Putin versucht mal wieder die Unterstützer der Ukraine einzuschüchtern

 

Immer mehr westliche Staaten, die die Ukraine unterstützen, wollen ihnen erlauben, mit den gelieferten Waffen und Munition auch Ziele in Russland anzugreifen.

Nun warnt Putin, nennt diesen Vorschlag eine steigende Eskalation, die zu ernsten Konsequenzen führen kann. „In Europa, besonders in den kleinen Staaten, sollten sie sich bewusst sein, womit sie da spielen.“

 

Russland schießt nicht nur mit eigenen Raketen und eigener Munition von der Ukraine und auch von Russland aus auf ukrainische Ziele, sondern auch mit Munition und Raketen aus Iran und Nordkorea. Aber er würde es als weitere Eskalation sehen, wenn die Ukraine genauso die Erlaubnis erhält (wie sie Russland stillschweigend vom Iran und Nordkorea auch hat), feindliches Territorium mit fremden Waffen zu beschießen.

 

Alleine diese Forderung zeigt auf, dass Putin sich um Belange von anderen in keiner Art und Weise interessiert. Ist Russland involviert, interessieren nur russische Interessen, die anderen haben sich zu ducken.

 

 

Ganz ehrlich, ich verstehe unsere Politiker nicht, dass sie das gegenüber Putin nicht laut und deutlich sagen. Er hat den Krieg begonnen, er benutzt dazu ausländische Waffen und Munition, um in der Ukraine die Infrastruktur, Wohngebiete und militärische Ziele zu zerstören. Das gleiche Recht hat auch die Ukraine. Auch mit fremden Waffen. Und das ist keine Steigerung der Eskalation, sondern eine legitime Art, sich zu verteidigen und dem Verteidiger zu helfen.

 

Und sollten wir uns davon einschüchtern lassen, weiß Putin dann, wie er uns bei seinem nächsten Zug wieder an den Eiern packen kann.

 

Moldawien, Georgien. Medwedew hat auf „X“ im März den lettischen Präsidenten, einen Präsidenten ohne einiges Land, bezeichnet.

 

Am 08.06.2022 wurde ein Antrag an die russische Duma gestellt, die Anerkennung von Litauen, die die UdSSR 1991 gab, zurückzunehmen. Ich weiß nicht, wie über den Antrag abgestimmt wurde, da ich seit Oktober 2022 nicht mehr auf die Seite der Duma komme. Aber beides zeigt auf, dass Russland mehr will.

 

Das kann man auch aus dem Artikel ersehen, den Medwedew vor ein paar Tagen auf der Webseite von „Einiges Russland“, der Partei von Putin, hineingestellt hat.


Wenn wir wieder Ruhe und Frieden in Europa haben wollen, muss Putin gestoppt werden. Und er muss sich dabei komplett aus der Ukraine zurückziehen. Schließt man jetzt einen Kompromiss mit der jetzigen Frontlage als Status quo, haben wir quasi ein Minsk-3-Abkommen. Putin hätte wieder ein weiteres Stück von dem Kuchen, den er komplett haben möchte, erhalten. Sobald Russland sich wieder stark genug fühlt, wieder aufgerüstet ist, wird er neu angreifen, während der Westen, wenn erst einmal wieder Frieden herrscht, wieder in einen Dornröschenschlaf fallen wird und die Ukraine nur im geringen Umfang mit Waffen beliefern würde.

 

Spätestens bei einem Minsk-6-Abkommen würde man über die baltischen Staaten verhandeln. Denn die will Russland eindeutig wieder bei sich eingliedern. Etwas, das, für Russland, nicht nur eine Frage von russischer Erde ist, die laut russischer Ansicht eben auch in den baltischen Staaten herumliegt, sondern es würde auch der Oblast Kaliningrad wieder eine Landverbindung zu Russland bescheren. Sicher, über Belarus, aber das ist ja quasi schon russisches Gebiet.

 

Es wäre für die westlichen Staaten eine Katastrophe, sollte Russland sich in der Ukraine durchsetzen, und das nicht nur aus militärischer Sicht. Kontrolliert Russland neben dem eigenen Getreide auch das der Ukraine, würde es in Afrika kaum noch ein Land geben, das von Russland nicht erpresst werden kann. Entweder sie unterstützen Russlands Politik, oder die Bevölkerung muss halt hungern.

 

 

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