Das Jahr 2025 war schon schlimm. 2026 beginnt, nicht nur durch die Donroe-Doktrin, noch schlimmer

 

Das Jahr 2026 begann schlimmer, als das Jahr 20025 sich verabschiedete. Zuerst brach Donald Trump nicht nur das Völkerrecht, sondern auch US-Recht. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar schlägt das US-Militär in Venezuela zu und entführt den Präsidenten Maduro. Am Vormittag des 3. Januar erklärt Trump noch, es sei im Grunde eine Polizeiaktion, vom US-Militär ausgeführt, um einen drogendealenden Terroristen (Maduro) zu verhaften, wohl um sein Vorgehen gegenüber den USA zu rechtfertigen, aber schnell ändert sich die Rhetorik von Trump und er redet offen darüber, dass es ihm um das Öl von Venezuela geht, das in Zukunft im Wesentlichen von US-Ölkonzernen kontrolliert werden soll. Somit war es eindeutig keine Polizei- oder Geheimdienstoperation, sondern es war eine offensive kriegerische Handlung, die nur mit Zustimmung des Kongresses hätte stattfinden dürfen. Aber da hat Trump von Putin gelernt. Man führt keine Kriege mehr, sondern höchstens noch Spezialoperationen durch.

 

Trump zeigt offen, dass er sich weder um US-Recht noch um internationales Recht schert.

 

Und Trump hat am 5. Januar rhetorisch noch mal nachgelegt. Er drohte Kolumbien, Mexiko, und durch Rubio auch Kuba, und machte noch einmal deutlich, dass er Grönland haben wolle. Es ist ihm wichtig. Die USA benötigt Grönland. Trump hat für seine internationale Politik auch schon einen Namen. Angelehnt an die Monroe-Doktrin nennt er sie Donroe-Doktrin.

 

Vor einem Jahr, als Trump in Florida auf seine Vereidigung zum US-Präsidenten wartete, drohte er den europäischen NATO-Staaten bereits, sie nur zu beschützen, wenn sie ihre Militärausgaben erhöhen würden. Heutzutage ist die USA nicht einmal mehr ein Verbündeter unter Bedingungen, sondern Trump zeigt offen, dass er nicht nur gegenüber der EU, sondern gegenüber ganz Europa schon regelrecht eine Art Hass entwickelt hat.

 

Und was sagt die AfD zu Trumps Überfall auf Venezuela?

 

Gab es am Anfang noch aus den Reihen der AfD durchaus Kritik für den Überfall, wird dieser jetzt ganz offen für gut geheißen, teilweise regelrecht bejubelt.

 

Das Recht des Stärkeren.“

 

Das zeigt: Auch die AfD schert sich nicht um nationales und internationales Recht. Wer stark genug ist, darf sich nehmen, was er will.

 

Nur, wo ist ihr Patriotismus, bzw. zumindest ihr angeblicher  Patriotismus für Deutschland? Die AfD würde Deutschland am liebsten aus der EU führen, bzw. die EU zu einer EWG zurückstufen, in der man nur innereuropäische Zölle und Ähnliches weiterhin abgeschafft lässt, aber internationale Politik jedes Land für sich selbst durchführt, auch, von Zollfragen innerhalb der dann vorhandenen EWG mal abgesehen, auch innerhalb von Europa.

 

Nur ein geeintes Europa, das mit einer Stimme spricht, mit einer Armee, mit einer europäischen Rüstungsindustrie ausgestattet ist (zurzeit streiten sich Frankreich und Deutschland, wer die Führung bei dem Projekt FCAS hat, und wie weit untereinander „Firmengeheimnisse“ zwischen den involvierten französischen und deutschen Konzernen ausgetauscht werden dürfen), wird sich in der Welt behaupten können. Der französische Konzern Dassault, beansprucht die Führung für sich und will auch für bestimmte Komponenten ein Betriebsgeheimnis wahren, obwohl die Grundidee eigentlich gewesen ist, dass alle drei beteiligten und zahlenden Staaten (Spanien gehört auch noch dazu) gleichberechtigt sein sollten. So kann Europa sich nicht behaupten.

 

Trotz aller Notwendigkeit, zusammenzuarbeiten, überwiegen nationale Interessen. Und wenn ein Land mehr vom Kuchen abhaben will, kann das andere Land, damit es keinen Nachteil hat, nicht zurückstecken. Erst ein wirklich vereinigtes Europa könnte dieses Problem lösen. Ein vereinigtes Europa, wogegen sich die USA, Russland, China und die jeweiligen nationalistischen Parteien (in Deutschland die AfD) stemmen.

 

Was will das im Grunde zerstrittene Europa eigentlich machen, wenn Trump wirklich für die USA Grönland einsackt? Nach der letzten Anspruchserhebung von Trump haben fast alle Länder der EU Dänemark Unterstützung zugesagt. Aber was, außer leeren Lippenbekenntnissen, kann die EU eigentlich geben, wenn sie im Grunde doch nur aus 27 Zwergen besteht, die nicht zu einem Riesen zusammenwachsen wollen?

 

Trump, Putin und Xi zeigen offen, dass für sie der Satz von Carl Clausewitz: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ vollumfänglich wieder Gültigkeit hat. Die AfD (und sie ist in Europa nicht die einzige Partei) klatscht sogar dabei Beifall, auch wenn sie, sollte sie wirklich in Deutschland regieren, was hoffentlich nie sein wird, in der Regierungsverantwortung nur die Wahl hätte (wenn man ihr überhaupt die Wahl ließe), einem der Starken in der Welt den Hintern zu küssen.

 

Solange die USA uns als Verbündeten und Partner betrachteten, brüllte die AfD: „Ami go home, wir wollen souverän sein.“ Nun, da die USA uns eher wie einen Vasallen ansieht, wird die USA von der AfD bejubelt.

 

Letztendlich muss man wohl sagen, es wäre der AfD egal, wem sie, im Bundestag auf der Regierungsbank sitzend, in den Arsch kriecht. Egal, ob es die USA sein würden, China oder Russland. Solange die AfD in Deutschland wie ein Lukaschenko in Belarus herrschen kann, dürfte es ihr wirklich egal sein.

 

Trump beabsichtigt, sich dieses Jahr mit Xi zu treffen. Egal wie groß Trump seine Schnauze aufreißt, er ist ein Feigling und legt sich nur mit Schwächeren an. Es ist durchaus möglich, dass er sich bei dem Treffen mit Xi eher freundschaftlich gibt. Man sich mit ihren Interessen annähert und beginnt, zusammen mit Russland, die jeweiligen Einflussgebiete in der Welt unter sich aufzuteilen.

 

Vielleicht so:

 

Die USA erhalten den amerikanischen Kontinent, inklusive Grönland (und Island) als Einflussgebiet.

Russland erhält als Einflussgebiet den Rest von Europa.

China den pazifischen Raum.

Indien, das keine imperialen Gelüste hat und groß genug ist, sich zu verteidigen, bleibt souverän.

Wer in welchen einzelnen Staaten Afrikas Einfluss nimmt, wird in einem Zusatzprotokoll festgelegt.

 

Es wird vielleicht gerade ein neues Buch, inspiriert von den Gedanken von George Orwell, geschrieben. Der Titel: „1974“.

Die Vorgeschichte von „1984“.

 

Und die AfD klatscht Beifall.

 

 

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