„…., wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“

 

Der Kabarettist  Uwe Steimle schwafelte bei einer AfD-Veranstaltung über Friedrich Merz und sagte dann wörtlich:

 

Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“

 

Seitdem diskutiert man, ob der Satz noch unter Kunst eines Kabarettisten fällt, oder ob es schon wirklich der Wunsch von Steimle ist, dass ein Attentat auf Friedrich Merz ausgeführt wird.

 

Aber vergessen wir mal die juristischen Spitzfindigkeiten und fragen wir uns einfach mal, was wäre, wenn es ein anderer gesagt hätte, und einen anderen Namen genannt hätte.

 

Was wäre, wenn ich über Alice Weidel schwafeln würde, und dann den Satz bringen würde:

 

Wenn ich Alice Weidel sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“

 

Oder wenn ich über Tino Chrupalla, der bei dem Ausspruch neben Uwe Steimle auf der Bühne saß, schwafeln würde, und dann den Spruch bringen würde:

 

Wenn ich Tino Chrupalla sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“

 

Oder wenn ich über Ulrich Siegmund schwafeln würde, der bei dem Ausspruch neben Uwe Steimle auf der Bühne saß, und dann den Spruch bringen würde:

 

Wenn ich Ulrich Siegmund sehe, frage ich mich manchmal: Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“

 

Oder das in Verbindung mit Beatrix von Storch, Björn Höcke, Stefan Brandner, Markus Frohnmaier oder anderen AfD-Politikern bringen würde. Oder gegen irgendeinen AfD-Politiker

 

 

Was würde passieren?

 

Es ist doch wohl sicher, dass das soziale Netz brennen würde, die AfD-Fanblase würde rauf und runter dort verbal Feuer legen, da das, nach ihrer Ansicht, ein Aufruf zu einem Attentat wäre: „Die Kartellparteien zeigen ihr wahres Gesicht. Es sind Mörder und es sind Kreaturen, die zu Mord aufrufen.“

 

Das Netz würde brennen, man würde Aufmärsche auf den Straßen veranstalten und laut die Verurteilung dieser angeblichen linksfaschistischen Mörderbande fordern.

 

Es dürfte jedem klar sein, dass die jeweils als angeblich erwählte Attentatsopfer voller Wut und Hass vor einem Mikrofon, im Netz, usw. diese Attentatsfantasien verurteilen und Strafanzeige stellen würde.

 

Niemand in der AfD würde auch nur ansatzweise die Frage stellen, ob das vielleicht doch nur Kunst ist.

 

Zweifelt daran jemand? Wohl kaum.

 

Aber so, wenn auf einer AfD-Veranstaltung so ein Wunsch gegen einen Politiker der anderen Parteien ausgesprochen wird, ist es selbstverständlich nur Kunst, Satire.

 

 

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