das kein Zufall oder Versehen, es ist ein beabsichtigtes Statement an die Ukraine, an Georgien, an Moldawien, an die baltischen Staaten, an die Staaten im Kaukasus. Im Grunde ein Statement an alle ehemaligen Republiken der ehemaligen UdSSR.
Wenn über einen russischen Eroberungskrieg gegen ein souveränes Land, das früher eine Teilrepublik der UdSSR gewesen war, verhandelt wird, und der russische Außenminister reist dazu mit einem Pullover, auf dem CCCP steht, an, heißt das: Die Ukraine, und nicht nur die, gehört uns.
Und Lawrow würde so etwas niemals tun, ohne sich von Putin den Segen dafür geholt zu haben. Vielleicht war das sogar eine Anregung von Putin, der, sollte man es dann kritisieren, lächelnd sagen könnte, er habe den Pullover nicht getragen und er bestimme nicht über die Garderobe von Lawrow.
Aber wohlgemerkt: Ohne Putins Segen wäre Lawrow so sicher nie aufgetreten.
Überhaupt: Man muss diesen einen Pullover sehr lieben, wenn man ihn mindestens 34 Jahre lang aufhebt.
Von der AfD kam keine Kritik zu dem Statement von Lawrow. Weder dass Lawrow damit indirekt Gebietsansprüche für Russland außerhalb der russischen Grenze aufzeigt (auch innerhalb der NATO) noch, dass er eine Verbundenheit mit einem Staat zeigt, der für seine Diktatur und Massenermordung von Oppositionellen direkt oder durch den Gulag berüchtigt gewesen war.
Und Trump? Trump hat schon vor Wochen gesagt, er könne verstehen, dass Putin die alte UdSSR, wenn auch unter einem anderen Namen, wieder auferstehen lassen möchte, da in dieser immerhin (angeblich) so viel Liebe geherrscht hat.
Wie geschrieben, keine Kritik von der AfD. Welche Art von Frieden will also die AfD, wenn Lawrow mit seinem CCCP-Pullover ziemlich deutlich die Ambitionen von Russland aufzeigt?
Der Ukraine eine Art Münchner-Abkommen-2.0 aufzwingen zu wollen, denn darauf würde es hinauslaufen, wenn man sich die scheinbaren Ambitionen von Russland ansieht (so ein CCCP-Pullover ist kein Versehen), geht ja wohl nicht.
Und wenn Alice Weidel (und viele andere AfD-Funktionäre) behauptet, Russland hat in Alaska geliefert, jetzt liegt es an Selensky, also an dem Präsidenten des angegriffenen Landes, den angeblichen Frieden anzunehmen, zeigt sie, dass sie der Doktrin, die Lawrow in Alaska aufgezeigt hat, folgt.
Alleine der Pullover von Lawrow, der garantiert mit dem Segen oder sogar auf die Idee von Putin von Lawrow getragen wurde, ist ein eindeutiges, absichtlich vorgetragenes Statement.
Auch da stellt sich die Frage: Was für ein Deutschland will die AfD, wenn sie Träumen von Russland an die alte UdSSR hinterher sabbert? Dass die AfD-Funktionäre geradezu vernarrt in Putin und die russischen Regierungsfunktionäre sind, haben sie ja nun ausreichend aufgezeigt.
Die AfD sucht keine Strategie für Deutschland, sondern sie sucht eine Strategie, wie sie die deutsche Bevölkerung einwickeln kann, damit diese die AfD wählt.
Link zu dem Strategiepapier der AfD-Fraktion zur Eroberung der Macht.
Wenn der russische Außenminister zu einer bilateralen Verhandlung mit den USA, bei der nicht nur, aber im Wesentlichen um den Krieg in der Ukraine verhandelt werden soll, mit einem Pullover nach Alaska anreist, auf dem groß CCCP (UdSSR) steht, dann ist das kein Zufall oder ein Versehen, sondern ein ganz bewusstes Statement. Ein Statement nicht nur an die Ukraine, an Moldawien, an Georgien, an die Staaten im Kaukasus und in Zentralasien, die einmal zur UdSSR gehörten, sondern ein Statement an die ganze Welt.
Und Jürgen Elsässer, Chefredakteur des rechtsextremen Magazins Compact, kommentiert das entsprechende Video, auf dem Lawrow in diesem Pullover zu einer Reporterin spricht, mit dem Satz: „Ich will auch so ein Shirt.“
Es gibt verlogene Rattenfänger in Deutschland, die sind während der Coronapandemie mit dem Grundgesetz in der Hand auf die Straße gegangen, um gegen eine angebliche Diktatur zu demonstrieren, mögen aber ein Land, dessen Präsident im In- und Ausland Oppositionelle ermorden lässt und ein anderes souveränes Land versucht, mit einem brutalen Krieg zu erobern.
Schon bei dem Überfall Russlands auf die Ukraine sind am 24.02.2022 russische Panzer eingefahren, die eine sowjetische Fahne gehisst hatten.
Im Juni 2025 hat Putins Vertrauter Anton Kobjakow auf einem internationalen Rechtsforum in St. Petersburg kundgetan, dass die UdSSR noch existiert.
Putin hat auch im Juni 2025, nur wenige Tage später, auch in St. Petersburg auf einem internationalen Wirtschaftsforum gesagt, die Ukrainer seien Russen, somit gehöre die Ukraine Russland. Wobei Putin bei der Frage, ob jemand Russe ist, nicht unbedingt immer die ethnische Frage klären will, sondern, dass sie zur russischen Bruderschaft des russischen Staates gehört.
Und Donald Trump soll vor wenigen Wochen gesagt haben, er könne verstehen, dass Putin die alte UdSSR, wenn auch unter einem anderen Namen, wiederbeleben will, da diese doch voller Liebe gewesen war.
Die Annexion der vier ostukrainischen Oblasten durch Russland hat Donald Trump für genial gehalten.
Donald Trump verehrt Putin. Er möchte wohl auch so eine Machtfülle haben. Möchte er auch so skrupellos sein, wie Putin es ist? Möchte Trump auch einfach fremde Gebiete annektieren (wie er ja schon angekündigt hat), und sollten diese sich wehren, bereit sein, einen brutalen Krieg zu führen? Möchte Donald Trump, auch wie Putin, im In- und Ausland Oppositionelle einfach ermorden lassen – oder es zumindest versuchen?
Um es mit den Worten von Max Liebermann zu sagen:
Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.
US-Außenministerium: Das Lügen muss genauso legitim sein wie die Wahrheit zu sagen.
Wieder hat das US-Außenministerium Deutschland gerügt: Es würden in Deutschland Onlineplattformen zensiert, indem die Bundesregierung verlangt, dass Hassbotschaften gelöscht werden müssen. Auch dass Menschen verurteilt wurden, weil sie zum Rassenhass aufgerufen haben oder den Holocaust geleugnet hätten.
Lügen sind aber keine Meinung.
Als ich mich auf einer Onlineplattform beschwerte, dass ein AfD-Politiker dort explizit gelogen hat, wurde das Lügen von der AfD-Fangemeinde nicht einmal geleugnet. Sie wussten es und standen dazu.
Jemand aus der Fangemeinde sprach mich auf meine Entrüstung direkt an und fragte mich, ob das Lügen strafbar ist.
Meine Antwort: „Nein.“
„Dann darf die AfD auch Lügen verbreiten“, war seine Erwiderung.
JD. Vance hat während des Wahlkampfes gelogen, als er behauptete, in einer US-Stadt hätten Haitianer Hunde und Katzen gegessen. Als man ihn auf diese Lüge ansprach, meinte Vance nur lapidar, er hätte eine Geschichte erzählt, nur eine Geschichte. Nichts, um sich aufzuregen.
Eine Geschichte, die eine Lüge war, die Hass auf Ausländer schürte, Rassenhass verbreitete.
Trump ruft die Nationalgarde nach Washington, D. C., um angeblich die ausufernde Kriminalität zu beenden. Die Verbrecherraten, Gewalt und Morde haben aber in Washington D. C. einen niedrigen Stand wie seit Jahren nicht mehr. Trump hat also mit seiner Begründung gelogen.
Wie in Kalifornien greift Trump bewusst demokratisch regierte Bundesstaaten damit an, untergräbt die Legitimation der dortigen Regierung – oder, wie in DC, die der Bürgermeisterin und ihrer Administration.
Trump lügt, mit Absicht, und die US-Regierung findet das völlig normal.
Kommen wir zum Holocaust:
Es gibt erschütternde Berichte von US-Soldaten, als sie die US-Armee das erste Konzentrationslager, das Außenlager Ohrdruf bei Gotha, befreiten.
„Dann kamen wir zu dem Lager mit dem großen, hölzernen Tor und dem Stacheldrahtzaun. Zuvor an jenem Tag hatten die Wachen Gefangene zusammengetrieben und mit Maschinengewehren niedergemäht, nahe am Eingang des Lagers. Sie hielten alle ihre Trinktassen noch in den Händen, so, als ob man sie zum Essen gerufen hatte. Im Lager waren noch mehr Leichen, man hatte ihnen die Kleider ausgezogen und sie aufeinandergestapelt, zu großen Haufen. Sie waren verhungert. Ich hätte mir vorher so etwas nie vorstellen können.“
Charles Payne, Angehöriger der US-Armee und Großonkel des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama
(Siehe folgenden Link)
Über die Vorstellungskraft hinaus
Auch aus Konzentrationslagern, die von der Sowjetunion befreit wurden, gibt es grauenhafte Aufnahmen.
Und das heutige US-Außenministerium meint, man dürfe im Netz die Meinung vertreten, das wäre alles nicht passiert.
Eine Meinung zu haben und die auch öffentlich kundtun zu dürfen, ist wichtig. Aber wer belegte Tatsachen einfach leugnet, verbreitet keine Meinung. Zu einer Meinung gehört auch, Fakten zu akzeptieren, wenn man nicht in der Lage ist, selbst diese Fakten zu widerlegen oder zumindest mit nachvollziehbaren Belegen infrage zu stellen. Wer sagt, eine allgemein anerkannte Aussage stimme nicht, muss dies auch belegen. Niemand hat das Recht zu behaupten, der Himmel sei grün, und wer behauptet, er wäre blau, würde vom Mainstream nur manipuliert.
Es gab die Nürnberger Prozesse, bei denen unter anderem US-Juristen Richter waren. Die Fakten über den Holocaust wurden dort aufgezeigt. Die Unterlagen liegen sicherlich in einem Archiv der US-Regierung.
Es gibt mehrere Staaten, in denen das Leugnen des Holocaust illegal, also strafbar ist.
Auch in den USA wurde die Faktizität des Holocaust im Jahre 1981 noch einmal gerichtlich festgestellt. Dass die USA aber ein Leugnen des Holocaust nicht für strafbar ansehen, sondern nur zivilrechtlich juristisch geklagt werden kann, z. B. mit einer Klage auf Schadensersatz, ist eine Sache der USA. Aber Deutschland vorzuwerfen, es halte so etwas für strafbar, steht den USA nicht zu.
Was würden die USA wohl sagen, sollte Deutschland den USA vorschreiben wollen, die Todesstrafe abzuschaffen, oder die teilweise sehr rigiden Strafen bei Abtreibungen? Was würde die USA sagen, wenn Deutschland den USA vorwirft, dass ein Lebenspartner einer Frau, der deren Kinder gesundheitsgefährdend geschlagen hat, geringer bestraft wird, als die Mutter, der man vorwirft, den Vater nicht daran gehindert zu haben, die Kinder zu schlagen? Das ist in einigen Bundesstaaten der USA möglich und passiert. Der Mann wird für die Tat zu 10 Jahren verurteilt, sitzt aber nur 2 Jahre ab. Die Frau bekommt, weil sie die Kinder nicht geschützt hat, 30 Jahre. Nach Protesten gegen das Urteil wird sie begnadigt – nach 15 Jahren Haft.
Link. Der Fall beginnt bei Minute 18:47.
Oklahoma - weiß, rechts, gnadenlos
Was würden die USA sagen, wenn unsere Regierung das Justizsystem der USA gegenüber den USA anprangern würde?
Spätestens seit dem Beitritt der NATO haben die USA uns als Verbündeten und Partner betrachtet – bis zum Beginn der 2. Amtszeit von Donald Trump. Solange wir Verbündete und Partner waren, hat die AfD, seit ihrer Gründung, den USA unterstellt, sie würden uns wie einen Vasallen behandeln. Seit die USA uns aber wirklich als Vasallen behandeln, seit der 2. Amtseinführung von Trump, sind die USA, nach Russland, der zweitbeste Freund von Deutschland.
Wer der Ansicht ist, Lügen seien nicht strafbar, also darf ich lügen, wenn mir das einen Vorteil bringt, sollte sich überlegen, ob er/sie sich in so einer Gesellschaft wohlfühlt. In einer Gesellschaft, in der Lügen so in der Gesellschaft als legitim etabliert sind, dass man eben nicht nur selbst lügend durch die Welt gehen darf, sondern auch ständig davon ausgehen muss, dass man selbst angelogen wird.
Eine kleine Anekdote aus dem Krieg in der Ukraine zu Beginn der Verhandlungen von Minsk 2015. Nicht ganz wortwörtlich gegeben, aber absolut sinngemäß.
H = François Hollande, damals französischer Präsident.
P = Wladimir Putin, Präsident von Russland
H: „Was ist mit den russischen Soldaten in der Ukraine?“
P: „Es gibt keine russischen Soldaten in der Ukraine.“
H: „Es gibt mitgeschnittene Telefonaufnahmen der Soldaten, die ihrer Familie sagen, man habe sie in die Ukraine geschickt, um zu kämpfen.“
P. „Das sind Fakes, es gibt keine russischen Soldaten in der Ukraine.“
H: „Es gibt Fotos, Videoaufnahmen. Fotos aus der Ukraine von russischen Panzern und anderen Fahrzeugen mit übermalten Einheitsabzeichen.“
P: „Das sind Fakes, wir haben keine russischen Truppen in der Ukraine.“
H: „Es gibt Satellitenaufnahmen von dem russischen Einmarsch in die Ukraine.“
P: „Das sind Fakes, wir haben keine Truppen in der Ukraine.“
Von dem Zeitpunkt an wusste Hollande, dass für Putin das Lügen ein legitimes Mittel in der Diplomatie ist, und er kam zu der Erkenntnis, dass die ganze Verhandlung eine Farce ist, und egal, was man später unterschreiben wird, Putin sich, wie Hitler an die Vereinbarungen des Münchner Abkommens, nicht daran halten wird. Man hätte nur die Möglichkeit, kam er zu der Erkenntnis, mit einer Vereinbarung der Ukraine Zeit zu erkaufen, um sie ausreichend militärisch auszurüsten, damit sie für den nächsten russischen Vorstoß gerüstet ist.
Ich weiß nicht mehr, wann es war, aber 2023 oder 2024 wurde eine Doku über den Krieg in der Ukraine im deutschen Fernsehen gebracht. Auch über die Zeit eben zwischen 2014 und dem 24.02.2022.
In dieser Doku erzählte Hollande von seinem Gespräch mit Putin und brachte dabei den Wortlaut und seine Erkenntnisse, die er damals daraus geschlossen hat.
Auch in Moskau sieht der Geheimdienst solche Dokus mit, wenn sie im deutschen Fernsehen gebracht werden. Ungefähr einen Monat nachdem die Sendung im deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden war und auch Putin davon erfahren hatte, drehte Putin die Aussage aus der Doku um.
Putin behauptete dabei öffentlich vor der Kamera, Merkel hätte ihn bei den Verhandlungen in Minsk angelogen, da sie angeblich nie einen Frieden gewollt hat, sondern nur der Ukraine Zeit geben wollte, aufzurüsten, damit diese sich die Gebiete, die von Separatisten (die russischen Truppen, die bereits damals in der Ukraine kämpften, erwähnte er nicht) gehalten wurden, wieder zurückerobern konnte. Putin berief sich selbstverständlich dabei nicht auf die Doku, die er seit wenigen Wochen kannte. Hätte er das gemacht, hätte man ihn gleich der Lüge überführen können.
Putin drehte aber nicht nur die Geschichte um, sondern veränderte auch die Person, die das angeblich gesagt hat. Das tat er wohl, da, als die Sendung ausgestrahlt worden war und Putin kurz darauf eben seine verfälschte Version öffentlich brachte, kaum jemand spontan mit dem Namen Hollande noch etwas hätte anfangen können. Merkel war aber, auch wenn sie nicht mehr Kanzlerin war, noch eine sehr bekannte Ex-Regierungschefin.
Dass Trump Putin verehrt, ist, aus der Sicht von Trump, im Grunde sogar verständlich. Auch, dass die AfD beide toll findet.
Bevor die USA sich über einen eventuellen Splitter im Auge Deutschlands aufregen, sollten sie sich lieber um den Balken in ihrem eigenen Auge kümmern.
Vor rund 300.000 Jahren entstand der Homo sapiens, zumindest stammen die ältesten Funde über ihn aus dieser Zeit. Damals hatte sich auch sein Gehirn entwickelt, das sich seitdem kaum verändert hat. Sicher, der Mensch hat immer weiter dazugelernt, aber die Grundsubstanz des Gehirns vom Homo sapiens hat sich in den letzten 300.000 Jahren kaum verändert.
Allerdings hat sich die Welt seitdem sehr verändert, bzw. wir haben sie sehr stark verändert. Auch wenn die Probleme, die der Mensch vor 300.000 Jahren lösen musste, für ihn genauso groß waren, wie unsere heutigen Probleme für uns sind, waren die Probleme damit längst nicht so komplex. Entweder einfacher zu lösen, oder sie waren eben nicht zu lösen.
Hatte man Hunger, musste man jagen gehen. Fand man nichts und als Ersatz auch keine Früchte oder Wurzeln, musste man hungern, eventuell gar verhungern. Alles war sehr überschaubar, und man schaffte es, oder eben nicht.
Dinge, die man nicht verstand, schob man Mächten zu, auf die man keinen Einfluss hatte. Ein Blitzeinschlag war im Zweifel der Wutausbruch eines Gottes, nicht eine elektrische Entladung in der Atmosphäre. Somit konnte man sich vor ihm auch nicht schützen. Entweder es traf einen oder nicht.
Klimaveränderungen passierten langsam, wobei der Mensch nur eben merkte, es wurde wärmer oder kälter, es gab mehr Regen. Mehr Starkregen oder längere Dürrezeiten. Warum das passierte, wusste der Mensch nicht. Musste er auch nicht unbedingt. Zogen die Herden weiter nach Norden oder Süden, zog man mit ihnen mit. Das Leben war hart, aber einfach. Die Probleme waren groß, aber einfach gestrickt.
Heutzutage ist das Leben für die meisten nicht mehr so hart, auch wenn gerne viel gejammert wird. Die alltäglichen Probleme sind überschaubar und leichter zu bewältigen als vor 300.000 Jahren. Aber es haben sich, auch durch das Verhalten der Menschen, Probleme entwickelt, die vom Umfang her viel größer sind, als es die Probleme von damals waren. Und sie sind viel komplexer. Die Lösungen der Probleme sind oft alleine nicht zu schaffen, man benötigt im Grunde jeden Einzelnen der ganzen Gemeinschaft Menschheit. Und selbst dann sind die Probleme nicht schnell zu lösen. Eine Verbesserung, oder auch nur eine Verlangsamung der Problemverschärfung, würde sich erst in Jahrzehnten einstellen. Dafür wurde unser Gehirn aber vor 300.000 Jahren nicht konstruiert. Es wurde damals für schnelle Lösungen konstruiert.
Hunger, jagen, essen – oder binnen relativ kurzer Zeit starben eben viele in der Sippe an Hunger.
Wir müssen inzwischen in Generationen denken, auch (wenn wir beim Thema Klimawandel bleiben), weil wir das Problem zuerst gar nicht kannten und, als wir es dann erlernten, lieber darüber redeten als zu handeln. Das Gleiche gilt bei der Verschmutzung der Meere und der Zerstörung der Umwelt. Wir müssten erst einmal bereit sein, Einschränkungen durchzumachen, deren Nutzen vielleicht erst die folgenden Generationen haben werden. Wir müssen uns aufraffen, etwas zu leisten, von dem wir selbst dann kaum Vorteile haben werden, sondern erst die nächsten Generationen.
Scheinbar ist bei vielen das Gehirn dafür nicht konstruiert.
Bei vielen scheint sogar eine Art Kurzschlussfunktion eingetreten zu sein, sodass sogar die üblichen Mittel, die ein Gehirn hat (z. B. vernünftig über ein Problem zu reden), ausgeschaltet wurden. Ein Rückschritt in die Urzeit, in die Zeit, als der Homo sapiens gerade begann, die Welt zu erobern, ist bei ihnen zu erkennen, sodass sie jeden, dessen Nase und Aussagen ihnen nicht passen, nur ankeifen können. Unfähig, sich wie ein zivilisierter Mensch zu äußern. Und sie scheinen sogar stolz darauf zu sein, zu zeigen, dass sie sich in einer Urzeitgesellschaft wohler fühlen würden als in der jetzigen Welt.
Manchmal, muss ich zugeben, ist es richtig lustig, wie viel Spaß solche Leute heutzutage haben, primitiv zu grunzen.
Trump lässt zu großen Teilen in Kalifornien und in anderen Bundesstaaten illegale Einwanderer, die schon seit Jahren in den USA leben, dort arbeiten, ihre Kinder in die Schule schicken und, das ist das Wesentliche, oft eine befristete Aufenthaltsgenehmigung haben, einfach in die Abschiebung abführen. Diese Familien werden zum örtlichen Gericht zitiert. Dort wird ihnen die befristete Aufenthaltsgenehmigung ohne jegliche Begründung entzogen. Dann werden diese Familien vom Gericht aus zur Abschiebung gebracht.
Das ist illegal. Es gab sogar bereits ein Urteil des Supreme Court, dass Trump einen bereits abgeschobenen, der einfach als straffällig deklariert wurde, was nicht stimmte, wieder aus El Salvador zurück in die USA holen musste, da die Abschiebung ohne entsprechenden Rechtsweg stattfand. Trump hatte sich sogar zuerst über das Urteil hinweggesetzt, knickte später dann ein, holte den Mann aus Salvador zurück, um ihn, kaum dass er wieder in den USA gelandet war, zu verhaften.
Die Leute gehen berechtigterweise auf die Straße. Solche Ausschreitungen sind zwar rechtswidrig, aber sie sind nicht so außergewöhnlich, dass ein US-Präsident die Nationalgarde rufen kann. Über die Nationalgarde bestimmt der einzelne Bundesstaat. Ohne Abstimmung mit dem entsprechenden Gouverneur darf ein Präsident sie nur einsetzen, wenn ein Umsturz zu befürchten ist. Es gibt keinen Umsturzversuch, und die Eskalation fand auch erst statt, nachdem Trump die Nationalgarde angekündigt hatte.
Trump gießt absichtlich Öl ins Feuer. Trump braucht den Aufruhr, um hart durchgreifen zu können, um sich gegen die Bundesstaaten, besonders gegen die, die von demokratischen Gouverneuren regiert werden, durchsetzen zu können.
Würde es Trump um Recht und Ordnung gehen, hätte er am 06.01.2021, als er in Washington den Sturm aufs Capitol zumindest billigte, wenn nicht gar mit provozierte, die Nationalgarde rufen müssen. Denn damals wurde ein Umsturz, den Trump befürwortete, versucht.
Auch seine Andeutung, er würde gerne den Gouverneur von Kalifornien verhaften lassen, übersteigt bei weitem seine Kompetenzen. Zu behaupten, der wäre ja ganz nett, aber es war von ihm schon ein Verbrechen, sich für das Amt des Gouverneurs zu bewerben, da er angeblich total inkompetent ist, zeigt, dass es für Trump in den USA nur einen geben darf, der zu bestimmen hat. Nämlich er, Donald Trump.
Und die AfD in Deutschland jubelt Trump zu. Maximilian Krah suhlt sich geradezu in den Vorstellungen, so auch in Deutschland vorgehen zu können. Und seine Fangemeinde klatscht Beifall.
Wer die AfD wählt, sieht in den USA, was mit Deutschland passieren würde, wenn eine Regierung auf Recht und Gesetz scheißt. Recht und Ordnung, der Rechtsstaat, würden zerstört werden.
Die AfD ist rechtsextrem, durch und durch. Sie ist verfassungswidrig. Sie muss verboten werden.
Gerade auch, weil jeder vierte Wähler sie gewählt hat. Die NSDAP hatte in den beiden Reichstagswahlen, die 1932 stattfanden, immer über 30 %. Demokratisch die Stimmen zu bekommen, heißt eben nicht, eine demokratische Partei zu sein.
Auch Hitler hatte 1925, als die NSDAP wieder zugelassen worden war, erklärt, die Verfassung der Weimarer Republik zu achten. Das hielt er auch ein; allerdings nur bis zum 30.01.1933.
Die Verbrechen, die Zerstörung des Rechtsstaates, kamen erst nach der Machtübernahme durch die NSDAP. Bei der AfD wird es nicht anders sein.
Verbrechen, egal welcher Art, wird von der AfD nur angeprangert, wenn die Ausländer begangen haben. Das gibt der Bevölkerung ein gutes Gefühl, denn sie bekommen ein Feindbild, das sie einordnen und von sich selbst abgrenzen können.
In einer Stadt in Deutschland, ich weiß nicht mehr in welcher, gibt es seit vielen Jahren einen Weihnachtsmarkt und einen Wintermarkt. Eine sinnvolle namentliche Abgrenzung, um im örtlichen Sprachgebrauch zu wissen, welcher Markt gemeint ist, wenn man über sie spricht – und wenn man sich auf einem der beiden Märkte treffen will. Was macht die AfD daraus? Sie behauptet, es würde nur einen Markt geben und die Verantwortlichen der Stadt wollen den christlichen Begriff Weihnachtsmarkt entfernen, in dem sie den angeblich einzigen Markt in der Adventszeit angeblich umbenannt haben. Man verschafft der Bevölkerung das so sehr ersehnte Feindbild, auf das man herumhacken kann.
Die Regierung hat zur Coronazeit nicht alles richtig gemacht. Wie sollte sie auch, denn es gab keine Blaupause für diese Pandemie! Im Nachhinein stellte sich heraus, dass nicht alle Maßnahmen notwendig gewesen waren, einige Maßnahmen hätte man sich sparen können. Was macht die AfD, die alle Maßnahmen abgelehnt hat? Sie beschimpft die Regierung als angebliche Diktatur und behauptet, sie hätte damals recht gehabt mit ihrer Ansicht. Dabei hat sich eben nur herausgestellt, dass einige Maßnahmen nicht nötig oder übertrieben gewesen waren, aber eben nicht alle. Aber was soll's, man hat es wieder geschafft, der Bürger hat ein Feindbild bekommen, auf das man seine Wut auslassen kann.
Die AfD hat den USA, die viele Jahrzehnte unser Verbündeter waren, immer fälschlicherweise vorgeworfen, sie würden uns als Vasallen ansehen und so behandeln, was nicht stimmte. Aber so verschafft man wieder der Bevölkerung das so sehr ersehnte Feindbild. Kaum benimmt sich die USA so, als wären wir ihre Vasallen, überschüttet uns mit Strafzöllen und der US-Vizepräsident fordert, auch die Europäer sollen Parteien, die populistische Hetze verbreitet, so wie Vance es im Wahlkampf getan hat, als er behauptete, Haitianer hätten in einer Stadt die dortigen Hunde und Katzen gegessen, erlauben. Die AfD jubelte, als Vance von den Europäern verlangte, solche populistischen Lügen zuzulassen. Zu erlauben, auf Kosten einer Bevölkerungsgruppe der Gesellschaft ein Feindbild zu bieten - und damit Wählerstimmen zu heischen.
Putin, der seiner Bevölkerung als Feindbild die NATO herbeizauberte, um sich berechtigt zu erklären, die Ukraine nach 2014, 2022 wieder einmal anzugreifen, um sie unter seine Kontrolle zu bringen. Putin hat zwar mehrmals behauptet (z. B. in seiner Fernsehansprache vom 21.02.2022), die Ukrainer hätten keine eigene Identität, sie wären im Grunde Russen, und der in dieser Rede drei Tage vor dem erneuten Überfall kein einziges Mal die Nato erwähnt hat, wird von der AfD dafür bewundert, dass er sein Volk, egal wie dreckig es der Bevölkerung geht, durch Schaffung eines Feindbildes zusammenhält. Die AfD bewundert Putin, der im Juni 2022 in St. Petersburg, als er zum 350. Jubiläum der Geburt von Peter I. ganz alleine auf einer großen Bühne in einem Sessel saß und über Peter I. sinnierte, der angeblich russische Erde (die vorher noch nie russisch gewesen war) erobert hatte, lächelnd ins Publikum sagte, dass Russland nun wieder dabei ist, russische Erde einzusammeln. Kein Wort gegen die NATO, um den Überfall auf die Ukraine zu rechtfertigen, sondern es ging ihm um angebliche russische Erde. Im Herbst 2023 sagte Putin in Sotschi, dass die Ukrainer (angeblich) auf Kosten von Russland leben, da sie (angeblich) auf historisch russischer Erde leben. Wieder kein Hieb gegen die NATO. Die AfD liebt Putin dafür, dass er nach außen, gegenüber dem Westen und der restlichen Welt, die NATO als russisches Feindbild, von dem man (angeblich) im Grunde angegriffen wird, benennt.
Alle von denen, Putin, Trump, deren Anhänger und die AfD, kämpfen gegen Woke. Im Grunde scheint es so, die ganze sogenannte Nachkriegsordnung wäre woke gewesen und man würde diese endlich einstampfen. Die AfDler brüllen im Netz, „wir wollen Frieden“. Dabei lebt sie in Frieden und beklatschen denjenigen, der in Europa einen Eroberungskrieg angezettelt hat, wie Hitler (und Stalin) es 1939 das letzte Mal taten. Und sie verhöhnen den Angegriffenen und brüllen, er solle endlich Ruhe geben.
Die woke Welt können Leute wie Trump. Putin, die AfD und andere Gleichgesinnte endlich wieder zerstören. Das Völkerrecht, die UN-Charta, die vor fast 80 Jahren, am 24. Oktober 1945, in Kraft trat und schon von Anfang an auf wackligem Boden stand, ist endlich wieder obsolet. Es gilt nun gar nicht mehr die Stärke des Rechts, sondern das Recht des Stärkeren.
Peter Thiel meinte schon vor Jahren, dass Freiheit (des Stärkeren) und Demokratie nach seiner Ansicht unvereinbar sind.
Elon Musk hat letztens in einem Interview gesagt, dass die Schwäche der westlichen Zivilisationen die Empathie sei.
Donald Trump, der sich schon mal herablässt, vor dem Weißen Haus eine Bibel hochzuhalten, denkt darüber genauso. Dass in der Bibel auch die Bergpredigt steht, laut allgemeiner Ansicht das Hauptstatement von Jesus Christus, nach dem immerhin das Christentum benannt wurde, interessiert da nicht.
Maximilian Krah hat die Osteransprache des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, verurteilt, da dieser die Demütigungen und Lügen von Trump anprangerte. Maximilian Krah nannte auf X die Predigt ein Politisieren auf niedrigem Niveau, statt einer kraftvollen Osterbotschaft.
Ist etwa die Bergpredigt von Jesus Christus keine politische Botschaft? Der Rauswurf der Händler aus dem Tempel etwa auch nicht? „Selig sind die Barmherzigen …..“, ist kein Glaubensbekenntnis, sondern eine „woke“ politische Botschaft.
Glaubt Maximilian Krah etwa, das Christentum besteht daraus, Jesus Christus zu feiern, aber seine Aussagen, seine Statements, seine Forderung an die Menschen zu verachten?
Die Fans von Maximilian Krah feiern ihn für seinen Jubel an die Person Jesus Christus und für seine Verachtung für die Taten und Aussagen von Jesus Christus.
Aber der AfD wird wohl die Zukunft gehören. Denn sie ist in der Lage, ein Feindbild zu schaffen, Hass zu streuen, Empathie zu verachten. Und mit Angst, Hass und Wut kann man eher Emotionen wecken als mit der Forderung nach Empathie.
Die Leute lieben es geradezu, im Netz nur noch zu stänkern und zu hetzen. Daher lieben viele die AfD, die genau das selbst zelebriert.
Es wird zwar düster in der Gesellschaft werden, wenn die Menschen nur noch nach Feindbildern lechzen, aber die Leute lieben es. Vielleicht, weil sie sich dann endlich selbst mal stark fühlen.
Jörg Urban von der AfD-Sachsen hat es auf X das Erfolgsrezept der AfD selbst offen gelegt. Und er ist der Ansicht, dass jede Partei diesem Rezept folgen muss, um Erfolg zu haben, und er hat sich darüber amüsiert, dass die anderen Parteien genau dieses eben nicht machen:
Polarisieren.
Polarisieren heißt, die Gesellschaft zu den gegenüberliegenden Polen zu treiben, sie also zu spalten, sodass es keine Mitte mehr gibt. In der Mitte ist dann gar nichts mehr, an den beiden Polen alles.
Und eine gespaltene Gesellschaft kann nicht mehr miteinander reden, nicht diskutieren, sondern sich noch anbrüllen. Was die Spaltung vertieft.
Darum ist für die AfD auch alles, was die Regierung macht, immer gleich ein riesiger Skandal.
Die Coronamaßnahmen sind für die AfD alle ein Skandal gewesen. Und da, nach Corona, die Regierung selbst festgestellt hat, dass einige Maßnahmen übertrieben und überflüssig gewesen waren, brüllt die AfD: „Skandal, wir hatten recht.“
Dabei hatte die AfD nur in wenigen Fällen recht, und die Regierung konnte gar nicht alles richtig gemacht haben, da es für diese Pandemie keine Blaupause gab. Auch das RKI konnte nur, nach bestem Wissen und Gewissen, Vermutungen anstellen, da es eben keine Blaupause dafür gab und die letzte verheerende Pandemie, die Deutschland (und andere Länder) getroffen hat, die spanische Grippe, schon mehr als hundert Jahre her ist.
Die Impfungen haben Leben gerettet, das ist erwiesen. Trotzdem reitet man auf Nebenwirkungen herum, wobei die Zahl von schweren Nebenwirkungen überschaubar ist.
Früher starben auch schon Menschen in jüngeren Jahren. Seit Corona wird jeder Mensch, der irgendwie in jungen Jahren stirbt, in den sozialen Netzwerken verbreitet, sodass man das Gefühl bekommt, dass jetzt viel mehr Menschen in jungen Jahren sterben als vorher. Aber das Gefühl entsteht nur durch die massenhafte Verbreitung in den sozialen Netzwerken.
Das RKI lernt aus den Fehlern der Pandemie, aber eine Partei, die alle Maßnahmen als Schikane bezeichnet hat, macht sich lächerlich, wenn sie bei vielleicht 20 oder 30 % der Maßnahmen recht hatte, bei den anderen 70 bis 80 Prozent aber unrecht (was aufzeigt, wie ihre Fehlerquote gewesen wäre, wenn sie während der Pandemie an der Regierung gewesen wäre), dann aber laut von einem Coronaskandal spricht.
Man verurteilt von der Leyen, da sie für die EU, als es noch viel zu wenig Impfstoffe gegeben hat und man nicht wusste, wann dieser ausreichend produziert werden kann, nach dem AfD-Motto „wir zuerst“, sich für die EU Kontingente, die noch nicht lieferbar waren, sicherte.
Man verurteilt Jens Spahn, da dieser, als es keine Masken mehr auf dem Weltmarkt gab, da jeder Staat nach Masken brüllte, aber über 90 % der Maskenproduktion in China saß, diese Lieferkette aber gerissen war, da China, wegen eine 0-Covid-Politik, die Häfen dicht machte und keine
Masken in die Welt gingen, jede Quelle anzapfte, die ihm Masken versprach. Das zu einer Zeit, als selbst in Krankenhäusern, für die OP, Maske ein Mangel drohte.
Niemand wusste, wann die Lieferketten wieder funktionierten, aber Jens Spahn wird, ganz besonders von der AfD, in die Pfanne gehauen, weil dieser in dieser Notsituation nach jedem Strohhalm griff, den man ihm anbot.
Die AfD hätte wohl, wäre sie in der Regierung gewesen, keinen dieser Schritte gemacht. Und es hätten dann viele Masken gefehlt, was der AfD egal gewesen wäre, weil sie einfach, was falsch gewesen wäre, das getan hätte, was sie sowieso getan hat, die Masken als wirkungslos darzustellen, was nicht stimmt.
Aber genau das alles in den sozialen Netzwerken rauf und runter zu verbreiten, schafft Emotionen gegen die Regierung, für die AfD. Nach dem Motto von Weidels Aussage und Urbans Erkenntnissen (siehe oben).
Warum leugnet die AfD den weitestgehend von Menschen verursachten Klimawandel und hat den jetzigen Klimawandel in ihrem letzten Wahlprogramm als natürlich und harmlos dargestellt?
Die Antwort ist einfach. Jeder Klimaschutzmaßnahme kostet Geld. Man kann also, indem man den weitestgehend von Menschen gemachten Klimawandel leugnet, jeder Maßnahme, die für den Bürger eine Einschränkung bedeutet, als eine angebliche Schikane an den Bürger verteufeln.
Man kann damit polarisieren, die Bevölkerung spalten, sie aufhetzen. Und da die AfD-Funktionäre das im Netz in Massen machen, kommt die Erkenntnis von Gustave Le Bon zum Tragen, dessen Buch „Psychologie der Massen“ schon Joseph Goebbels studiert haben soll und seine Propaganda für die NSDAP entsprechend ausgelegt ist.
Habecks Klimagesetz war kein gutes Gesetz. So ein Gesetz war und ist wichtig, aber die Ausführung, die Habeck brachte, war zu undurchdacht, nicht zu schaffen.
Und was machte die AfD? Sie zeigte nicht die Fehler des Gesetzes auf und forderte Nachbesserung, gerne auch mit Unterstützung der AfD. Nein, sie lehnte stattdessen das Gesetz in Bausch und Bogen ab, weil sie den weitestgehend von Menschen gemachten Klimawandel genau deshalb leugnet. Um keine Gesetze mittragen zu müssen, die der Bevölkerung Einschnitte abverlangt. Die AfD agiert wie eine Sekte. Sie versprach und verspricht das Paradies auf Erden für die deutsche Bevölkerung, ohne dass diese dafür irgendwelche Einschnitte, Kosten usw. ertragen muss. Sollte die AfD irgendwann doch mal regieren und der Klimawandel überrollt uns dann, wird die AfD den früheren Regierungen die Schuld dafür geben, da diese zu wenig getan hat. Dass sie aber alle Maßnahmen abgelehnt hat, da nach ihrer Ansicht es diesen weitestgehend von Menschen gemachten Klimawandel gar nicht geben würde, wird dann nicht nur verschwiegen, sondern, sollte jemand so etwas behaupten, auch als Lüge verunglimpft werden. Es geht der AfD nicht um eine bessere Zukunft, sondern nur darum, die Regierung schlecht zu reden, um selbst die Macht zu erringen. Das aber nur der Macht wegen.
Auch die Auftritte von AfD-Abgeordneten im Bundestag am Rednerpult ist für die AfD nicht dazu da, um sich im Parlament Gehör zu verschaffen. Die AfD benutzt den Bundestag und das Rednerpult nur als Bühne, damit ihre Reden in den sozialen Medien verbreitet werden. Ihre Schimpfkanonaden, ohne dass na klar dann die sachlichen Erwiderungen der anderen Parteien, die die AfD-Reden als reine Schimpfkanonaden entlarven, auch zeigen. Und wenn wer z.B. auf X nur dazu da ist, Weidels Hetzreden, gut zusammengeschnitten zu verbreiten, ohne dann selbst auf sachlicher Erwiderungen, egal ob positiv oder negativ, zu reagieren, ist nicht bei X, um zu diskutieren, sondern, um Propaganda zu verbreiten. Da ist die Vermutung sogar groß, dass hinter einem scheinbar privaten Account die AfD sogar selbst steckt. Bzw., wenn jemand nur Hetzreden von Weidel verbreitet und von keinem anderen AfD-Redner, sogar da Büro von Weidel hinter diesem Account steckt.
Warum jubelt die AfD JD Vance zu, der während der letzten Münchner Sicherheitskonferenz den Europäern vorwarf, die Meinungsfreiheit einzuschränken, da sie keinen Populismus zulassen will.
Vance hält seine Lügen, z.B. seine Diffamierung von Haitianern, die in einer Ortschaft in den USA leben und angeblich die örtlichen Hunde und Katzen gegessen haben sollen, als, wie nannte er es doch dann, einfach eine Geschichte, die man im Wahlkampf ruhig bringen darf, wenn man die Lüge verbreitet, dass die Haitianer die Hunde und Katzen der Ortschaft gegessen hätten.
Das sollte, nach seiner Ansicht, erlaubt sein. Lügen sollte erlaubt sein.
Und die AfD-Blase fragt bei Kritik zu einem Verbot von Lügen, wer nimmt sich das Recht heraus, zu bestimmen, was eine Lüge ist?
Eigentlich weiß doch jeder, wann er lügt. Und wenn jemand meint, er dürfe lügen, nur weil man ihm das nicht nachweisen kann, dann dreht er den alten römischen Rechtsgrundsatz (in dubio pro reo) in der Aussage in der Gestalt um, dass er behauptet, „ich darf jede Lüge bringen, solange man mir nicht nachweisen kann, dass ich lüge.“
Alle lügen irgendwann mal, niemand ist immer ehrlich. Man hat sich irgendwie verrannt und versucht durch eine Lüge wieder herauszukommen. Das ist nicht richtig, aber ab und zu macht man das. Das ist aber längst nicht das, was einige als grundsätzliches Recht ansehen, nämlich absichtlich, ständig zu lügen. Mit Lügen ganz bewusst manipulieren zu wollen. Eine Doktrin, der Putin nachgeht, Trump, und auch die AfD.
Und wenn man erwischt wird, spielt man das Opfer, so wie Trump es nach seiner Verurteilung im Schweigegeldprozess machte, und jetzt auch Le Pen, die bei sich kein Fehlverhalten erkennen kann. Und das, obwohl es Belege gibt, dass sie Gelder aus der EU für die Parteimitarbeiter in der EU eben nicht nur für diese, sondern auch für ihre Mitarbeiter in Paris benutzt hat (um Parteigelder für andere Dinge aufzusparen). Sie meint, das wäre legitim. Aber die Regeln der EU sehen und sahen das immer anders.
Und alle Parteien vom rechten Rand in Europa schimpfen gegen das Gerichtsurteil, auch die AfD. Dabei erfinden sie eine eigene Begründung für das Urteil. Worum es im Prozess ging, was Le Pen sich zuschulden hat kommen lassen, darüber geht man stillschweigend hinweg.
„Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.“
„Wir haben Erfolg, weil wir polarisieren, die Gesellschaft also spalten. Und die anderen Parteien sind einfach zu blöd, das auch zu machen.“
Ist eine Gesellschaft aber erst einmal zu den gegenseitigen Polen getrieben, ist sie so extrem gespalten, ist keine liberale Demokratie mehr möglich, denn niemand will mehr miteinander sachlich reden. Was gerade die AfD-Fans bereits heutzutage nicht wollen, wie man oft genug erlebt, da sie nur in der Lage sind, dumme Sprüche als Antwort zu bringen.
Das ist das Ziel von Trump, von Putin, von Le Pen, usw. - Und eben auch von der AfD.
Und daher ist die AfD verfassungsfeindlich und muss verboten werden.
Noch einmal, Alice Weidel, Jörg Urban - und auch viele andere AfD-Funktionäre - haben es selbst zugegeben, worum es ihnen geht und dass sie bereit sind, (fast) jedes Mittel dafür einzusetzen. Und Gustave Le Bon hat die Rezeptur für den Erfolg aufgezeigt.
Die atomare Abschreckung diente immer der Verteidigung. „Greifst Du mich an, stirbst Du“. Wer zuerst schießt, stirbt als Zweites.
Russland hat die Spielregeln geändert. Nun dient die atomare Abschreckung auch zum Angriff an ein anderes Land, das keine Atomwaffen hat, und man droht der einer anderen Atommacht: „Mischst Du Dich so extrem ein, dass ich meine Beute nicht heimführen kann, stirbst Du.“
Interessant dabei ist, dass die Konsequenz, dass man dann selbst auch sterben wird, völlig außen vor gelassen wird, und die angesprochene Atommacht, da der eigentliche Angriff ja nicht ihr selbst galt, die Drohung letztendlich akzeptiert. Und kommt man einmal damit durch, gibt es keinen Grund, es nicht auch ein zweites Mal und öfters zu versuchen.
Die UNO wurde am 25. Juni 1945 gegründet, ihre Taufe erhielt sie mit der UN-Charta am 24. Oktober 1945, den man seitdem auch den Tag der UNO bezeichnet.
Die Welt wurde trotzdem nicht friedlich. Aber der ganz große Konflikt blieb aus, auch wenn man Stellvertreterkriege führte. Kleinere Konflikte konnten, solange im Sicherheitsrat keine Veto-Macht von ihrem Vetorecht Gebrauch machte, eingedämmt werden.
Und nun verhandeln die USA und der Aggressor Russland über einen Waffenstillstand in der Ukraine, und am Montag zeigte sich endgültig, dass die USA auf der Seite des Aggressors stehen. Die USA bauen den Druck gegen das angegriffene Land auf, es solle sich den Forderungen des Aggressors beugen, und dieser stellt immer neue Forderungen. Und das sogar für einen umfangreichen Waffenstillstand. Forderungen, die die Ukraine nicht annehmen kann, da sie danach nicht mehr verteidigungsfähig wäre und Russland jederzeit, aus einer besseren Lage, wieder die Waffen sprechen kann.
Am Montag würde eine Teilwaffenruhe für das Schwarze Meer beschlossen, mit weiteren weitreichenden Zugeständnissen der USA an Russland.
Für die Ukraine hat diese Waffenruhe im Schwarzen Meer keine Vorteile. Es hatte sich schon in den letzten drei Jahren die Schiffsrouten, die es für seinen Handel benötigt, freigekämpft.
Die USA wollen eindeutig einen „Deal“ mit dem Aggressor Russland. Das angegriffene Land hat zu kuschen.
Und die UNO. Die sitzt nicht einmal auf den Zuschauerrängen, sondern bekommt von den Ergebnissen aus den Zeitungen mit und hat kein Wort mitzureden. Für Europa gilt das Gleiche.
Wir sind wieder da, wo wir vor dem 2. Weltkrieg jahrhundertelang waren. Und Russland zeigt, was es mit seiner genannten multipolaren Weltordnung meint. Die großen, die starken Mächte teilen sich ihre Einflussgebiete untereinander auf. Die kleinen Länder haben sich zu fügen.
Und die AfD, was macht die? Die bewundert immer noch Russland und steht auf seiner Seite.
Die USA wurden von der AfD immer verachtet. Solange die USA uns als Verbündeten und Partner betrachteten, schimpfte die AfD, wir wären ihre Vasallen und die USA sollten aus Deutschland, wenn möglich, aus ganz Europa verschwinden. Heutzutage, wo die USA eine Regierung haben, die Deutschland und ganz Europa als lästige, ungehorsame Vasallenstaaten betrachtet, von deren Territorium man gerne etwas überschrieben haben möchte, wird die USA komischerweise von der AfD gefeiert.
Und die UNO könnten wir zum 80. Geburtstag, am 25. Juni 2025, beerdigen. Es gilt wieder uneingeschränkt das Recht des Stärkeren.
Und es gibt viele ungelöste Territorialstreitigkeiten auf der Welt. Mit welcher Berechtigung sollte die UNO da noch schlichten können, wenn die Großen dieser Welt doch einfach Grenzen militärisch verschieben dürfen, wie es Russland gerade macht, oder damit drohen, wie es die USA und die VRC es machen.
Ich mal eine Frage und bringe dafür eine kleine Metapher, um diese besser erklären zu können.
Stellt Euch vor, ich möchte gerne mit einer ganz bestimmten Frau, nennen wir sie Sofia, Sex haben, den Sofia, warum auch immer und für mich völlig unverständlich, nicht mit mir ausüben will.
Ich schnappe mir Sofia, sperre sie ein, schlage und trete sie, sorge dafür, dass sie nichts zu essen und zu trinken bekommt, damit ihr Wille gebrochen wird. Ich verspreche ihr, wenn sie meine Wünsche erfüllt, werde ich sie nicht mehr schlagen
Einige Freunde der Sofia stecken ihr aber ständig etwas zu essen und zu trinken zu, damit ihr Widerstand nicht erlahmt. Aber sie wird trotzdem schwächer, leidet und ist verzweifelt, schreit um Hilfe, aber ihr Wille, sich zu wehren, wird schwächer.
Einige Freunde und Freundinnen von mir, Namen sind zwar Schall und Rauch, aber nennen wir sie trotzdem einfach mal Alice, Sahra, Tino, Björn, Maximilian, Elon und Julian, versuchen die Freunde von Sofia davon abzuhalten, ihr Essen und Trinken zu geben, weil sie der Ansicht sind, es wäre doch viel besser und alle hätten dann ihre Ruhe, wenn die Frau einfach aufhört, sich zu wehren und um Hilfe zu brüllen. Immerhin nervt es ja auch, wenn man jemanden ständig um Hilfe brüllen hört.
Auch viele Nachbarn von uns, die auf keiner Seite stehen, verlangen einfach nur, das ewige Geschreie um Hilfe soll endlich aufhören, da das ja bis ins Innere ihres Hauses dringt. Ob ich dabei mit dem Prügeln und den Folterungen aufhöre, oder sie endlich mit ihrem Widerstand, ist den Nachbarn dabei egal. Hauptsache, es herrscht endlich Ruhe.
Einer der Freunde von Sofia, derjenige, der sie am meisten unterstützt hat, nennen wir ihn Onkel Sam, geht in Rente und sein Sohn, Don T. Corleone, übernimmt dessen Geschäfte. Don T. wird von mir überredet, mit der Hilfe für Sofia aufzuhören, indem ich ihn damit besteche, dass er sich dann auch ständig mit Sofia etwas vergnügen darf und damit eine Entschädigung für die bisher geleistete Hilfe bekommt. Don T. ist von der Idee begeistert.
Kommen wir wieder zum Anfang der Metapher und zu meiner Frage:
Wenn Sofia dann, völlig verzweifelt aufhört sich zu wehren, unter anderem auch, weil ihr stärkster Unterstützer die Seiten gewechselt hat, und sie dann einfach die Beine breit macht, um keine Schmerzen mehr zu haben und zumindest von mir essen und trinken zu bekommen, und ich sie somit dann ständig benutzen kann, da sie akzeptiert, dass sie mein Eigentum ist ….
… kann ich dann berechtigt sagen, der Sex mit Sofia ist einvernehmlich und Alice, Sahra, Tino, Björn, Maximilian, Elon, und Julian haben von Anfang an mit ihrer Ansicht recht gehabt, man hätte Sofia nicht helfen sollen, da sie dann viel weniger Schmerzen gehabt hätte?
Wie geschrieben, nur mal eine Frage, rein hypothetisch.
Donald Trump zerlegt die Verfassung der USA – und aus der AfD kommen Jubelgesänge.
Zumindest einige von Trumps Dekreten verstoßen eindeutig gegen die Verfassung der USA. Trump meint, er dürfe das. Als Präsident dürfe er Dekrete erlassen, egal welche. Er ist der Präsident, er dürfe alles in Ausführung seines Amtes machen. Und somit verstoße er auch nicht gegen die Verfassung, sondern ändere sie nur. Er würde das in Ausübung seines Amtes machen.
Dabei steht in der Verfassung ausdrücklich, welche Prozesse durchlaufen werden müssen, damit die Verfassung geändert werden kann. Nur ein Dekret des Präsidenten reicht dabei nicht.
Es regt sich juristischer Widerstand gegen Trumps Vorgehen. Trump ist darüber entrüstet. Kein Richter, auch kein Bundesrichter, habe das Recht, zu behaupten, er dürfe das nicht.
Und aus der AfD und ihrer Fangemeinde schallt es Jubelgesänge.
In der AfD wird Putin bewundert, Xi Jinping, Orbán, der in Ungarn den Rechtsstaat, zum Wohle von Verwandten und Freunden (und sich selbst), aushöhlt.
Nun jubelt die AfD und ihre Fangemeinde auch Trump zu.
... oder wie es Fachleute auch nennen, er hat es vermerzt.
Bereits am 10. April 2024 hat das EU-Parlament die Asylregeln für die EU verschärft. Die Ampelregierung steht, trotz Magenschmerzen bei den Grünen, grundsätzlich zu diesen Verschärfungen.
Das Gesetzesvorhaben soll die Lage der direkt betroffenen Länder an den Außengrenzen entlasten. Es sieht Asylzentren dicht an den EU-Außengrenzen vor, in denen die Identität der Antragsteller überprüft werden soll. Migranten mit wenig Aussichten auf Asyl sollen gar nicht erst in die EU gelangen. Diese Migranten werden als gar nicht erst eingereist eingestuft. Bis zur Entscheidung über den Asylantrag sollen die Antragsteller, auch Familien, in haftähnlichen Auffanglagern untergebracht werden. Auch sollen die Kriterien für sogenannte sichere Drittstaaten stark ausgeweitet werden.
Dieses ganze Paket ist gerade bei Menschenrechtsorganisationen stark umstritten, aber es ist durch. Seit Wochen liegt dieses Paket im Bundesrat zur Beratung und Abstimmung.
Wie es heißt, blockiert die CDU das Verfahren. Auch mit der Begründung, es sei nicht so eilig.
Und nun macht Merz einen auf populistischen Hardliner, obwohl man doch mit der Migrationsfrage, EU-konform, schon lange viel weiter hätte sein können und ein Paket hätte schnüren können, was auch Deutschland stark entlastet hätte.
Die AfD hat mit ihrem Slogan, wer die CDU wählt, wählt Grün gleich mit, wohl Merz so viele Ängste um seinen Wahlsieg bereitet, dass er jetzt nur noch, wie ein Wadenbeißer, wild um sich schnappen kann.
Alles, was sich in den letzten zwei Wochen im Bundestag in Hinblick auf Migrationsfragen abgespielt hat, wäre nicht nötig gewesen.
Alice Weidel ist eine Populistin, sie ist eine Demagogin und eine Hetzerin, sie darf niemals Kanzler werden. Aber sie hat aufgezeigt, dass auch Merz „nicht Kanzler kann“.
Wer so feige vor Populisten, Demagogen und Hetzern den Schwanz einzieht, sich von denen in eine Ecke drängen lässt, in der er kaum noch mit SPD oder Grünen eine Koalition bilden kann, gehört in den Kindergarten, aber kaum ins Kanzleramt.
Für einen Kandidatenwechsel ist es zu spät. Was jetzt noch die Demokratie retten könnte, wäre von Merz ein mutiger Schritt. Er müsste offen aussprechen, dass er sich, auch durch die Demagogie der AfD, verrannt hat. Er sollte sich bei allen entschuldigen und kundtun, dass er, sollte er Kanzler werden, das Migrationspapier, das EU-konform ist und im Bundesrat seit Wochen vor sich hin schlummert, schnell auf den gesetzlichen Weg gebracht wird. Und das, obwohl es nicht sein Gesetz ist, sondern von der Ampelregierung dem Bundesrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt wurde.
Merz sollte aufhören, sich von der AfD jagen zu lassen, er sollte zeigen, dass er Kanzler kann.
Mut zur Selbstkritik wäre jetzt angesagt.
Und bei aller Abneigung gegenüber den Grünen sollte Merz auch einräumen, dass der Klimawandel eines der größten Probleme der Menschheit ist und dass eine Partei, die diesen leugnet, niemals regieren darf.
