Spaltung der Gesellschaft

 

Es wird in den letzten Monaten oft die Frage gestellt, ob diese Gesellschaft gespalten ist, und man verweist dabei auf die, die – nein, nicht nur gegen die Coronamaßnahmen, sondern auch gegen die Notwendigkeit von Klima- und Umweltschutz – wegen Einschränkungen in ihrem Leben auf die Straße gehen.

 

Die Mehrheit meint, die Gesellschaft ist nicht gespalten, denn um sie zu spalten, müsste der Riss in der Mitte stattfinden. Das halte ich für falsch, denn es ist eine Spaltung

 

Eine Spaltung beinhaltet nicht automatisch, dass sie in der Mitte, bei 50/50 verläuft. Das zu verharmlosen würde ich leichtsinnig nennen.

 

Denn die kleine Minderheit beeinflusst den Ton in der Gesellschaft gravierend, und sie beeinflusst auch die Regierung.

 

Ansonsten hätten wir schon lange eine Impfpflicht, und damit weniger Einschränkungen, da viel weniger Menschen erkranken würden. Somit beeinflusst diese kleine radikale Minderheit auch das Leben der großen Mehrheit. Das zu übersehen wäre dumm.

 

Wobei der letzte Absatz nicht ganz richtig ist. Würde sich diese kleine radikale Minderheit nicht so abspalten, oder besser gesagt, von Hetzern, die, durchaus aus eigenen finanziellen und ideologischen Gründen, oder aus eigenen Machtgelüsten und Machtfantasien, gegen alles hetzt, was den Kitt einer liberalen und auf Konsens aufgebauten Gesellschaft ausmacht, nicht so abspalten lassen, würden wir wohl nicht einmal eine Impfpflicht benötigen, da, ohne diese Hetze à la Julius Streicher, die Leute gar nicht so aufgehetzt wären, und viele (nicht alle, aber eben viele) eine Impfung, es wäre ja nicht die erste in ihrem Leben, als normal ansehen würden.

 

Und wie gehetzt wird, erkennt man auch an einem Beispiel, dass in den Tagen vor dem Jahreswechsel passiert ist.

 

Dazu im Vorwege eine kleine Metapher von mir.

 

Wenn ich in eine Bank gehe und ganz ordnungsgemäß einen Auszahlungsbeleg ausfülle, damit zur Kasse gehe, diesen Beleg vorlege und die von mir geforderte Geldsumme einfordere, und das, obwohl ich KEIN Konto bei der Bank habe, dann ist das ein Bankraub, selbst wenn ich es selbst nur eine Geldauszahlung nennen würde.

 

Zurück zur Realität.

 

Wenn ich zu einer Demonstration und Versammlung aufrufe, ist es eine Demonstration und Versammlung, auch, wenn ich mich erdreiste, das einfach einen Spaziergang zu nennen. Und das gilt auch für alle, die sich daran beteiligen.

 

Es laufen durch das Netz Hetzschriften gegen die Polizei in Schweinfurt, da ein kleines Kind, das in einem Kinderwagen lag, bei einem sogenannten "Spaziergang", in eine Pfefferspraywolke gelangt ist, und man beschimpft dafür die Polizei.

 

Wenn aber eine Mutter (mit anderen zusammen), den Kinderwagen, in dem ein Kind sitzt, als Rammbock benutzt, um eine Polizeikette zu durchbrechen, ist es die Mutter, die sich absolut verantwortungslos verhalten hat.

 

Auf Telegram wurde in Massen dazu aufgerufen, zu diesen sogenannten „Spaziergängen“ die Kinder mitzubringen und in die erste Reihe zu stellen, nach dem Motto: „Gegen Kinder wird die Polizei nicht vorgehen.“

 

Kinder aber als Schutzschild zu benutzen, ist ein Verbrechen – und ganz ehrlich, solchen Eltern sollte man das Erziehungsrecht wegnehmen.

 

 

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