Hier werden mit der Zeit einige Elemente zu dem Thema "Politik und das Thema Kindesmissbrauch" eingeführt.

 

Anfangen werden wir mal mit "Facebook"

Juni 2012

 

Ich klage an.

 

Erst vor ein paar Wochen hat ein Ministerpräsident eines Bundeslandes damit geprahlt, wie viel Freunde er bei Facebook hat und hat diese Freunde zu einer Party in eine Münchner Promi-Disco eingeladen. Der gleiche Ministerpräsident, der anscheinend ein treuer Facebook-Fan ist, hat sich, zumindest ist mir so etwas nicht aufgefallen, noch nie auf eine Facebook-Seite verirrt, die sich mit, oder genauer gesagt gegen Kindesmissbrauch wendet.

 

Nun kann ich das ja sogar verstehen, immerhin ist der besagte Ministerpräsident Katholik, und wir wissen, wie verschämt sich die katholische Kirche, bis hinauf zum Papst, sich mit dem Thema beschäftigt, und mit den verfehlten Schafen aus den eigenen Reihen. Da könnte ich ja sogar noch für die Ausrede: „Ich gehe bei Facebook nicht auf solche Seiten, da ich Angst davor habe, vom Papst exkommuniziert zu werden, sollte er mich auf solchen Seiten erwischen" Verständnis haben.

 

Aber der besagte Ministerpräsident ist nicht der einzige Politiker, der, nach eigenen Aussagen, mehrere Hundert Facebook-Freunde hat. Anscheinend sind die meisten Politiker darauf erpicht, viele Facebook-Freunde zu haben. Ist wohl eine Frage des Images.

 

Aber niemand, auch die nicht, die nicht eventuell durch die katholische Kirche gebunden sind, haben sich auf solche Facebook-Seiten verirrt.

 

Nun kann man ja klar sagen. Politik ist ein Beruf, und auch wenn die Politiker Facebook für ihr politisches Image missbrauchen, ist Facebook doch eine Privatsache, und der Beruf sollte da doch draußen bleiben. Auch ein Bäcker backt ja nach Feierabend keine Brötchen mehr. Das wäre na klar eine tolle Antwort, und sicher irgendwie auch richtig. Ein Bäcker darf sich na klar während des Feierabends bei Facebook auf eine Seite gegen Kindesmissbrauch einloggen, wenn er privat ist. Ein Politiker, der sich schon während seiner Arbeitszeit damit beschäftigen muss, muss dieses na klar nicht. Immerhin muss man sich ja schon um die vielen Freunde bei Facebook kümmern, die man schon hat.

 

Und warum sollte ein Politker sich privat mit einem Thema beschäftigen, dass auch viele seiner Wähler nicht berührt.

 

Da könnte man fast die Frage stellen, ob ein/e Politiker/in, wenn er/sie, nachdem er/sie schon beruflich gegen Kindesmissbrauch sein muss und darüber, während seines/ihres Jobs auch reden schwingen muss, und zu Feierabend sich damit dann nicht mehr beschäftigen will, zumindest wenigstens privat ein bisschen........ -

 

Na lassen wir das mal. Wir wollen ja keinem etwas unterstellen.

 

Wobei, seien wir ehrlich. Auf Politiker, die sich auf solchen Seiten nur profilieren wollen, kann man da sicher verzichten. Also lassen wir alles beim Alten.

 

Kinder brauchen unseren Schutz