Ich will gar nicht leugnen, dass auch mir der Gedanke nicht gefallen würde, die Iraner würden Atomraketen haben. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass es Trump in erster Linie nicht darum geht. Ich befürchte eher, seine Gründe sind folgende, in der Reihenfolge der Wichtigkeit.
1. Von den Epstein-Files ablenken.
2. Ein amerikafreundliches Regime installieren, um am Ölgeschäft und an der Modernisierung der Ölindustrieanlagen viel Geld, sehr viel Geld zu verdienen.
3. Atomprogramm der Iraner ausschalten.
4. Demokratie und Frauenrechte, wie Trump behauptet? Die nur, wenn sie für Punkt 2 und 3 nötig sind.
Ach, einen Punkt habe ich vergessen. Kann es sein, dass der "weise🤢" Friedensrat entschieden hat? Saudi-Arabien und die VAE sind Mitglieder. Wie viel kostet es, nicht an die USA, sondern an Trump (über Scheinfirmen oder durch riesige Geschäftsversprechen an Trump und seine Freunde) Geld zu zahlen, damit eine wirtschaftliche, militärische und religiöse Konkurrenz ausgeschaltet wird?
Ist nicht der Friedensrat, dessen Vorsitzender, der einzige, der ein Veto bei einer Entscheidung einlegen kann, Trump ist, zumindest solange Trump Präsident der USA ist, ein Club von Herrschern, die dort sind, da sie Eigeninteressen, am Völkerrecht, vorbei haben?
Und welche Interessen hat Trump, außer Macht zu haben und den Wunsch, noch viel reicher zu werden, sonst noch? O. K., vielleicht noch einen großen Big Mac jeden Tag, aber sonst?
Was war mit Venezuela?
Da hat Trump groß getönt, es gehe um die Drogenkartelle, die die Drogen nach Amerika bringen würden. Etwas, was nur sehr begrenzt stimmte, da die venezolanischen Drogenkartelle im Wesentlichen nach Europa liefern. Die Hauptdrogenlieferanten von Drogen in die USA sitzen in Kolumbien.
Aber egal. Nach dem Maduro gefangen genommen worden war und in die USA entführt wurde, ging es Trump in Venezuela auf jeden Fall nur noch um Öl. Öl und noch mal Öl. An denen die USA, und insbesondere Trump, seine Familie und seine Freunde, mitverdienen wollen.
Für mich fühlt sich der sogenannte Friedensrat, gerade auch wenn man bedenkt, wer bestimmt und wer in dem erweiterten Vorstand, durch Trump eingesetzt, sitzt, wie eine internationale Mafiaorganisation an. Und der Pate dieses Ladens ist Trump.
Fehlt nur noch, dass XI eine ähnliche Organisation gründet. Vielleicht mit den kleinen Staaten westlich von China, die früher zur UdSSR gehörten, und mit einigen afrikanischen Staaten, und vielleicht wollen auch einige aus Südamerika gerne mitmachen, um sich vor dem Adler aus dem Norden unter die schützende Decke der chinesischen Mafia-Struktur zu legen.
Und dann kommt noch Putin und gründet so eine Organisation. Mit Nordkorea als Mitglied, Kasachstan, und vielleicht auch mit einigen afrikanischen Staaten.
Der UNO-Sicherheitsrat funktioniert nicht mehr, da immer öfters mindestens eine Vetomacht ihre Interessen über das Völkerrecht stellt. Da kommt denen, die meinen, stark genug zu sein, doch die Idee, einen ganz persönlichen „Friedensrat“ zu gründen, der nur die eigenen Interessen vertritt, sehr gelegen – und es schwächt gleichzeitig die UNO gesamt gesehen.
Man ist bereits dabei, die Einflussgebiete abzustecken. Und bald sind wir dann vielleicht bei George Orwells „1984“, bei dem drei Staaten die Welt beherrschen, aber auch damit nicht genug haben und sich daher gegenseitig bekriegen.
Da könnte man sich fast schon wieder nach Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ sehnen. Dabei hat diese sterile Gesellschaft mich früher noch mehr abgeschreckt als Orwells „1984“.
Und wenn man so sieht, wie viele Menschen Trump, Putin und Xi verehren, könnte man glatt das Gefühl bekommen, nicht wenige sehnen sich geradezu danach, die Welt brennen zu sehen.
Zurück zum Iran:
Ich würde den Iranern ja eine demokratische Regierung wünschen, und eine Gesellschaft, in der die Frauen wieder die Freiheit haben, wie vor der iranischen Revolution. Aber ich glaube nicht an deren Verwirklichung. Zumindest nicht in nächster Zeit. Ich hoffe, dass ich mit meinem Glauben zu pessimistisch bin und dass ich mich mit meinem Pessimismus täusche. Aber Trump ist sicher nicht derjenige, der der iranischen Bevölkerung helfen möchte. Wenn er jetzt wieder zum Widerstand aufruft, dann nur, weil er, aus Eigennutz, die iranische Regierung schwächen möchte und sie, wenn es ganz gut für Trump läuft, gegen eine Regierung ausgetauscht sehen will, die eine amerikafreundliche Politik betreibt.


Kommentar schreiben