Adam und Eva

Die Kirche hat viel ältere Gründe zu versuchen sexuellen Missbrauch in ihren Reihen zu vertuschen, als den meisten bekannt ist. Wenn man gelernt hat ein bisschen zwischen den Zeilen zu lesen, wird man feststellen, dass bereits die Menschheitsgeschichte, so wie die Bibel sie darstellt, mit sexuellem Missbrauch vom Vater zur Tochter begann.


Also schauen wir in die Vergangenheit.

 

Was kaum einer weiß, ist die Tatsache, dass Eva nicht die erste Frau war. Das Alte Testament bezeichnet die Geschichte der Menschheit vor der Geburt Jesus Christus. Der größte Teil davon entstammt der jüdischen Thora (die fünf Bücher Moses).


Neben der Tanach, in dem die Thora ein Teil davon ist, gibt es im Judentum auch noch den Talmud (hebr. Belehrung, Studium).



In diesem Talmud wird berichtet, dass Gott an Adams Seite, eine Frau namens Lilith, wie Adam aus Erde geformt, schuf. Lilith war Adam völlig gleichberechtigt, Unterordnung war ihr fremd, was dazu führte, dass sie auch beim Sex nicht unten, sondern oben liegen wollte. Für Gott war Adam ein Abbild seinesgleichen, und die stolze Lilith, die sich als völlig gleichwertig mit Adam betrachtete, passte nicht in dieses Weltbild. Es kam zum Streit zwischen den Dreien und Lilith flog davon; - - und zwar zu einem anderen.

Na ja, heute fliegen Frauen nicht gleich, wenn sie einen etwas herrsch- und kontrollsüchtigen Ehemann verlassen wollen. Aber ansonsten ist doch alles ziemlich verständlich. Auch für heutige Situationen.

 

 

In der Bibel wird Lilith überhaupt nicht erwähnt. Daher gab es einfach keine andere Möglichkeit, als Eva aus einer Rippe von Adam zu schaffen, da sie ja irgendwo herkommen musste, wenn man die aufsässige Ex-Ehefrau von Adam, die nicht unterwürfig genug gewesen war, und deshalb weggelaufen war, totschweigen wollte.


Eva war also „nur“ aus Adams Rippe gemacht. Das war einerseits durchaus abwertig gemeint, da es die „Minderwertigkeit“ dieses Wesens belegen sollte, gibt aber auch anderseits einen Hinweis dafür, wer oder was Eva in Wirklichkeit war.

 

Schweifen wir einmal kurz in die heutige Gegenwart.


Stellen wir uns eine heutige Kinderfußballmannschaft beim Spielen vor. Auch heute erleben wir es durchaus, sollte einer der Spieler ein wunderbares Tor schießen, dass am Spielfeldrand ein Erwachsender sich voller Stolz an die Brust schlägt und ausruft: „Seht ihr, mein Fleisch und Blut.“


Auch wenn der Mann damit das Zeug nennt, das (unter anderem auch) um eine Rippe herum angebracht ist, glaubt doch von uns keiner, dass der Knabe wirklich aus einem Klumpen Fleisch und Blut des Mannes geformt wurde.


„Aus der Rippe“ - „Aus meinem Fleisch und Blut.“


So viel hat sich in der Ausdrucksweise in den letzten Jahrtausenden eigentlich nicht geändert, woraus wir schließen können, dass Eva die Tochter von Adam war – und von Lilith (die allerdings außerhalb des Talmuds "totgeschwiegen" wird).


Somit hat Eva den Apfel ihrem eigenen Vater gereicht, was das auch immer heißen mag. Noch heute wird in den Gegenden, in denen Adam und Eva damals gelebt haben sollen, einer Frau oft mindestens eine Mitschuld, wenn nicht gar die ganze Schuld gegeben, wenn sie von einem Mann sexuell missbraucht wurde. Die Begründung ist ganz einfach: „Sie hat sich nicht züchtig genug angezogen und verhalten, sodass der Mann schwach werden musste." Erst recht da Adams Ehefrau ihn doch so schmählich verlassen hatte, und er das Ehebett alleine hüten musste.


In einigen Gegenden reicht da schon das Zeigen der Fußfesseln (als Metapher: Sie reicht den Apfel), um die Frau schuldig zu machen. Und überhaupt, wie sollte ein "Abbild Gottes", also der Mann, Schuld haben können.


Und da Geschlechtsverkehr zwischen Vätern und Töchtern schon immer in den meisten Kulturen verboten war, egal jetzt, von welcher Seite dieses Vergehen provoziert wurde, war eine Strafe, wie z.B. Vertreibung aus der Stadt, Königreich, Paradies, durchaus eine übliche Reaktion des (Gott) Königs.


Es dürfte somit klar sein, unter welchen Umständen die Menschheit entstanden ist, und warum die Kirche noch heute sehr große Probleme mit dem Thema "sexueller Missbrauch" hat.


Stammen wir wirklich alle von Adam und Eva ab, dürften wir wohl alle die Folgen eines Kindesmissbrauches sein.

 

 

 


Aber auch später, am Anfang des Neuen Testamentes, gibt es einige Ungereimtheiten.

Fangen wir mit dem Matthäusevangelium an:

Kapitel 18,1
­Als Maria, seine (Jesus) Mutter dem Joseph vertraue war, erfand sich´s, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.

Kapitel 18.2
Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.

Mal ehrlich Leute. Klingt das nicht völlig normal? Passiert so etwas nicht auch heute täglich?

Na ja, die Ausrede (heiliger Geist) mag schon etwas ausgefallen sein, aber ist sie deshalb glaubwürdig?

Bleibt doch aber die Frage, was war wirklich passiert?

Des Weiteren wird immer behauptet, dass Jesus aus dem Hause David stammt. Begründet wird dies damit, dass Joseph aus dem Hause David stammte. Wenn Jesus aber nicht der Sohn von Joseph ist ........

 

Im Lukas Evangelium, Kapitel 2,5 wird nicht näher darauf eingegangen, ob nun Joseph der Vater war oder nicht.

(... auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger)

War Maria nun eigentlich mit Joseph richtig verheiratet oder nicht?

Im Mittelalte wurde von den Christen die Anna Selbdritt Gruppe sehr verehrt. Sie wurde in Kirchenfenstermalereien verewigt, als Skulptur und auch als gemaltes Bild.

Die Anna Selbdritt Gruppe zeigt immer Marias Mutter Anna, Maria selbst und das Jesuskind.

Anna ist immer züchtig dargestellt, mit verdecktem Haar unter eine Haube, da sie "unter die Haube gekommen war", also verheiratet. Maria wird immer mit offenem Haar dargestellt, also als unverheiratete, die das Jesuskind in den Armen hält. Das kann eigentlich kein Zufall sein, denn wer sich einmal mit den ganzen Altären, christlichen Bildern und Skulpturen, aus dem Mittelalter anschaut, wird feststellen, dass nichts dort ohne Begründung so abgebildet ist, wie es abgebildet wurde. Alles hatte seinen ­Grund, aus der Sichtweise der mittelalterlichen Gesellschaft. Auch ein Grund, warum die abgebildeten Figuren eigentlich immer in der Mode der Zeit abgebildet wurden, in denen das Bild, die Skulptur oder der Altar entstand.

 

Dass Maria also nicht als ordnungsgemäße Ehefrau abgebildet wurde, muss einen Grund haben.

Vielleicht war es deshalb für die führenden Christen, von Anfang an wichtig, nicht, alleine schon durch die unsaubere Sache mit Adam und Eva, die Gedanken der Menschen in eine Richtung zu lenken. Hätten die Christen gewusst, dass schon die Zeugung von Kain und Abel, und den Kindern, die Adam und Eva noch später bekamen, nicht, zumindest nach den Maßstäben heutiger Zeit, und aber auch nach den Maßstäben der Zeit, als Jesus geboren wurde, gesellschaftskonform zustande gekommen war, hätte das Volk vielleicht auch bei Frage, wer der Vater von Jesus ist,mehr Fragen gestellt.