Sollen Beamte für ihre Pension in die Rentenkasse mit einzahlen?
Die Antwort lautet: Nein
Kommen wir zu den Arbeitnehmern.
Seit es die Rentenversicherung gibt, zahlen Arbeitnehmer einen Teil des Beitrages ein. 50 % kommen von den Arbeitgebern, 50 % muss der Arbeitnehmer zahlen.
Das hat Tradition und auch die Gewerkschaften haben immer bei ihren Tarifverhandlungen im Blick, was netto bei den Arbeitnehmern hängen bleibt. In guten Jahren versuchten die Gewerkschaften, dafür zu sorgen, dass die Gehaltserhöhungen, inflationsbereinigt, etwas mehr waren, in schlechten Jahren versuchten sie zumindest, dafür zu sorgen, fast einen Inflationsausgleich durchzusetzen.
Bei den Beamten zahlt der Arbeitgeber, also der Staat, damit letztendlich der Steuerzahler 100 % der Pension. Das klingt ungerecht, aber auch das hat Tradition, und selbst wenn es dabei Unterschiede zu privaten Arbeitnehmern gibt, hat man auch dabei immer das im Blick, was bei dem entsprechenden Gehalt (bei Beamten korrekt bezeichnet, der Besoldung,) auch netto im Geldbeutel des Beamten bleibt.
Sollte in Zukunft der Beamte also für seine Pension mit 50 % der Kosten selbst aufkommen und entsprechend in die Rentenkasse (Pensionskasse) einzahlen, müsste sein Bruttogehalt erst einmal entsprechend steigen. Und wer zahlt das Bruttogehalt und wer würde somit die Mehrkosten für die Erhöhung zahlen?
Richtig: Der Steuerzahler.
Da nun die Forderung zu stellen, der Beamte soll auch in die Rentenkasse oder in eine Pensionskasse einzahlen, wäre also ein Nullsummenspiel. Im Gegenteil, es würde sogar noch mehr kosten, da noch ein paar Beamte zusätzlich eingestellt werden müssten, um das zu verwalten.
Die eigentliche Ungerechtigkeit liegt also woanders, und sie liegt in der Pension selbst, die ein Beamter nach seiner Tätigkeitszeit erhält.
Die durchschnittliche Rente betrug 2025 in Deutschland bei Männern 1.405 €, bei Frauen lag sie bei 955 €.
Die durchschnittliche Pension lag 2025 bei 3.416 €.
Da liegt das Problem. Ein Beamter bekommt mehr als doppelt so viel Ruhegeld wie ein Arbeitnehmer.
Das ist, fragt man die KI von Google, zwar nicht ganz 1:1 zu vergleichen, da es einige strukturelle Unterschiede gibt, aber eine wesentliche Differenz zwischen Pension und Rente bleibt auch vorhanden, wenn man sich die Differenzen genauer ansieht.
Dort ist anzusetzen.
Und sollte das Renteneintrittsalter für Arbeitnehmer steigen, was ich für notwendig halte, gilt dies selbstverständlich auch für die Beamten.
Die Diskussionen, die zurzeit im Netz viral gehen, dass Beamte selbst in ihre Renten/Pensionskasse einzahlen sollen, sind, wie leider inzwischen bei politischen Themen meistens, fast nur von Emotionen geleitet, ohne sachliche Grundlage.
Rente/Pension in Deutschland 2025, laut Google-KI:


Kommentar schreiben